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 Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus 
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Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34
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Beitrag Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Hallo zusammen,

ich fand es immer schön, wenn jemand hier im Forum ein Lese-Projekt startet. Für mich selbst hätte ich mir das zwar auch gewünscht. Dass ich aber tatsächlich mal eines starte, hätte ich nicht gedacht. Nun hat mich jedoch ein Thema ganz unerwartet stärker interessiert, als gedacht: Die Zeit des Nationalsozialismus. Eigentlich dachte ich, schon genug in groben Zügen zu wissen, als dass mich das Thema nun so umfassend interessieren könnte. Falsch gedacht.

In diesem Thread möchte ich meine Leseerfahrungen zu diesem Thema festhalten und eine Liste führen, in der ich Bücher notiere, die ich innerhalb dieses Projekts im Laufe der Zeit lesen möchte (oder als Hörbuch hören). Verfilmungen solcher Bücher werden hier auch sicher ab und an Erwähnung finden.

Der erste kleine Funke für das aufflackernde Interesse für dieses Thema in der Literatur war der dänische Roman "Ausnahme" von Christian Jungersen, den ich kürzlich gelesen habe. Er handelt von Mobbing. Aber auch von Genoziden, Ursachen dafür, pychologische und soziologische Hintergründe. Das Dritte Reich wurde als Beispiel auch häufig angeführt. Hier der Link zu meiner :arrow: Rezension.

So richtig entflammt hat mich für dieses Thema jedoch Marcel Reich-Ranicki, dessen Autobiografie ich zur Zeit lese. Seine Erlebnisse im Warschauer Getto, aber auch seine Anmerkungen zu Autoren, die während des NS-Regimes verboten waren, Exilliteratur und spätere Literatur aus der DDR über das Thema.

Ich bin selbst gespannt, wie sich mein kleines Projekt entwickeln wird und werde hier ausführlich berichten. Auch hoffe ich auf Austausch mit anderen über Bücher zu diesem Thema. Wer Empfehlungen hat, oder sich austauschen möchte, kann das gern innerhalb dieses Thread machen.

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Ich lese gerade: :lesen:
Erskine Childers - Das Rätsel der Sandbank (TB)
Georgette Heyer - Schritte im Dunkeln (ebook)
Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Mary Shelley - Frankenstein oder Der moderne Prometheus (Hörspiel)

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Mo 14. Mär 2011, 12:09
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Registriert: Di 18. Jan 2011, 17:49
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Wohnort: Niedersachsen
Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Das wirklich ein interessanten Thema, liebe Petra.

Ich glaube ich habe hier schon einmal erwähnt, dass ich Romane aus dieser Zeit bisher nicht so gerne gelesen habe, sondern mir eher Dokumentationen darüber anschaue.
Drei Bücher fallen mir da auf Anhieb ein, die es wert wären, gelesen zu werden:

Nackt unter Wölfen von Bruno Apitz :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Nackt_unter_W%C3%B6lfen

Stefan Jerzy Zweig - Der Junge, um den es in diesem Buch geht :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Jerzy_Zweig

Jakob der Lügner von Jurek Becker :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_der_L%C3%BCgner

Verfilmungen :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_der_ ... %281974%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_der_ ... %281999%29

Schindlers Liste von Thomas Keneally :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Schindlers ... 28Roman%29

Verfilmung :arrow: http://de.wikipedia.org/wiki/Schindlers_Liste

Ich kenne alle drei nur als Filme, die mich sehr beeindruckt haben. Schindlers Liste habe ich nach der Wende im Kino gesehen. Ich kann Dir sagen, ich bin in meinem Sitz immer kleiner geworden.

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Lesende Grüße, Anne


Mo 14. Mär 2011, 12:24
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Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34
Beiträge: 11810
Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Hallo zusammen,

hier werde ich meine Liste zu meinem Projekt pflegen.

