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Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...
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Seite 58 von 63

Autor:  Barbara [ Fr 20. Okt 2017, 06:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Liebe Mira,

ich schließe mich Bonny an: Schön, dss Du wieder dabei bist. Es gibt so Zeiten, in denen das Lesen hinten anstehen muss. Umso schöner, wenn man es wieder "neu" für sich entdecken kann.

Eine Kollegin von mir liest Andreas Eschenebach auch sehr gerne und hat schon oft begeistert von den Büchern erzählt.

Autor:  mira [ Fr 20. Okt 2017, 23:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Ich danke auch dir., Für deine lieben Worte. Das ist mein erstes Buch von ihm. Ich bin schon sehr gespannt wie das Buch weiter geht. Aber heute abend lese ich erstmal mein E-Book weiter.

Autor:  Barbara [ Di 24. Okt 2017, 06:13 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Ihr Lieben,

nachdem ich neulich noch ein anderes Buch dazwischen geschoben habe, habe ich Ich treffe dich zwischen den Zeilen beendet. Das Buch hat gehalten, was es meinen Erwartungen versprochen hatte. Die Vermischung zwischen Leben, Schicksal und Literatur ist gelungen und nicht aufgesetzt. Es hat Tiefgang und Nachdenkliches zu bieten.

Es ist sicherlich nicht spektakulär und gewiss auch keine große Literatur, aber das Buch hat seinem Leser dennoch etwas zu sagen und mitzugeben.

Autor:  Bonny [ Di 24. Okt 2017, 10:54 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Ihr Lieben,

nach langem Hin und Her (es ist aber auch schwierig, wenn man zu viel Auswahl und zu wenig Zeit hat...) habe ich mich für einen historischen Roman aus meinem SUB entschieden:
Der Sohn des Kreuzfahrers von Stephen Lawhead
Die Geschichte spielt vor dem Hintergrund des ersten Kreuzzuges um 1096. Ein Gutsherr von den Orkney-Inseln und seine beiden ältesten Söhne schließen sich dem Kreuzzug an, nur der jüngste bleibt mit der Mutter auf dem Hof zurück. Als sie von einem korrupten Abt vom Hof vertrieben werden, tritt der jüngste Sohn seine eigene Pilgerfahrt quer durch das mittelalterliche Europa bis nach Jerusalem an.
Soweit der Klappentext... Es ist der erste Band einer Trilogie und ich bin gespannt, ob ich dranbleiben kann und wie es mir gefällt, nach relativ langer Zeit mal wieder einen historischen Schinken zu lesen.

Eigentlich hatte ich mir schon Das Lächeln der Fortuna zurechtgelegt, weil ich die Waringham-Saga von Rebecca Gablé auch unbedingt lesen möchte, aber die Bücher sind mit mehr als 1.000 Seiten schon seeehr dick, da traue ich mich momentan nicht ran...

Autor:  steffi [ Di 24. Okt 2017, 11:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

@Bonny: viel Spaß mit dem Sohn des Kreuzfahrers, klingt nach spannender Lektüre. auf einen guten historischen Schmöker hätte ich auch mal wiede Lust !


Ich habe von Philip Roth Nemesis gelesen. Es geht um einen jungen Sportlehrer und eine Polioepidemie in Newark im Jahr 1944. Mich hat die tragische Geschichte sehr gefesselt, sodass ich den Roman auch innerhalb zwei Tagen zu Ende gelesen hatte. Zwischendurch erwartete ich eine noch größere Katastrophe als die schon geschilderten Ereignisse, aber Roth hat auf Effekthascherei verzichtet, was mir am Ende noch besser gefiel. Ein bißchen erinnerte mich die Tragik, aber auch die Erzählweise an Richard Yates. :daumen_hoch:

