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Ghosh, Amitav

Der Glaspalast:

 

Inhalt: 

Birma 1885. Der zwölfjährige Rajkumar, ein indischer Waisenjunge, arbeitet in Mandalay in einer Garküche, als die Engländer einmarschieren. Mit einem Strom von Plünderern wird er in den mächtigen Glaspalast gespült. Wie im Traum wandert er durch die mit Kostbarkeiten angefüllten Räume, bis er schließlich auf Dolly trifft, ein Mädchen aus dem Gefolge der Königin, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.

Dolly und Rajkumar begegnen sich wieder in Ratnagiri, dem indischen Exil der birmesischen Königsfamilie, und eine verschlungene Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang. Mit Dollys und Rajkumars Söhnen geht Ghoshs weit verzweigte Familiensaga in die nächste Generation und wird im beginnenden 20. Jahrhundert immer stärker geprägt durch die brisante politische Entwicklung des indischen Subkontinents. In der Inderin Uma, Dollys charismatischer Freundin, die ihr Leben dem indischen Unabhängigkeitskampf verschreibt, und ihrem Neffen Arjun, einem Offiziersanwärter bei der britischen Armee, dem die Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges die Augen über seine Kolonialherren öffnen, spiegeln sich die großen Konflikte ihres Landes.

Nich alle von Ghoshs Figuren werden den Zweiten Weltkrieg überleben, doch einige begleiten den Leser bis in die heutige Zeit. So auch Dinu, Rajkumars Sohn, der ein Fotoatelier mit dem anspielungsreichen Namen „Glaspalast" betreibt. 1996 bekommt er Besuch von seiner Nichte Jaya, und sie erzählt ihm, was aus Rajkumar und Dolly, aus Uma und Arjun geworden ist...

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Info: ca. 600 Seiten, Blessing Verlag, 49,90 DM