Biografien / Autobiografien / Aufzeichnungen / Tagebücher / Erfahrungsberichte / Sachbücher: (gelesen/gehört = blau)

- Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben
- Philipp Manes: Als obs ein Leben wär. Tatsachenbericht Theresienstadt 1942-1944
- Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel
- Anne Frank: Tagebuch
- Anita Kugler: Scherwitz: Der jüdische SS-Offizier
- Manfred Kuhnke: Falladas letzter Roman: Die wahre Geschichte
- Zacharias Zweig: Tränen allein genügen nicht
- Teofila Reich-Ranicki, Hanna Krall: Es war der letzte Augenblick: Bilder aus dem Warschauer Getto gezeichnet von Teofila Reich-Ranicki mit einem Text von Hanna Krall: Leben im Warschauer Getto
- Martin Doerry: Nirgendwo und überall zu Haus. Gespräche mit Überlebenden des Holocaust (Hörbuch)
- Ian Kershaw: Das Ende Kampf bis in den Untergang NS-Deutschland 1944/45 (Hörbuch, Feature über die Frage, warum Nazi-Deutschland bis zum Ende funktionieren konnte)
- Uwe Timm: Am Beispiel meines Bruders

Romane / Erzählungen:

- Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen
- Heinz Rein: Finale Berlin
- Andrzej Szczypiorski: Die schöne Frau Seidenman
- Anna Seghers: Das siebte Kreuz
- Anna Seghers: Ausflug der toten Mädchen (Hörbuch - ungekürzte Lesung)
- Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein
- Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen
- Jurek Becker: Jakob der Lügner
- Norman Mailer: Das Schloss im Wald
- Louis Begley: Lügen in Zeiten des Krieges
- Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Lódz
- Jerzy Kosinski: Der bemalte Vogel
- Erich Hackl: Abschied von Sidonie
- Friedrich Torberg: Mein ist die Rache
- Irène Némirovsky: Suite française
- Chris Kraus: Das kalte Blut

Filme:

- Shoah (Doku mit Interview mit Tätern und Opfern, Bildern der Vernichtungslager, etc.)
- Speer und er (dreiteilige Doku)
- Der Bunker
- Mein Leben (Marcel Reich-Ranicki)
- Das siebte Kreuz
- Schindlers Liste
- Comedian Harmonists
- Rosenstraße

Bereits früher gelesen (und für wichtig befunden):

- Fred Uhlman: Der wiedergefundene Freund
(Novelle, die auf einer wahren Begebenheit beruht. :arrow: Rezension)
- Martin Doerry: Mein verwundetes Herz. Das Leben der Lilli Jahn 1900-1944
(Briefe / Hörbuch :arrow: Rezension)
- Wolfgang Borchert: Dann gibt es nur eins: sag Nein! (Prosatexte und Lyrik / Hörbuch, :arrow: Rezension)
- Jochanan Shelliem: "Weinen sie nicht, die gehen nur baden"
(Hör-Feature. O-Ton-Aufnahmen aus den Ausschwitz-Prozessen. :arrow: Rezension)

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Mo 14. Mär 2011, 12:35
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Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34
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Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Hallo Didonia,

schön, dass Dich mein Lese-Projekt interessiert. Mir ging es bislang ähnlich, dass mich am meisten Dokumentationen zu dem Thema am meisten interessiert haben.

Umso erstaunter und überraschter bin ich, dass Marcel Reich-Ranicki mich durch seine Schilderungen auf mehr Literatur über und aus dieser Zeit gemacht hat. Ich stelle bei MRR fest, dass ein Buch über diese Zeit andere Einblicke gibt, als Dokumentationen. Subjektive Eindrücke, Gefühle, individuelle Schicksale. Ich bin sehr froh, dass MRR mich für das Thema auch im Bereich der Literatur (neu) geöffnet hat. Es gibt - auch darüber gibt MRR sehr schön Aufschluss - sehr lesenswerte Autoren, die sich mit dem Thema befasst haben.

Du hast hier tolle Ergänzungen genannt. Ich werde sie im Hinterkopf behalten und eventuell in meine Liste einfügen. Danke für die tollen Nennungen, vor allem "Jakob der Lügner" (der auch von MRR erwähnt wurde), aber auch "Nackt unter Wölfen". Der Film "Schindlers Liste" ergänzt diesen Thread auch sehr schön. Danke fürs hier beteiligen.

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Mo 14. Mär 2011, 12:50
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Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Hallo liebe Petra,

ein sehr schönes Leseprojekt.
Ich habe mich auch schon viel mit diesem Thema auseinander gesetzt und mache es auch hin und wieder gern.