Autor:  JMaria [ Di 24. Okt 2017, 13:41 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

steffi hat geschrieben:
Ich habe von Philip Roth Nemesis gelesen. Es geht um einen jungen Sportlehrer und eine Polioepidemie in Newark im Jahr 1944. Mich hat die tragische Geschichte sehr gefesselt, sodass ich den Roman auch innerhalb zwei Tagen zu Ende gelesen hatte. Zwischendurch erwartete ich eine noch größere Katastrophe als die schon geschilderten Ereignisse, aber Roth hat auf Effekthascherei verzichtet, was mir am Ende noch besser gefiel. Ein bißchen erinnerte mich die Tragik, aber auch die Erzählweise an Richard Yates. :daumen_hoch:



Das Buch hat mich auch sehr beeindruckt, steffi :daumen_hoch:


Ich habe gerade ein ebook beendet, das mich sehr berührt hat.
Das Geräusch einer Schnecke beim Essen
von Elisabeth Tova Bailey



Von einer Europareise zurückgekehrt erkrankt die Journalistin Elisabeth Bailey an einer unbekannten Viruserkrankung, das ihr Immunsystem lebensbedrohlich aus den Bahnen wirft. Sie kann nicht mehr gehen, Geräusche kann sie kaum noch ertragen, und das über Jahre. Eine Freundin bringt ihr aus ihrem geliebten Wald ein Veilchen in einem Topf verpflanzt mit und darin befindet sich auch eine Schnecke.

Jetzt beginnt eine herzerwärmende Geschichte, das die Journalist zu einem autobiographisches Erlebnis niederschrieb. Man wird nicht nur über Schnecken anders denken nach diesem Buch, sondern auch wie eine schwer erkrankte Frau durch die schwerste Zeit ihres Lebens kam.


Hier mal ein
Zitat...

Das Leben der Schnecken hat etwas Hermetisches, und es war genau diese Aura von Geheimnis gewesen, die anfangs mein Interesse geweckt hatte. Mein eigenes Leben, so erkannte ich, nahm langsam ähnlich hermetische Züge an. Seit dem Ausbruch meiner Krankheit und über zahllose Rückfälle hinweg war mein Platz in der Welt eher durch meine Abwesenheit als durch meine Anwesenheit definiert. Meine engen Freunde wussten, wie es um mich bestellt war, doch für diejenigen, die mich nicht so gut kannten, war mein Verschwinden aus der Arbeitswelt und anderen sozialen Zusammenhängen unerklärlich


:daumen_hoch:


Auf ihrer Seite gibt es einen Booktrailer mit dem Knauspergeräusch einer fressenden Schnecke.

Ich kann ja einer Schnecke nichts anhaben, nachdem ich eine Liebeswerbung zwischen zwei Schnecken erleben durfte. Das ging über 24 Std ! Ich war nicht die gesamte Zeit auf dem Beobachtungsposten, aber zeitweise anwesend. Faszinierend! Seither sammle ich Schnecken ein und lass sie am Komposthaufen wieder frei. Ist mir egal, ob sie den Weg wieder in meinen Garten finden.

http://www.elisabethtovabailey.net

Und wie, so fragte ich mich, hatte der mysteriöse Virus, der mich zu Fall gebracht hatte, das Leben in den Zellen meines Körpers verändert? Würde es jemals einen Schalter geben, den ich umlegen könnte, um auf einen Schlag meine Gesundheit wiederzuerlangen? Die Vorstellung war äußerst verlockend.
... Elisabeth Bailey

Autor:  Petra [ Mi 25. Okt 2017, 19:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Hallo zusammen,

ich verfolge mit Interesse Eure Leseerlebnisse.

Sagen kann ich auch, dass mich Maria auf „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen“ neugierig gemacht hat. Ich danke Dir für die Zitate aus dem Buch, Maria. Ich kann damit viel anfangen, denn auch wenn meine Erkrankung nicht so gravierend ist, wie die der Autorin, so habe ich doch einiges ähnlich empfunden.

Steffi, Du machst mich noch neugieriger auf Philip Roth!

Barbara ist so richtig im Lesefluss, wie wundervoll!
Und auf „Der verbotene Liebesbrief“ hast Du mich neugierig gemacht.

