Martin Walser

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Re: Martin Walser

Beitragvon JMaria » So 12. Jun 2011, 14:47

Petra hat geschrieben:Hallo Maria,

ich finde es nicht uninteressant, und es hat in mir den Gedanken ausgelöst, doch mal von Martin Walser was zu lesen. Aber ob nun zuerst dieses Buch oder ein anderes, weiß ich nicht. Das wird sich irgendwann ergeben. Wenn aber über "Muttersohn" hier im Forum mal berichtet wird, könnte es durchaus in die engere Auswahl kommen.

Willst Du es lesen?


Hallo Petra,

irgendwann schon. Ich weiß nur noch nicht ob ich es mir kaufe oder auf meine Bücherei zurückgreife.

Die Geschichte (Leseprobe) beginnt in einem Sanatorium, worin Prof. Feinlein der Chef ist (aus der Novelle "Mein Jenseits"), die Hauptrolle jedoch ein Pfleger (?) namens Percy Anton Schlugen ist, der keinen Vater (!) hat, am Weihnachtstag vom Pfarrer gerettet wird (Unfall) .... Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass dieser Percy eine Hauptrolle spielt. Aber im Grunde, weiß ich das natürlich nicht sicher.

das sind bereits viele religiöse Anspielungen, zumal Prof. Feinlein auch noch Reliquiensammler ist, wie man aus "Mein Jenseits" weiß.

Sanatoriumsromane mag ich. Ist auch ein positives Reizwort für mich. Auch mag ich Alterswerke gerne, um zu sehen, was dem Schriftsteller wichtig ist im Alter und auch die Entwicklung seines Werkes zu verfolgen, finde ich wichtig.

Doch wie gesagt, bin ich unschlüssig, da mir nicht jeder Roman von Martin Walser zusagt.

Mal sehen.


Edit:
bei dem Namen Percy muß ich immer an den geisteskranken Hund in Königliche Hoheit denken ;-)


Liebe Grüße
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Re: Martin Walser

Beitragvon JMaria » Di 12. Jul 2011, 14:38

Hallo zusammen,

Martin Walser gab seine Urlesung aus seinem neuen Roman "Muttersohn" in Bad Schussenried in passender Ambiente:

http://www.boersenblatt.net/449346/

es kam ihm sogar ein "Heilandssack" über die Lippen, jaja :mrgreen:

Zitat:
(...)
Auf das Sprengende, Ausufernde und eigentlich Unsagbare wollte Moderator Herles schließlich hinaus. Die Gretchenfrage, die nach Walsers eigenem Glaubensbekenntnis, lief allerdings gehörig ins Leere und das Gespräch am Ende ein wenig aus dem Ruder: „Quatsch“ sei diese Frage, „stellen Sie sich nicht dümmer als Sie sind“. Und so nahe an der eigenen Heimat, Walser lebt seit eh und je am Bodensee, rutschten dem Großschriftsteller in solchen Momenten trotz des heiligen Schauplatzes deutliche schwäbische Worte heraus: „Heilandssack“.
(...)


Gruß,
Maria
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Re: Martin Walser

Beitragvon Petra » Mo 25. Jul 2011, 11:00

Hallo zusammen,

gestern fiel mein Blick in der TV-Zeitschrift auf die Verfilmung von Martin Walsers "Ein fliehendes Pferd", und es klang doch sehr interessant. So genau habe ich mich mit dem Inhalt der Novelle bisher nicht befasst. Je mehr ich mich jedoch jetzt darüber informiert habe, umso mehr interessiert sie mich. Doch zunächst als Buch. Den Film schiebe ich schon so lange vor mir her, da ich ahnte, dass ich vielleicht doch irgendwann mal das Buch lesen wollen würde.

Wenn es an der Reihe ist, werde ich darüber hier berichten. Und vielleicht dann auch etwas später vergleichend zu dem Film. Denn auf den bin ich durchaus auch neugierig.

Kennt von Euch schon jemand das Buch? Oder den Film? Oder beides? Wie sind Eure Eindrücke?

So wird es für mich doch zunächst dieses Buch, bevor ich irgendwann "Muttersohn" lesen werde. Denn das interessiert mich nach wie vor auch.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Martin Walser

Beitragvon JMaria » Mo 25. Jul 2011, 13:39

Petra hat geschrieben:
Kennt von Euch schon jemand das Buch? Oder den Film? Oder beides? Wie sind Eure Eindrücke?

So wird es für mich doch zunächst dieses Buch, bevor ich irgendwann "Muttersohn" lesen werde. Denn das interessiert mich nach wie vor auch.


Hallo Petra,

ich kenne das Buch und es hat mir gut gefallen. Eine klare Sprache, die Handlung klar umrissen, liest sich sehr gut.

Den Film möchte ich mir irgendwann ansehen; ich kann mir Ulrich Noethen sehr gut in der Rolle des Helmut(?) vorstellen.