Dazu fällt mir gerade der Film Der Vorleser ein denn ich bereits gesehen hatte.
Auch einige Feature habe ich dazu gehört.
Z.Bsp: Weinen sie nicht, die gehen nur baden hier berichten Zeitzeugen
und Hörbilder aus KZ Gedenkstätten
Und dann gab es doch das Buch um das es grossen Wirbel gab: Die Wohlgesinnten.

Ich habe mich schon lange damit auseinander gesetzt und meine Oma dazu befragt und auch andere die diese Zeit durchgemacht haben.
Richtig geweckt wurde mein Interesse als wir uns in einem Urlaub mal die KZ Gedenkstätte Dachau angesehen haben. Das hat Rolf und mich so tief beeindruckt und bewegt.


Mo 14. Mär 2011, 13:21
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Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Liebe Britti,

ich falle auch immer mal wieder auf das Thema zurück. Aber so intensiv hat es mich noch nicht gepackt, wie jetzt gerade durch meine Leseeindrücke von MRRs Leben. Schön, dass ich nicht allein stehe mit meinem Interesse für diese Zeit, die so viel Unfassbares birgt, das man doch irgendwie verstehen will. Zumal es in unserem Land passiert ist, vor gar nicht langer Zeit. Wie Du schon sagst: Unsere Großeltern haben es noch voll miterlebt. Mein Vater als kleiner Junge auch. Meinen Großeltern war nicht viel zu entlocken. Mein Opa väterlicherseits ist in Kriegsgefangenschaft am Ural gestorben. Seine Frau, meine Oma, hat kein Wort über den Krieg verloren. Aber ich ahne heute, warum sie solch ein verbitterter Mensch war. Der Krieg hat ihr das Liebste genommen und sie aus ihrer Heimat vertrieben. Meinen Opa mütterlicherseits hat es nahezu die Sprache verschlagen. Er konnte kaum sprechen über das Thema. Er war 4 Jahre auf Java. Während des Krieges war er bei der Marine und sie haben ein Schiff der Engländer abgeschossen. Im Wasser schwammen Ertrinkende, die "help, help" riefen. Doch er durfte nicht helfen. Das waren Bilder, so sagte er uns immer, die gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf. Das war wohl um Weihnachten herum. Weihnachten hatte deshalb für ihn keine Bedeutung mehr. Meine Oma mütterlicherseits hat den Krieg wiederum anders erlebt. Aber das war ein ganz anderes Thema.

Jedenfalls hat diese deutsche Geschichte mit unser aller Familien zu tun. Und ich bin froh, dass mein Interesse immer mal wieder (und jetzt gerade besonders) entfacht wird, mich mit dieser Thematik auseinander zu setzen.

Es würde mich auch sehr interessieren: Eine KZ-Gedenkstätte aufzusuchen. Meine Eltern haben es mal gemacht - auf einer Kegeltour. Ich weiß noch, dass meine Eltern ganz arg mitgenommen waren. Aber genau solch eine Konfrontation finde ich auch gut, wenn es auch ganz gewiss ganz stark an die Nieren geht. Dass Rolf & Du in Dachau Halt gemacht habt, ist mutig - und gut, finde ich. Ganz gewiss bleibende Eindrücke, die solch ein Besuch mit sich bringt.

Leise fallen mir auch Bilder ein, die mit dem Projektor an die Wand geworfen wurden, als wir in der Schule waren. Erinnerst Du Dich? Ich weiß noch von einem Bild, auf dem Menschen - tot und ausgemergelt - auf einem Haufen lagen. Und dass man deren Haare weiterverwertet hat. Alles so unvorstellbar schrecklich.

Deine ergänzenden Buch- und Hörbuch-Nennungen sind gute Ergänzungen für den Thread! Danke dafür.

"Der Vorleser" hatte ich gelesen, es hat aber nicht genug Eindruck bei mir hinterlassen, als dass ich es in meine Liste aufnehmen möchte. Aber vielleicht, wenn ich demnächst mal den Film gesehen habe. Der soll ja eindrucksvoll sein.

"Die Wohlgesinnten" - oh ja, die gehören hier auch genannt!

