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 Maar, Paul: Kartoffelkäferzeiten 
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Registriert: Mi 2. Apr 2008, 12:56
Beiträge: 4004
Beitrag Maar, Paul: Kartoffelkäferzeiten
Maar, Paul: Kartoffelkäferzeiten
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Kategorie: Lesung (autorisierte Lesefassung; Bearbeitung von Frank Gustavus)
Genre: Jugend
SprecherInnen: Andreas Fröhlich
Regie: /
Medium: 4 CDs
Laufzeit: ca. 247 Minuten
Verlag: Oetinger audio
Preis: 19,95 €
ISBN: 3-78910324-1
Bewertung: ***
(* schlecht / ** ganz gut / *** gut / **** spitze)

Inhalt:

In den Jahren zwischen dem 2. Weltkrieg und dem Wirtschaftswunder lebt die 12-jährige Johanna in einem kleinen Dorf in Mainfranken. Zusammen mit ihrer Mutter, ihrer Oma Mariechen und ihrer Tante Fanny wächst sie im Gasthaus ihrer Oma auf und muss ihren Weg zum Erwachsenwerden umgeben von Lebensmittelknappheit, Währungsreform und der ersten Liebe finden. Die fünf Frauen, Johannas ausgebombte Oma wird noch aufgenommen, schlagen sich erfolgreich durch, aber es gibt auch Konflikte zwischen den beiden Omas oder zwischen den Generationen. Als dann noch Johannas Vater aus der Gefangenschaft wiederkommt, markiert das auch einen Wendepunkt in Johannas Leben.



Meinung:

Paul Maar erzählt die Geschichte Johannas in überwiegend positiven Bildern, die einer mit sehr großem Abstand aufgeschriebenen Lebenserinnerung gleichen und daher die Not und die schlimmen Erfahrungen zurücktreten lassen. So wird aus der Sicht eines jungen Mädchens diese Zeit, die ich aus den Erzählungen meiner Oma und meiner Mutter kenne, ohne moralisch erhobenen Zeigefinger einfach ein Stück Erinnerung und Paul Maar ermöglicht es uns, diese Zeit auch unseren Kindern vorzustellen.

Besonders gut gefallen hat mir die Schilderung der starken Frauen, allen voran Oma Mariechen, die liebevoll mit all ihren Schwächen geschildert wird. Durch diese Vorbilder gelingt es auch Johanna, selbstbewusst ihren Platz in dieser neuen Nachkriegsgesellschaft zu finden. Sehr realistisch und einfühlsam lebt man mit Johanna mit, doch trotz der überwiegend positiven Stimmung werden die Konflikte zwischen den Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsgeneration nicht verschwiegen.

Der Sprecher Andreas Fröhlich schafft es wunderbar, mit einer leichten Modulation, die nie übertrieben oder gekünstelt wirkt, der Frauenwelt Leben einzuhauchen.

Das plötzliche, etwas abrupte Ende – evtl. durch die autorisierte Lesefassung entstanden ? - lässt offen, ob sich Johannas Träume erfüllen. Zwei zentrale Fragen über Johannas Zukunft sind nicht beantwortet. Gerade für die Zielgruppe der Jugendlichen zwischen 10 und 12 Jahren wird dieses Ende schwer nachvollziehbar sein, nachdem der Hörer so lange Johannas Leben begleitet hat.

(Steffi im Mai 2007)

_________________
Gruss von Steffi

:lesen:
John Banville: Eclipse


Do 10. Apr 2008, 09:32
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