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 Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen - Rezi von Peka 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:49
Beiträge: 2451
Beitrag Dürrenmatt, Friedrich: Das Versprechen - Rezi von Peka
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Kategorie: gekürzte Lesung
Genre: Klassiker/Krimi
SprecherInnen: Hans Korte
Regie: Ingo Colbow
Medium: 4 CDs
Laufzeit: ca. 257 Minuten
Verlag: Diogenes
Preis: 24,90 €
ISBN: 3-257-80027-4
Bewertung: ****
(* schlecht / ** ganz gut / *** gut / **** spitze)

Inhalt:

Der ehemalige Polizeichef Dr. H. erzählt seinem Gast (dem Erzähler dieser Geschichte und namentlich nicht genannten Autor) von einem alten Fall nachdem sie auf einer heruntergekommenen Tankstelle einen seltsamen alten Kauz als Tankwart erlebt haben.

Der Fall beginnt folgendermaßen: Ein Hausierer Namens von Gunten ruft die Polizei an, will aber nur mit dem Polizeileutnant Dr. Matthäi sprechen. Der Grund: Er hat das Schulmädchen Gritli Moser tot im Wald in der Nähe des Ortes Mägendorf gefunden.

Die Dorfbevölkerung hält natürlich den Hausierer für den Täter und Kommissär Matthäi wird von der Mutter des toten Mädchens gefragt, wer den der Mörder sei - Matthäi gibt ihr "Das Versprechen" seines Lebens, er werde den Mörder finden...

Meine Meinung:

Es ist ein Mord geschehen oder mit anderen Worten "Es geschah am helllichten Tag" - der vielen bekannte Film mit Heinz Rühmann in der Rolle des Matthäi bildet nämlich die Grundlage für das vorliegende Hörbuch.

Dürrenmatt sollte das Drehbuch für eine Filmerzählung mit dem Thema "Sexualverbrechen an Kindern" liefern. Der Autor tat das und nahm sich den Stoff dann später nochmals vor, heraus kam ein bemerkenswerter Kriminalroman - ein Teil des Bemerkenswerten ist wohl das völlig andere Ende des Romans im Vergleich zum Film.

Schon in der "Aufwärmphase" des Hörwerkes lässt der Autor den ehemaligen Polizeichef Dr. H. sinngemäß sagen: Kriminalromane taugen nichts, weil die Verbrecher immer geschnappt werden. Das hat aber mit der Wirklichkeit nichts zu tun, denn da gibt es zu viele Faktoren die dieses verhindern können - und es gibt eben auch den "Zufall" der die Aufklärung eines Verbrechens verhindere. Friedrich Dürrenmatt versteht es nun dieser Aussage mit einem immer spannender werdenden Kriminalroman "Beweiskraft" zu verleihen.

Weitergehende Inhaltsangaben möchte ich hier nicht geben, der interessierte "Vorschauer" wird in den weiten des Indernetzes genug Interpretationshilfen finden. Der Hörer kann dies aber auch getrost bleiben lassen, das von Hans Korte präzise vorgetragene Hörwerk bedarf keinerlei Beiwerks, es spricht im wahrsten Sinne des Worts für sich selbst. Ich meine, ein starkes Stück Hör-Literatur.
(Peka, November 2006)


Do 3. Apr 2008, 12:49
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