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 Charles Dickens 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
Beiträge: 12863
Beitrag Re: Charles Dickens
Seit Dezember 2014 gibt es bei Amazon "Charles Dickens' Leben" von John Forster gratis aus der Gutenberg-Edition.

http://www.amazon.de/Charles-Dickens-Le ... ns+forster

unverzichtbar für Dickens Interessierte.

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Schöne Grüße
Maria


In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


Sa 27. Dez 2014, 15:55
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Registriert: Do 27. Mär 2008, 13:34
Beiträge: 12310
Beitrag Re: Charles Dickens
Danke Maria, habe ich mir gerade runtergeladen! :-)

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Ich lese gerade: :lesen:
Milena Michiko Flašar: Herr Katō spielt Familie (HC)
Thomas Mann - Der Zauberberg (HC und ebook)

Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Deborah Levy - Heiße Milch (Ungekürzte Lesung)

Buecher4um
Hoerbuecher4um
Seifen4um
Petras SeifenKUNST


Sa 27. Dez 2014, 23:36
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
Beiträge: 12863
Beitrag Re: Charles Dickens
Eine Geschichte zweier Städte, in der Übersetzung von Richard Zoozmann, das ich derzeit lese, beginnt mit dem berühmten Absatz:


Es war die beste Zeit, es war die schlechteste Zeit. Es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit, es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens; es waren die Tage des Lichts, es waren die Tage der Finsternis; es war der Lenz der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung. Wir hatten alles zu erwarten, wir hatten nichts zu erwarten. Wir gingen alle schnurstracks dem Himmel zu, wir gingen alle schnurstracks den anderen Weg - kurz, die Zeit war insofern der gegenwärtigen gleich, als einige ihrer lärmendsten Kenner behaupteten, es könnte von ihr im Guten wie im Bösen nur in Superlativen gesprochen werden.

Da kann man nur staunen darüber, wie das auch auf unsere heutige Gegenwart zutrifft!

In der Geschichte geht es um den französischen Arzt Alexandre Manette, der unschuldig 18 Jahre lang in der Bastille eingekerkert war. Seine Tochter Lucie findet ihn, nach all den Jahren, mit Hilfe eines Angestellten der Bank ihrer Eltern und der ihr als Kind das Leben rettete.

Die Verwicklungen beginnen, als Lucie den Sprachlehrer Charles Darney kennenlernt und heiratet, nicht wissend, dass es der Neffe des Marquis von Evremonde ist, der ein Verbrechen verübte, wegen dem ihr Vater 18 Jahre unschuldig im Gefängnis dahin vegetierte und als gebrochener Mann heraus kam.

Ein wirklich guter Dickens!
Nebenbei erfährt man auch einiges über das Bankwesen (ähnlich wie in Bleak House über das Gerichtswesen).

Über einen Angestellten des Tellsons Kontor heißt es...

Immer rostig. Seine Finger sind immer rostig.“ brummte der Junge Jerry vor sich hin. „ Wo kriegt mein Vater all den Rost her? Hier kriegt er doch keinen Rost an die Finger?“

Über diese subtile Anspielung kann man spekulieren.


@ Steffi
Hast du Lust ein paar Eindrücke zu schreiben, da du ebenfalls das Buch gerade liest?
Vielleicht eine kleine Leserunde hier im Thhread?

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Schöne Grüße
Maria


In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)


Di 19. Dez 2017, 11:44
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Registriert: Mi 2. Apr 2008, 12:56
Beiträge: 4151
Beitrag Re: Charles Dickens
Ich bin mit A tale of two cities nun ca. bei einem Drittel angekommen. Insgesamt fällt mir auf, dass es ein etwas reiferer Dickens ist, er lässt sich Zeit mit den Charakteren und auch die Geschichte entwickelt sich nur langsam. Natürlich kommt das Motiv der Doppelungen öfters vor: die zwei Städte, die Ähnlichkeit zwischen Darnay und Carton, oft auch Wiederholungen im Text. Man merkt auch, dass es sich um ein ernsthaftes Thema, die französische Revolution, handelt, es gibt wenig Übertreibungen und Sarkasmus.

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Gruss von Steffi

:lesen:
Salman Rushdie - Mitternachtskinder


Sa 30. Dez 2017, 15:57
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
Beiträge: 12863
Beitrag Re: Charles Dickens
steffi hat geschrieben:
Ich bin mit A tale of two cities nun ca. bei einem Drittel angekommen. Insgesamt fällt mir auf, dass es ein etwas reiferer Dickens ist, er lässt sich Zeit mit den Charakteren und auch die Geschichte entwickelt sich nur langsam. Natürlich kommt das Motiv der Doppelungen öfters vor: die zwei Städte, die Ähnlichkeit zwischen Darnay und Carton, oft auch Wiederholungen im Text. Man merkt auch, dass es sich um ein ernsthaftes Thema, die französische Revolution, handelt, es gibt wenig Übertreibungen und Sarkasmus.



Ja, ich finde auch, dass dieser Roman zu seinen unsentimentalen Werken gehört. Sein Entstehen fällt in die Zeit von Dickens Scheidung von seiner Frau. Das Motiv der Doppelung zieht sich bisher wirklich auffallend durchs Buch, auch in der Sprache, (hast du auch erwähnt), so lässt er Miss Proll Nebensätze doppelt sagen. Auch die Straßen werfen Echos zurück. Ein sehr gut durchdachtes Werk. Gefällt mir !


In der Gutenberg Ausgabe gibt es übrigens ein Vorwort, mit interessanten Gedanken zur Revolution, wie der Drang nach Gleichheit, wiederum die Gier weckt...

Dadurch, daß das Ganze durch die Bande der Liebe nach England hinüberspielt, erhalten wir zugleich ein eindrucksvolles Spiegelbild der französischen Revolution im englischen Geistes- und Kulturleben. - P. Th. H. [Paul Th. Hoffmann]
http://gutenberg.spiegel.de/buch/eine-g ... ten-7744/2

Ich bin ebenfalls im 1. Drittel des Buches.

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Maria


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Mo 8. Jan 2018, 16:53
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 11:07
Beiträge: 12863
Beitrag Re: Charles Dickens
Zitat:
@ JMaria: überrascht hat mich Dickens auch, es ist mehr ein historischer Roman als der übliche Dickens.

Und damit komme ich zu meinem Dickens-Fazit, denn A tale of two cities habe ich gestern beendet. Ich muss sagen, ich habe zum Schluss das Lesetempo etwas angezogen, denn ich wollte fertigwerden, weil mir auch leider der Roman nicht so gut gefallen hat wie die anderen Dickens-Romane, die ich kenne. Zum einen empfand ich die Personen, außer Mme Defarge und Sydney Carton doch sehr einseitig und etwas blass. Es gibt mir zuviel Symbolik zb die Doppelungen, Wein und Blut, Vergebung durch Opfer. Zum Schluß nahm die Geschichte dann nochmal richtig Fahrt auf, was mich ein bißchen versöhnt hat.



Die Doppeldeutigkeit springt ins Auge. Ich werde dein Fazit im Sinn behalten beim Weiterlesen.

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Di 16. Jan 2018, 15:59
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