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 MacLEod, Charlotte: Ein schlichter alter Mann (Boston-Reihe) 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:49
Beiträge: 2451
Beitrag MacLEod, Charlotte: Ein schlichter alter Mann (Boston-Reihe)
Inhalt:

Emma Kelling ist eine von den großzügigen Kellings, was ja an sich schon fast an ein Wunder grenzt. Sie inszeniert wieder einmal mit ihrem Laientheater das jährliche Theaterstück, eines von Gilbert & Sullivan muss es sein, mit ihr als Hauptrolle.

Da Max gerade in Belgien weilt, kann Sarah für diverse Arbeiten an dem Stück eingesetzt werden. Kulissenmalerin und Maskenbildnerin sind für sie als Job vorgesehen, dass sie jedoch auch in einem Entführungsfall und Mord ermitteln wird, hatte Emma Kelling, die sonst fast alles plant, sich so nicht gedacht.

Sarah erlebt Erinnerungen an ihre Kindheit und spannende Momente der Jetztzeit im Hause ihrer Tante, besucht Cousine Mabel und Cousin Frederick hat auch eine besondere Rolle bekommen.

Handelt es sich um eine echte Entführung? Warum musste der alte Charlie sterben? Sarah ermittelt ohne Max – erfolgreich?

Meine Meinung:

MacLeod versteht es immer wieder skurrile Situationen zu schaffen. Diesmal vor dem Hintergrund einer Theaterinszenierung. Das überdrehte Stück, die Besetzung, die Animositäten der Verwandten und Schauspieler, alles wird gekonnt herausgearbeitet. Sarah ermittelt, genau wie Peter Shandy aus der Balaclava-Reihe. Sie durchdenkt jede Situation mit jedem möglichen Täter. Selbst Emma wird in Frage gestellt. So kommt sie schnell auf einige Unstimmigkeiten. Und auch ohne Max kann Sarah bestehen.

Diese ältere Buchreihe um den Boston-Clan vergleiche ich im Kopf immer häufiger mit den Tante Dimitys von Nanca Asherton. Sarah und Max sind genau wie Bill und Laurie grundgut, begütert, tapfer und toll – und haben einen integren Freundeskreis um sich gescharrt. Beide Männer sind erfolgreich und die Frauen arbeiten intuitiv, unkonventionell an ihren Kriminalfällen.

Was der einen Serie dann die übersinnlichen Seiten mit Tante Dimity sind, da übernehmen die skurrilen reichen Verwandten in der anderen den auszeichnenden Part der jeweiligen Krimiserie.

Die Kellings aus Boston verfolge ich immer wieder gerne. Der Ausflug zum Theater im ‚schlichten alten Mann’ hat mich gut unterhalten.

Wertung ***+

Binchen im August 2008

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Winke Binchen
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Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)


Fr 22. Aug 2008, 12:14
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