Im April habe ich mir und meinen Büchern während meines zweiwöchigen Osterurlaubs eine Lesepause gegönnt. Vor dem Urlaub las ich noch den 4. Teil „Mörderische Schärennächte“ von Viveca Stens Krimireihe mit dem sympathischen Kommissar Thomas Andreasson. Auch dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen, ich mag die Leichtigkeit der Bücher und die sympathischen und vielschichtigen Charaktere. Leichtigkeit in Schwedenkrimis ist ja leider eine Seltenheit.
Nach dem Osterurlaub habe ich zu „Warte auf mich“ des Autorenduos Philipp Anderson und Miriam Bach gegriffen. Mir war mal nach etwas Leichterem und eine Dreiecksgeschichte hörte sich nicht schlecht an. Ich mag Dreiecksgeschichten als Sujet in Büchern ganz gern, aber sie müssen gut gemacht sein. Was man von dem Buch hier allerdings nicht sagen kann: Um es mal ganz krass zu sagen: Falls mal jemand eine geballte Ladung konstruierten, unglaubwürdigen und zuckersüßen Herz-Schmerz-Kitsch braucht, würde ich dieses Buch sofort empfehlen. Eine Dreiecksgeschichte war das ganz sicher nicht, denn die dritte Person im Bunde, nämlich die betrogene Ehefrau, hatte noch nicht mal einen Namen geschweige denn eine eigene Stimme und tauchte nur sehr sporadisch in Nebensätzen auf. Stattdessen gab es seitenweises Liebesgesülze eines Mittfünfzigers mit Midlife-Crisis und einer spätpubertierenden Enddreißigerin. Fertiggelesen hab ich es nur, weil ich es so herrlich hirnrissig fand, naja zugegeben: Ich hab Teile auch quergelesen.
Nach diesem Buch brauchte ich dann unbedingt Kontrastprogramm. Angelesen habe ich T. C. Boyles „San Miguel“, da habe ich aber recht schnell gemerkt, dass das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für das Buch ist und habe es erstmal wieder weggelegt. Das kommt später dran.
Angestachelt von Marias großem Lob habe ich heute mit „Transatlantik“ von Colum McCann begonnen, das Buch lag sowieso schon ganz oben auf meinem SUB, und das war die richtige Entscheidung. Was für eine schöne Sprache, da stören mich noch nicht mal detaillierte Beschreibungen von Flugzeugen. Ich freue mich schon darauf, in dem Buch auf der Heimfahrt weiterlesen zu dürfen.
@Steffi
Bei dir verfolge ich ganz interessiert deine Eindrücke zu „Ein plötzlicher Todesfall“. Ich hatte das Buch ja damals abgebrochen, mir war das alles „too much“.