Didonia erinnert mich daran, dass es eine Vorlage zum Film „Die Brücken am Fluss“ gibt, die sicher lesenswert ist.

Und Bonny, Du begeisterst weiterhin für Tess Gerritsen; den ersten Band habe ich ja kürzlich gelesen, und war davon wirklich sehr spannend unterhalten!

Mira ist wieder dabei, ich freu mich, dass es Dir besser geht, und Du wieder bei uns bist.

Gestern habe ich mich sehr schweren Herzens aus Dundee und den Figuren dort verabschiedet. „Ein irischer Dorfpolizist“ ist ein wundervoller leiser melancholischer Krimi, mit Figuren, die ich so gerne wiedertreffen möchte. Ich hoffe Graham Norton schreibt eine Fortsetzung. Begeistert habe ich auch gelesen, dass eine TV-Serie aus dem Stoff gemacht wird. Hoffentlich auch fürs deutschsprachige Publikum.
Für mich stimmte hier alles: Die Hauptfigur, die übrigen Figuren, die Geschichte(n), die Umgebung. Und so warmherzig geschrieben.

Ein neues Buch war schnell gefunden. Denn ich hatte beim Bücherbummel mit Barbara im Sommer in der Lengenfeld’schen Buchhandlung in Köln ein paar Rezensionsexemplare von Manesse liegen sehen. In der neuen Ausstattung; erhältlich erst ab Herbst 2017. Eigentlich halte ich von der neuen Gestaltung der Manesse Bibliothek der Weltliteratur nicht viel. Ich verstehe zwar die Idee, aber zu einem Klassiker mag ich am liebsten eine klassische Ausstattung. Dennoch, ein Buch fiel mir ins Auge: Mary Shelleys „Frankenstein“. Mit pinkfarbenen Schutzumschlag (schaut hier), der Einband selbst ist schwarz (kein Leinen wie früher), und das Vorsatzblatt schwarz und mit schwarz-weißen Schrauben bedruckt. Das hat mir irgendwie gefallen! Als ich kürzlich (abermals in Köln, aber in der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig) das frisch erschienene Buch ausliegen sah, griff ich sofort zu. Und hatte vor es diesen Herbst um die Halloweenzeit zu lesen. So war meine Wahl gestern schnell getroffen. Ich bin gespannt auf den wahren „Frankenstein“, der mit den Horrorfilmen wenig zu tun hat. Auch auf die tieferen Themen, die Mary Shelley in ihrem berühmten Roman aufgreift, bin ich gespannt. Ich werde berichten. Es liest sich sehr schön an. Ich fühle mich gleich mittendrin. Ein Vorwort der Autorin weiht auch gleich wunderbar ein, wie die Geschichte entstanden ist. Begonnen hat alles mit Kaminabenden in Genf (wo auch ein Großteil der Handlung des Romans spielt) mit ihren beiden Freunden Dr. John Üolidori und Lord Byron, wo sie sich Gruselgeschichten erzählt, und auch teils niedergeschrieben haben. Die beiden Freunde mussten irgendwann abreisen. Der einzig daraus entstandene abgeschlossene Roman ist der Mary Shelleys.

Autor:  JMaria [ Sa 28. Okt 2017, 10:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Hallo Petra

Auf „Ein irischer Dorfpolizist“ hast du mich sehr neugierig gemacht.
Ist ja toll, dass du Shelleys Frankenstein liest. Auch so eine Lücke die ich längst schließen möchte. Du hast ja bereits erwähnt, dass die Geschichte am Genfer See entstand, wie auch weitere Gruselgeschichten. Es war das Jahr 1816 das „Jahr ohne Sommer“, weil des Jahres zuvor der Tambora ausbrach. Es muss alles sehr düster für die Autorengruppe in der Villa am Genfer See gewesen sein.

Somit passend, dass solche Geschichten entstanden.