Ich bin mir immer noch unschlüssig ob ich mir "Muttersohn" sofort kaufen soll; der Auszug "Mein Jenseits" hat mir ja schon gut gefallen.

Im SUB habe ich auch noch "Ehen in Philippsburg", mit dem er den Hermann-Hesse-Preis gewonnen hat. Der Roman erschien 1957.
Ein Thema (Bürgertum, Wirtschaftswunder) das mich sehr interessiert.

Liebe Grüße
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Re: Martin Walser

Beitragvon Petra » Mo 25. Jul 2011, 15:42

Hallo Maria,

Danke für Deine Eindrücke zu "Ein fliehendes Pferd". Beim reinlesen hatte ich auch die Ahnung, dass er sehr klar und präzise erzählt. Das kann ich mir gut für mich vorstellen. Manchmal ist mir sehr nach solch einer klaren Sprache.

"Ehen in Philippsburg" klingt sehr interessant. Mich interessiert die Zeit, in der es spielt, auch sehr. Ein interessantes Thema. Und anscheinend (anhand der Ehen) ansprechend verarbeitet. Da bin ich an Deiner Meinung interessiert, wenn es mal an die Reihe kommt. Und ich merke es mir in jedem Fall schon mal vor, falls mich sein Stil so richtig überzeugt und ich mehr von ihm lesen möchte.

Wegen "Muttersohn" bist Du also weiter unentschlossen. Manchmal kann man sich nicht durchringen. Geht mir auch manchmal so.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Martin Walser

Beitragvon steffi » Di 26. Jul 2011, 09:40

Ich mag Martin Walser nicht so gerne - zwar gefällt mir sein Stil durchaus, aber irgendwie fesseln mich die Geschichten nicht so.
Allerdings kenne ich auch nur Ehen in Phillipsburg und Ein springender Brunnen. In beiden Romanen gab es ein paar Szenen, die mich irgendwie befremdeten.

Den Film " Ein fliehendes Pferd" mochte ich ganz gerne, zumal ich auch Ulrich Noethen und Katja Riemann gerne sehe.
Gruss von Steffi

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Re: Martin Walser

Beitragvon Petra » Di 26. Jul 2011, 11:24

Hallo Steffi,

dann bin ich mal gespannt, wie er auf mich wirken wird. Vielleicht habe ich mir mit „Ein fliehendes Pferd“ genau das richtige fürs beschnuppern ausgesucht, da es ja recht dünn ist. Gut, um einen ersten Eindruck von dem Autor zu bekommen.

Zudem mich auch die Verfilmung wirklich noch interessiert. Geht mir genauso: Ulrich Noethen und Katja Riemann sehe ich auch sehr gern.

Eigentlich hätte ich gar nicht gedacht, dass ich überhaupt je ein Interesse für Martin Walser entwickeln würde. Denn wenn man so lange um einen doch so bekannten Schriftsteller drum herum gekommen ist, bleibt es oft auch so. Aber man soll nie nie sagen, zeigt sich hier wieder. Ich bin mal gespannt, ob ich den Bogen demnächst erneut um ihn mache, oder mein Interesse an ihm geweckt wird durch diese Novelle.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Martin Walser

Beitragvon JMaria » Fr 23. Mär 2012, 19:16

Hallo zusammen,

sein Roman "Ehen in Philippsburg" vor 55 Jahren hat Martin Walser in Deutschland bekannt gemacht, morgen am 24.03.12 wird der Schriftsteller 85 Jahre alt.

3Sat widmet ihm einen Themenabend:

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/161170/index.html

SWR hat sein Archivradio mit Radiobeiträgen bestückt:
http://www.swr.de/swr2/wissen/archivrad ... index.html

anlässlich seines Geburtstages erscheint ein neuer Essay "Über Rechtfertigung. Eine Versuchung":

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1711605/

die FAZ schreibt:
Ein Lustwandler seiner Ausdruckswelt
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Re: Martin Walser

Beitragvon Turni » Sa 24. Mär 2012, 14:11

Das fliehende Pferd werde ich heute Abend mal anschauen. Das Buch kenne ich noch nicht.
Ich hatte auf der Buchmesse gehofft, ihn live zu erleben, aber es war kein rankommen. :twisted:
Ending a novel is almost like putting a child to sleep—it can't be done abruptly.

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Re: Martin Walser

Beitragvon Petra » Sa 24. Mär 2012, 15:45

Hallo zusammen,

"Ein fliehendes Pferd" habe ich letztes Jahr gelesen und dann auch als Film angeschaut. Hat mir beides gut gefallen. Das Buch bringt das Thema etwas besser rüber, aber der Film war auch schön anzuschauen. Viel Spaß!

Und Dir Danke für die Hinweise, Maria! :-)
Liebe Grüße,
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