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Erlesene Genüsse
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Autor:  Trixie [ Fr 28. Apr 2017, 18:19 ]
Betreff des Beitrags:  Erlesene Genüsse

Daß man übers Lesen die Welt kennenlernt, ist uns allen nicht neu. Und viel sagt über Länder, Völker oder auch nur eine einzige literarische Figur aus, was und wie man ißt und trinkt. Manchmal ist eine solche Aussage nur in einem Nebensatz versteckt, manchmal folgen sogar ausführliche Rezepte.
Hier können wir solche Passagen aus unserer Lektüre nennen und berichten, welche typischen, unerwarteten, exotischen oder nie zuvor gehörten Gerichte und Getränke aufgewartet werden. Und wenn sich dazu noch Rezepte oder Links finden lassen, können wir Sie ebenfalls in unsere Sammlung der er-lesenen Genüsse aufnehmen.

Viel Spaß, zum Wohl und Guten Appetit!

Autor:  Hermy [ Fr 28. Apr 2017, 19:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Das kann ein umfangreicher Strang werden, liebe Trixie :buecher_boden:

Eigentliche lese ich selten Kriminalromane, aber dieses Genre kommt ohne ausführliche Beschreibung von Rezepten, Trink- und Essgewohnheiten kaum aus. Diese Rezepte haben viele Autoren / Verleger gesammelt und als eigenständiges Kochbuch herausgegeben. Ein Beispiel unter vielen, denn sogar mir haben Freunde vor einem Jahr Brunos Kochbuch von Martin Walker geschenkt.

Ein weiteres Geschenk eines literarischen Kochbuchs, sehr hübsch aufgemacht, findet sich in meinem Bücherregal, Essen und Trinken mit Heinrich Heine.

Aus Neugierde habe ich bei amazon einfach nach literarischen Kochbüchern gesucht, die Antwort umfasst viele Seiten.

Autor:  Trixie [ Fr 28. Apr 2017, 22:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Donnerwetter, da haben sich aber viele des Themas angenommen, Hermy! Solche Themenkochbücher erfreuen sich -verständlicherweise- offenbar großer Beliebtheit.

Die Zahl der Bücher relativiert sich aber zum Glück etwas, weil sich viele davon nicht auf konkrete Erwähnungen in literarischen Werken beziehen, sondern eher kulturhistorisch, biographisch usw. angelegt sind.

Hier im Strang, dachte ich eigentlich, sollten wir uns nicht auf Kochbücher beziehen, die zu Autoren oder ihren Werken verfaßt worden sind, sondern nur auf diejenigen Gerichte beziehen, die wir tatsächlich in unserem eigenen Lesestoff, quasi in der Primärquelle, entdecken. Dann dürfte es schon etwas überschaubarer bleiben.

Autor:  Petra [ Mo 1. Mai 2017, 12:57 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Hallo zusammen,

ein wunderbarer Thread, liebe Trixie! :schwaermt:
Ich liebe Bücher, ich liebe Essen. Und wenn in einem Buch gegessen wird, finde ich das immer ganz wunderbar!

So bringe ich auch gleich ein Gericht mit: Klimpen mit Schwarzbeersoße heißt es (auf Seite 796) in "Das kalte Blut" von Chris Kraus. Ev bereitet es aus einem traurigen Anlass zu (näher gehe ich nicht darauf ein, da ich möglichen Lesern des Buches nichts vorwegnehmen möchte). Koja erläutert etwas später, dass man das in München Quarkknödel mit Heidelbeerkompott nennt. Ich kann jetzt nicht genau sagen, woher der Begriff "Klimpen" stammt. Es müsste aus dem Baltikum stammen, der Handlung nach. Da Ev aber mehreren Einflüssen unterlegen sein könnte (baltischen, jüdischen u. a.), kann ich es nicht mit Gewissheit aus der Handlung ableiten. Und im Internet bin ich nicht fündig geworden. Vielleicht findet von Euch jemand etwas dazu, oder weiß etwas.