Ich lese gerade mit Spannung und Vergnügen „Kidd, Jess: Der Freund der Toten“



Irland, 70er Jahre.
Mahony kommt zurück an die Stätte seiner Geburt und möchte herausfinden was mit seiner Mutter passiert ist. Der Leser weiß bereits, dass sie umgebracht wurde. Bei den Nachforschugen hilft nicht nur eine ältere Dame, sondern auch Geister. Denn Mahony kann sie sehen. Daraus ergeben sich manchmal sehr witzige Momente.

Mir gefällt gut am Stil des Autors, dass einem alles so lebendig vorkommt, ob Häuser oder der Wald, die Geister... mir gefällt es bisher sehr gut.

Autor:  Petra [ Sa 28. Okt 2017, 13:51 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Dass ich dich auf "Ein irischer Dorfpolizist" neugierig machen konnte, freut mich sehr, Maria! Für mich endlich mal wieder ein richtig toller, sehr leiser, Krimi. Du machst mich ebenfalls neugierig auf "Der Freund der Toten". Bislang war ich zögerlich, aber dass Du dem Buch so zugetan bist, verstärkt mein Interesse.

Bei Dir ist Mary Shelleys "Frankenstein" eine Lücke, die Du lange schon schließen wolltest, und bei mir ein Buch, von dem ich dachte, dass ich es nie lesen würde. Irgendwie fehlte mir immer das Interesse daran, bis ich die Ausgabe sah. Toll, wenn eine Ausgabe einen zu einem Buch führen kann, das man sonst nie gelesen hätte, nicht wahr? Ich habe auch mal ein Fotos von der Gestaltung gemacht:

Bild

Bei dieser Ausgabe handelt es sich um die Übersetzung in neuer Überarbeitung von Alexander Pechmann der Urfassung von 1818. Auf die vorgenommen Änderungen der überarbeiteten Fassung von 1831 wird im Anhang eingegangen. Das begrüße ich sehr, ebenso die übrigen Anmerkungen. Ich fühle mich bestens durch den Klassiker begleitet. Auch auf das Nachwort von Georg Klein freue ich mich, und mit dem Vorwort gab bereits Mary Shelley selbst Einblicke in die Entstehung. Die Editorische Notiz gibt noch ein paar weitere Informationen zur Urfassung an die Hand. Eine liebevolle Ausgabe, die Freude macht!

Ja, Maria, die Zeit der befreundeten Autoren dort in der Genfer Villa muss düster und besonders gewesen sein. Aber auch andere Eindrücke, die Mary Shelley von Genf und der näheren Umgebung bei ihrer eigenen Reise gewonnen hatte, finden im Roman selbst Platz. Durch die Anmerkungen kann man sehr gut die Bezüge zu ihren eigenen gewonnenen Eindrücken der Umgebung und Landschaft herstellen, die sie 1817 in ihrer Reiseerzählung "History of a Six Weeks' Tour" festgehalten hat. So finden sich in "Frankenstein" auch beeindruckende und genaue Naturbeschreibungen. Toll!

Autor:  Didonia [ Sa 28. Okt 2017, 13:55 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Leseerlebnisse 2017.... Ich lese gerade...

Moin miteinander,

ich war mit Frauen Fische Fjorde von Anne Siegel in Island. Habe eine kleine Rezi zusammengefasst: viewtopic.php?f=8&t=5834

Bei Amazon habe ich zu diesem Buch einen totalen Verriss gefunden. Wenn es auch stimmt, dass das Buch gut einen Lektor vertragen hätte, der etwas sorgsamer arbeitet, finde ich diese negative Besprechung übertrieben.
Ich kenne die Autorin nicht, aber auch der Verlag hat mit ihr bei diesem Buch so seine Probleme gehabt, denn: http://www.cindigo.de/auslieferungs-ver ... he-fjorde/

Ein anderes Buch, Nordbräute, von der Autorin vertreibt er aber noch. Ich wüsste ja gerne, was dort vorgefallen ist.

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