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 Lessmann, Sandra: Das Jungfrauenspiel 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:49
Beiträge: 2451
Beitrag Lessmann, Sandra: Das Jungfrauenspiel
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Inhalt
Frankreich/England zur Zeit Elisabeth I.

Marianna ist entsetzt, bei dem Versuch ihren Sohn aus der Hand seines Erziehers zu befreien, wird sie erwischt. Schlimmer geht es nicht, denkt sie, doch sie muss zusätzlich erfahren, dass ihr Mann sich umgebracht hat.

Sie kann nicht an die Geschichten glauben, die sie über ihn hört, doch um einer Haftstrafe im Tower zu entgehen, verpflichtet sie sich als Spionin. Sie soll den berüchtigten Greif überführen, als Preis dafür winkt ihr ein Sohn, der zu ihr zurückkehrt und sie wird von der Haft im Tower verschont.

In ihrer eigenen Familie soll sie spionieren und schon bald hat sie Freunde, Verbündete und auch Feinde. Wie soll gerade sie diesen Spion überführen. Und hat sie ihn vielleicht sogar schon kennengelernt?

Marianna verfolgt diverse Spuren und macht am Ende eine erschreckende Entdeckung.

Meine Meinung:

Sandra Lessmann, London, England – das war schon zweimal ein Garant für beste Unterhaltung. Diesmal leider nicht.

Die Sündentochter und die Richter des Königs haben eine authentische Stimmung im London des 17. Jahrhunderts vermittelt. Insbesondere der Tower, Strafen, religiöse Einstellungen und die daraus resultierenden Probleme wurden von ihr dort in spannende Rahmenhandlungen eingebettet.

Von diesem Können ist in diesem Buch für mich nichts übrig geblieben. Marianna und ihre Spionagetätigkeit wirken aufgesetzt und unglaubwürdig, ihre Erlebnisse und Mitspieler bringen auch keine echte Spannung herüber. Identifikationsmöglichkeiten waren für mich Mangelware, es berührte mich nichts, was den Helden passierte.
Das elisabethanische Zeitalter bildet die Tapete, vor der die Geschichte spielt, da können auch ein paar eingestreute historische Figuren nicht rettend eingreifen.

Fast möchte ich meinen, dass hier ein schwächlicher Erstling aus der Schublade gezogen wurde, der nun den erfolgreichen anderen beiden Büchern nacheifern sollte. Wäre die Diskrepanz zwischen den Vorgänger-Romanen und dem vorliegenden nicht so groß, würde ich keinen weiteren Gedanken an die Autorin verschwenden, da sie es aber weit besser kann, wünsche ich ihr für den nächsten Roman mehr Zeit um ihre Figuren und deren Abgründe zu entwickeln. Die Zeit wird zeigen, ob es wieder fesselnde Romane aus ihrer Feder geben wird.

Binchen, November 2007

_________________
Winke Binchen
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Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)


Di 1. Apr 2008, 12:56
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