Und das Tondokument "Weinen sie nicht, die gehen nur baden" fiel mir auch noch im Nachhinein ein. Ich habe es auch gehört ( :arrow: Rezension). Stimmt, das war auch sehr eindrucksvoll! Das möchte ich auch in meine Liste aufnehmen - ich werde es gleich ergänzen.

Ich sehe schon, der Thread füllt sich mit vielen sehr interessanten Büchern zu dem Thema. Es freut mich.

Mir fällt auch noch Literatur ein, die eventuell auf meine Liste gelangen wird. Victor Klemperer mit seinen Tagebüchern "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" und das Tagebuch der Anne Frank.

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Ich lese gerade: :lesen:
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Mary Shelley - Frankenstein oder Der moderne Prometheus (Hörspiel)

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Mo 14. Mär 2011, 15:47
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Beiträge: 12206
Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Hallo Petra,

es ist ein schönes Gefühl, wenn man das richtige Leseprojekt für sich gefunden hat. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Ich finde das Projekt und die Auswahl deiner Bücher sehr schön. Das wird ein intensives und lohnendes Leseprojekt und ich bin auf deine Eindrücke gespannt und Danke dass du uns daran teilhaben lässt. Dieses Leseprojekt ist eine Bereicherung im Forum.

Eine Epoche in der Menschen und Bücher brannten! Deswegen möchte ich auf den Jahrestag der Bücherverbrennung (10. Mai 1933) aufmerksam machen. Ich weiß nicht ob die P.E.N. Vereinigung jedes Jahr diesen Jahrestag begeht, im letzten Jahr zum 77. wurde mit Lesungen daran erinnert. Ich verlinke hier mal einen älteren Thread, dann ist alles beisammen:

http://www.buecher4um.de/Foren/viewtopi ... erbrennung

soviele Autoren mußten ins Exil flüchten! Wieviele doch umkamen! Um zwei zu nennen: Gertrud Kolmar und Irene Nemirovsky !

Über Gertrud Kolmar gibt es eine Biographie von Dieter Kühn:
http://www.amazon.de/gp/product/3596181 ... d_i=301128

die ich noch nicht kenne. Ich habe die Biographie über Gertrud Kolmar von Johanna Woltmann gelesen.

Im SUB habe ich noch Bücher wie:

-Andrzej Szczypiorski: Die schöne Frau Seidenman
-Anna Seghers: Das siebte Kreuz
-Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein
-Jurek Becker: Jakob der Lügner
-Horvath: Jugend ohne Gott

Gruß,
Maria

_________________
Schöne Grüße
Maria




Ich lese gerade:



Ich höre gerade:


In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


Mo 14. Mär 2011, 17:30
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Beiträge: 1468
Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Mir fällt noch etwas ein was ich gerade auf meinem Player habe:

Ernst Toller - Eine Jugend in Deutschland

Ich würde auch gern mal eine Biografie über Staufenberg lesen.
Auch die Geschwister Scholl sind in dem Zuge interessant.

Oh ja, ich denke der Thread wird sich schnell mit interessanten Dingen füllen.

Wir wollen demnächst auch mal zur Gedenkstätte Bergen Belsen. Das sind nur 150 Km von hier.
Man hat ja schon so viel darüber gelesen, gehört und gesehen aber ich finde es übertrifft sich immer wieder in der Scheusslichkeit und Abgründigkeit der Verbrecher dieser Zeit.
Da fällt mir noch ein das wir auch mal im Kehlsteinhaus und den dazu gehörenden Bunkeranlagen waren. Leider sind das ja auch immer Versammlungspunkte von Rechtsradikalen :shock:


Mo 14. Mär 2011, 18:50
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:49
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Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
...
Ich möchte als Tipp noch ein Buch hinzufügen, das mich in diesem Rahmen stark berührt hatte, allerdings mit dem Blickwinkel WELT:
Piercy: Menschen im Krieg (meine Rezi)

Es ist nicht gar so bekannt, aber auch der AufbauVerlag bringt dazu eine treffende Zusammenfassung.

