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 Sofja Tolstaja 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
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Beitrag Sofja Tolstaja
Hallo zusammen,

wer hat den "Literaturclub" mit Iris Radisch geschaut?

http://www.sf.tv/sf1/literaturclub/index.php

u.a. wurde das Buch von Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld Untertitel: Anläßlich der "Kreutzersonate" von Lew Tolstoi, besprochen.

Da es im alten Forum eine Leserunde zu der "Kreutzersonate" gab, die uns mehr oder weniger aufregte, ist hier die Antwort auf dieses kontroverse Thema. Die Ehefrau gibt ihre Sichtweise einer gescheiterten Ehe preis. Sie fühlte sich beschmutzt durch das Buch ihres Mannes und rechnet auf eine naive, doch offene Art mit ihrem Mann ab.

Die Besprechung im Literaturclub verlief positiv. Monique Schmitter hat auch über die "Kreutzersonate" ein positives Wort gefunden, so ungeheuerlich Tolstoj auch schreibt. Sie hatte in der Runde eine tolle ausgeglichene Ansicht zu allen vorgestellten Bücher.

Wenn ihr Zeit habt, schaut mal in das Video rein.

Eine Frage der Schuld erscheint in der Erstübersetzung im Manesse Verlag.

Viele Grüße
Maria

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In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


Zuletzt geändert von JMaria am Fr 17. Okt 2008, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.

Fr 17. Okt 2008, 11:12
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Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34
Beiträge: 11810
Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Maria... erst einmal ein Hallo *g*....

Du kommst immer mit Sachen! Ich dachte "Die Kreutzersonate" und wahrscheinlich sogar überhaupt Tolstoi könnte für mich nie wieder interessant werden. Denn dieses Buch habe ich aus unserer Leserunde und unseren anregenden und aufgeregten Diskussionen dazu in keine guten Erinnerung! Der Inhalt hat mich wirklich zu sehr aufgeregt und Tolstois Einstellung blieb mir auch unter Berücksichtung der Zeit in der er gelebt hat, seltsam fremd. Interessant war es zwar allemal, aber ich dachte, damit hat sich das jetzt auch.

Denkste! Es gibt WIRKLICH eine Antwort von seiner Frau??? Wieso kommt die denn erst jetzt in deutscher Sprache heraus? Weißt Du oder sonst jemand hier, wie lange die schon in russischer Sprache veröffentlicht ist? Wahrscheinlich doch schon ziemlich lange, oder? Das ist ja ungeheuerlich!

Die Ausgabe sieht - wie man bei Manesse ja nicht anders erwarten sollte - schön aus. Ich habe mir das Cover direkt mal angeschaut. Wirst Du es Dir kaufen und lesen Maria? Oder sonst jemand hier?

Ich spiele mit dem Gedanken! Würde mir vor dem lesen aber dann wohl doch nochmal Tolstois Kreutzersonate antun. Was bin ich da froh, dass es Hörbücher gibt - denn zweimal lesen ist ja eh nicht so mein Ding. Und solch unliebsamen Stoff schon mal gar nicht. Umso erfreuter bin ich, dass es zwei Versionen gibt, wie ich soeben entdeckt habe. Zu diesen beiden Versionen äußere ich mich gleich noch mal im Hoerbuecher4um, damit ich für mich entscheiden kann welche es wird. Ich bin mir schon ziemlich sicher, aber muss dazu noch etwas nachfragen. Aber das passt besser drüben.

Danke Maria, für diese tolle Info! Du darfst niemals aufhören uns mit solch interessanten Informationen zu versorgen, hörst Du?! :D

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Fr 17. Okt 2008, 13:22
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
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Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Hallo Petra,

Petra hat geschrieben:


Die Ausgabe sieht - wie man bei Manesse ja nicht anders erwarten sollte - schön aus. Ich habe mir das Cover direkt mal angeschaut. Wirst Du es Dir kaufen und lesen Maria? Oder sonst jemand hier?



ich liebäugle mit dem Buch. Mal sehen.


Petra hat geschrieben:
Danke Maria, für diese tolle Info! Du darfst niemals aufhören uns mit solch interessanten Informationen zu versorgen, hörst Du?! :D


ich geb mir Mühe :mrgreen:

Gruß
Maria

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Mo 20. Okt 2008, 19:20
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Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34
Beiträge: 11810
Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Hallo Maria,

JMaria hat geschrieben:
ich liebäugle mit dem Buch. Mal sehen.


O.k.

Ich habe eben im Hoerbuecher4um noch ein wenig über "Die Kreutzersonate" gewettert! ;-)

JMaria hat geschrieben:
ich geb mir Mühe :mrgreen:


Das merkt man! :D
Deine Infos sind wirklich immer Gold wert! Unbedingt weiter so!