Jedenfalls musste ich bei dem intensiven Lesemoment gleich an den schönen Thread hier denken.

Autor:  Josie [ Mo 1. Mai 2017, 13:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Ein feiner Thread. Ich bin gespannt, was sich hier alles ansammelt.

Ich verweise dann mal wieder liebevoll auf meine heißgeliebten Tante-Dimity-Bücher. Am Ende eines jeden Buches steht ein Rezept, was in der Geschichte nicht nur erwähnt, sondern auch stets mit viel Gemütlichkeit und Wohlfühlfakor dort eingebaut und regelrecht zelebriert wurde. So riecht man die Weihnachtsplätzchen auch beim Lesen im Sommer und mag am Liebsten bei 30 ° im Schatten anfangen, diese zu backen.

Und die Rezepte sind alltagstauglich. Zwei davon habe ich schon ausprobiert.

Autor:  gyria [ Mo 1. Mai 2017, 20:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Ich liebe die Krimis von Ella Danz mit dem Kommissar Angermüller, der ein Feinschmecker ist und gerne kocht. Die leckeren Gerichte werden in den Krimis beschrieben und ihm Anhang gibts die Rezepte dazu. Am besten gefiel mir der 1. Band der Serie: Osterfeuer.

Autor:  Ina [ Di 2. Mai 2017, 18:00 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

@ gyria Die Bücher hätte ich auch erwähnt, sie gefallen mir ausnehmend gut, der erste Band ist auch mein Favorit.
Einige Rezepte habe ich schon nachgekocht. Seltsamerweise zuckt nie jemand darauf, wenn ich sage, dass das Rezept aus einem Krimi stammt. :am_kopf_kratz:

Autor:  Petra [ Mi 3. Mai 2017, 10:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Hallo zusammen,

neben den Klimpen in "Das kalte Blut" habe ich nun auch in meinem ebook etwas gefunden, das ich hier nennen möchte. In "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich essen die Jungs gerade Frybread. Frittiertes Brot, das die American Natives gern zubereiten und essen. Näheres dazu findet sich bei Wikipedia. Schön, dass ich es hier mit Euch teilen kann!

Stimmt, Josie, die Tante-Dimity-Bücher mit ihren Rezepten am Ende. Jetzt machst Du mir auch gleich wieder Lust auf Tante Dimity. :schwaermt:
Ich kenne erst den ersten, aber möchte gerne weiterlesen.

Ina und gyria, Ella Danz kenne ich noch nicht, aber dass es immer auch mit Essen/Kochen in ihren Krimis zu tun hat, das hatte ich so im Kopf. Schön, dass Ihr dran erinnert und sie hier nennt.

Autor:  steffi [ Mi 3. Mai 2017, 13:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

Ein schönes Thema, ich freue mich schon auf eine reichhaltige Sammlung. Bisher habe ich noch nie so aufs Essen in den Büchern geachtet, da werde ich jetzt besser aufpassen !

Autor:  Trixie [ Sa 23. Sep 2017, 18:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Erlesene Genüsse

War ja ziemlich klar, daß das Thema "Essen in Büchern" schon andere beschäftigt:

In ihrem Little Library Café schreibt Bloggerin Kate Young über die kulinarischen Vorstöße und Versuche, Gerichte aus ihren Lieblingsbüchern auf den eigenen Tisch zu bringen. Dabei ist so ziemlich alles von Charlotte Brontes Jane Eyre, über Tolkiens Der kleine Hobbit bis zu Banana Yoshimotos Kitchen.

Manchmal muß sie dabei eigenständig das passende Gericht und Rezept zu einem eher ungenau beschriebenen Mahl herausfinden, aber das ist sehr experimentierfreudig und interessant beschrieben.
Leider ist der Blog nur in englisch...

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