_________________
Winke Binchen
____________________________________________________
Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)


Mo 14. Mär 2011, 19:13
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Beitrag Re: Ein Lese-Projekt: Nationalsozialismus
Hallo Maria, Britti und Binchen,
Hallo zusammen,

Maria, Du hast sehr recht. Es ist wirklich ein schönes Gefühl, wenn man ein geeignetes Lese-Projekt für sich gefunden hat. Ich hatte wirklich gar nicht damit gerechnet, mal eines aufzunehmen. Umso mehr erfüllt mich nun dieses freudige Gefühl!

Ich werde für meine Lese-Projekt-Bücher eine eigene Ecke im Bücherregal einräumen. So habe ich dann auch im Regal alles auf einen Blick.

Ich danke Dir, Maria, für den Zuspruch, dass der Thread eine Bereicherung für das Forum ist. Das freut mich sehr - und, für meinen Teil empfinde ich es genauso. Nur schön, damit nicht allein zu stehen.

Wie ich sehe, haben wir zu diesem Thema noch ein paar identische Titel im Regal. Das freut mich. "Jakob der Lügner" ist auf jeden Fall durch Didonias und Deine Erwähnung ins engere Interessenfeld gerückt. Und Horvaths "Jugend ohne Gott" schaue ich mir noch genauer an. Sagt mir jetzt gerade nichts. Aber wenn Du es auf Deinem SUB hast, sicher einen Blick wert!

Sehr treffend finde ich Deinen Satz: "Eine Epoche in der Menschen und Bücher brannten!" Wie wahr - und wie erschreckend!

Der Link zum Thread bezüglich des Jahrestages der Bücherverbrennung ist ebenfalls eine Bereicherung für den Thread. Danke fürs benennen und raussuchen.
Würde mich auch interessieren, ob der Jahrestag jedes Jahr so aktiv begangen wird. Ich finde das eine schöne Geste gegen das Vergessen.

Über Gertrud Kolmar informiere ich mich noch genauer. Auch hier Danke für den Tipp! Eine Biographie von Dieter Kühn klingt vielversprechend.

Ja, so viele Autoren mussten ins Exil, oder starben. Gerade bin ich in MRRs Autobiografie an einer Stelle, wo er Nelly Sachs in Stockholm besucht, wo sie immer noch in derselben Wohnung lebte, die man ihr nach ihrer Flucht dort zugeteilt hatte. Dabei ist es schon 2 Jahrzehnte her. Und sie leidet zu dem Zeitpunkt an einer massiven psychischen Störung. Wie es scheint, ein Verfolgungswahn oder Realitätsverlust. Die Bedrohung durch die Nazis spielt darin eine große Rolle. Welchen Schrecken müssen die Nazis über die Menschen gebracht haben! Ich glaube, trotz aller Fakten, kann man sich niemals genug hineinfühlen.

Ich denke mit einem Besuch in einer KZ-Gedenkstätte, kommt man dem schon einen Schritt näher. Dass Ihr eine zweite Stätte aufsuchen wollt, finde ich gut. Berichte bitte, Britti, wenn Ihr das mal gemacht habt. Ich glaube, meine Eltern waren damals in Bergen Belsen schauen. Ich bin mir aber nicht mehr sicher und kann ja leider nicht mehr fragen.

Du hast auch noch zwei sehr interessante Ergänzungen hier gemacht, Britti: Stauffenberg und die Geschwister Scholl wären eine sehr gute Ergänzung, wo sie für den Widerstand stehen und somit wiederum eine Facette in meinem Projekt abdecken würden. Danke Dir für die Nennung! Von Stauffenberg habe ich noch ein Hörbuch auf meinem iPod. Das wandert in meiner Prioritätenliste nun auch wieder ein Stück höher. Das Interesse ist nie versiegt, sonst hätte ich es mir nicht auch auf meinen neuen (also neueren) iPod gepackt. Aber irgendwie war nie der richtige Hörzeitpunkt dafür. Doch der wird bald kommen, da bin ich sehr zuversichtlich.

Binchen, "Menschen im Krieg" hatte ich auch im Hinterkopf, da es bei mir auch noch subt. Ich werde es näher betrachten. Obwohl ich mir nicht sicher bin, ob ich es in mein Projekt mit aufnehme. Aber Interesse es zu lesen habe ich, ganz unabhängig davon ob fürs Projekt oder einfach so. Der Blickwinkel könnte interessant sein, den Du benennst.

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