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Di 21. Okt 2008, 09:56
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Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Hallo zusammen,

ich habe gestern in das Buch reingelesen und fand den blumigen Stil reizend:

Es war ein wundervoller, klarer, jubilierender Tag. Ein wahres Fest sommerlicher Blütezeit. Wie schön und heiter waren der lichte blaue Himmel, die heißen Sonnenstrahlen, die in den üppigen Bäumen und blühenden Büschen zahlreich lärmenden Vögel! Und wie herrlich spiegelte in der Ferne ein tiefer blauer See den Himmel und die farbenfrohe, saftige, reiche Flora seiner Ufer.

Proust hätte seine Freude an diesen Sätze. Sie erinnern an eine weibliche Figur in seinen Romanen, die gerne drei Adjektive benutzt um etwas zu beschreiben *g* Mir fällt nur der Name nicht mehr ein.

@Steffi, weißt du es noch?

Jedenfalls landete das Buch dann doch auf meinem Bücherstapel.

Liebe Grüße
Maria

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Mi 22. Okt 2008, 10:28
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Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Hallo Maria,

oh, das sagt mir aber sehr zu! Dankeschön fürs "reinlesen lassen"!

Damit wird der Kauf des Buches für mich immer wahrscheinlicher! Wie ich lese, hast Du es Dir gekauft. Das ist also eines der Bücher, die Du im Thread zu den Bücherkäufen verheimlicht hast! :mrgreen:

Das Zitat aus dem Buch gefällt mir vom Stil und der Ausdruckskraft her um Längen besser als das was ich von Tolstois Kreutzersonate in Erinnerung habe.

Weiß jemand, wie lange es in Russischer Sprache den Lesern schon zugänglich ist? Steht dazu in dem Buch was drin? Würde mich sehr interessieren.

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Mi 22. Okt 2008, 10:39
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Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Petra hat geschrieben:
Weiß jemand, wie lange es in Russischer Sprache den Lesern schon zugänglich ist? Steht dazu in dem Buch was drin? Würde mich sehr interessieren.


Hallo Petra,

das Nachwort bringt Licht in das Geschehen. Die Kreutzersonate kam 1890 heraus. Sofja, die ihrem Mann bei den Abschriften half und zu dem Zeitpunkt 30 Jahre mit ihm verheiratet war, las es natürlich als Erste. Den "Gegenroman" verfasst Sofja Tolstaja in den Jahren 1892-1893, veröffentlichte ihn jedoch nicht. 1994 - 75 Jahre nach ihrem Tod (1919) wurde der Roman erstmals im Original publiziert. Sie war tief verletzt, wie man in ihrem Tagebuch nachlesen kann. Im Nachwort wird daraus zitiert.

Liebe Grüße
Maria

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Mi 22. Okt 2008, 10:57
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Beiträge: 11810
Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
Hallo Maria,

vielen Dank! Das ist für mich sehr aufschlussreich. Und ich hatte es schon befürchtet, dass man ihr erst sehr spät Gehör verschaffte. So ist es leider ja auch. Umso besser und wichtiger, dass man es kürzlich getan hat. 1994 also im Original. Und nun in Deutscher Sprache. Es freut mich sehr, dass der deutsche Buchmarkt die Möglichkeit eröffnet, ihre Antwort auch in Deutsch nachlese zu können!

Interessant auch, dass man im Nachwort aus ihrem Tagebuch zitiert, bzw. es ein erklärendes Nachwort gibt. Das finde ich sehr hilfreich in einem Fall wie diesem. Vielen Dank Maria, Du hilfst mir bei meiner Entscheidung: Das Buch werde ich mir kaufen. Ich weiß noch nicht wann, aber es wird sicher nicht allzu lange dauern.

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Do 23. Okt 2008, 11:57
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Registriert: Mi 2. Apr 2008, 12:56
Beiträge: 4004
Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
JMaria hat geschrieben:

Proust hätte seine Freude an diesen Sätze. Sie erinnern an eine weibliche Figur in seinen Romanen, die gerne drei Adjektive benutzt um etwas zu beschreiben *g* Mir fällt nur der Name nicht mehr ein.

@Steffi, weißt du es noch?

Leider nicht - müsste mal nachforschen !

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Gruss von Steffi

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Mo 27. Okt 2008, 09:40
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
Beiträge: 12206
Beitrag Re: Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld
steffi hat geschrieben:
JMaria hat geschrieben:

Proust hätte seine Freude an diesen Sätze. Sie erinnern an eine weibliche Figur in seinen Romanen, die gerne drei Adjektive benutzt um etwas zu beschreiben *g* Mir fällt nur der Name nicht mehr ein.

@Steffi, weißt du es noch?

Leider nicht - müsste mal nachforschen !


Hallo Steffi,

ich glaube, es müßte in "Sodom und Gomorrha" gewesen sein, mit den unendlichen Soirées. Vielleicht die Vermieterin der Villa an die Verdurins in Balbec oder die Freundin von Marcels verstorbener Großmutter, die er im Hotel in Balbec trifft. Gefunden habe ich es nicht. So wichtig ist es ja auch nicht. :)

Liebe Grüße
Maria

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Di 28. Okt 2008, 12:22
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