Neuerscheinungen 2020

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Neuerscheinungen 2020

Beitragvon JMaria » Mo 30. Sep 2019, 13:09

Hier könnt ihr eure Entdeckungen der Neuerscheinungen 2020 posten.
Viel Spaß :lesen_und_nachdenken:
Schöne Grüße
Maria



Regina Dieterle: Theodor Fontane


In der Jugend ist die Hoffnung ein Regenbogen und in den grauen Jahren nur ein Nebenregenbogen des ersten. (Jean Paul F. Richter)
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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon JMaria » Mo 30. Sep 2019, 17:30

Im März 2020 erscheint, für viele, der längst ersehnte 3. Band der Tudor Trilogie von Hilary Mantel

Spiegel und Licht
https://www.amazon.de/Spiegel-Licht-Rom ... oks&sr=1-7

Satte 1200 Seiten !
Schöne Grüße
Maria



Regina Dieterle: Theodor Fontane


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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon steffi » Mo 30. Sep 2019, 20:32

JMaria hat geschrieben:Im März 2020 erscheint, für viele, der längst ersehnte 3. Band der Tudor Trilogie von Hilary Mantel

Spiegel und Licht
https://www.amazon.de/Spiegel-Licht-Rom ... oks&sr=1-7

Satte 1200 Seiten !


Das ist ja toll :nicken_freudig:
Gruss von Steffi

:lesen:
Vladimir Nabokov: Briefe an Véra

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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon Petra » So 15. Dez 2019, 00:02

Ich freue mich auf folgende Neuerscheinungen:

Richard Russo: Jenseits der Erwartungen (erscheint am 19.05.2020)

Elizabeth Strout: Die langen Abende: Roman (erscheint am 16.03.2020)

Kent Haruf: Kostbare Tage (erscheint am 27.05.2020)

Anita Brookner: Hotel du Lac (erscheint am 29.05.2020)

Sehr interessant klingen für mich zudem diese:

Rose Macaulay: Ein unerhörtes Alter (erscheint am 16.06.2020)

Delphine de Vigan: Dankbarkeiten (erscheint am 10.03.2020)

Schön, dass es weiter geht mit den Übersetzungen der Krimi-Klassiker-Reihe der Autorin; Band 1 habe ich kürzlich gelesen:

Ngaio Marsh: Ein Schuss im Theater - Inspector-Alleyn-Reihe, Band 2 (erscheint am 30.04.2020)

Auch bemerkenswert fand ich:

Mario Vargas Llosa: Harte Jahre (erscheint am 23.03.2020)

Rebecca Makkai: Die Optimisten (erscheint am 27.03.2020)

Anne Enright: Die Schauspielerin (erscheint am 23.03.2020)

Colum McCann: Apeirogon (erscheint am 21.07.2020)

A.M. Homes: Deine Mutter war ein Fisch (erscheint am 08.04.2020)
Liebe Grüße,
Petra


Ich lese gerade: :lesen:
Lucia Berlin - Welcome Home (HC)
Elizabeth Spann Craig - Myrtle Clover und die Tote am Altar (ebook)


Ich höre gerade: :kopfhoerer:
Juli Zeh - Unterleuten (ungekürzte Lesung)

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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon JMaria » Mo 6. Jan 2020, 12:18

Hallo Petra,
Hallo zusammen,

da ist einiges dabei was mir zusagen könnte, z. B. Colum McCann. :nicken_freudig:


Habt ihr gesehen, dass es eine Neuübersetzung von „Vom Wind verweht“ gibt?
und ja... das e in Winde hat man gestrichen.


https://www.amazon.de/Vom-Wind-verweht- ... ext&sr=1-1

Wer mehr über die neue Übersetzung erfahren möchte..
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 64239.html
Schöne Grüße
Maria



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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon Trixie » Mo 6. Jan 2020, 16:17

Hallo Maria,

JMaria hat geschrieben:Habt ihr gesehen, dass es eine Neuübersetzung von „Vom Wind verweht“ gibt?
und ja... das e in Winde hat man gestrichen.

Wer mehr über die neue Übersetzung erfahren möchte..
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/ ... 64239.html


Ich habe den Artikel in der FAZ gelesen, und es hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, daß Neuübersetzungen dieser Art nicht nur überflüssig, sondern nachtteilig für die Literatur, Leser und eine ganze Kultur sind. Denn literarische Werke sind nun einmal das Produkt einer bestimmten Epoche eines bestimmten Kulturkreises und spiegeln durch die Wahl ihrer Gestaltung und Sprache (ja, auch durch die Gestaltung der jeweiligen Übersetzung) ein bestimmtes Weltbild wider: gleichermaßen das des Autors wie das des Übersetzers.
Wie der FAZ-Artikel veranschaulicht, sind die aktuellen Übersetzer z.B. bemüht gewesen, "rassistische Klischees zu mildern" - hier hat die politische Korrektheit (so manchen Deutschen liebstes Kind, selbst um jeden Preis, selbst wenn unsinnig) des 21. Jahrhunderts das Ruder ergriffen. Was soll das? Da schrieb eine Autorin in den USA in den 1930er Jahren eine Geschichte, die im amerikanischen Süden der 1860er Jahre handelt, und jetzt wird der Roman sprachlich umgedeutet, um besser in das Weltbild der deutschsprachigen Leserschaft des 21. Jahrhunderts zu passen! Denn für das sprachliche Verständnis wären diese Änderungen nicht notwendig gewesen, so weit haben wir uns noch nicht von der Sprache der 1930er Jahre entfernt, daß wir sie heute nicht mehr verstehen würden. Aber daß nun einmal jeder Verfasser seinen eigenen Sprachstil hat -jede seiner Figuren noch dazu- und man vor 80 oder 150 Jahren andere Ausdrücke verwendet hat, sollte gerade bei jenen, die auf sprachlich-literarischem Gebiet tätig sind -wie Übersetzer- doch bewußt sein. Durch den Einsatz von Redewendungen und Ausdrucksweisen von Gruppen unserer gegenwärtigen Sprecherschaft verfälschen sie also leider nur unnötig -und wissentlich!- ein historisches literarisches Werk und werden der Arbeit der Autorin in keiner Weise gerecht.

Was ich aber gutheiße, sind korrekt wieder ein- und ausgeführte Passagen, die offenbar (laut FAZ) in der bisher einzigen deutschen Übersetzung (zeitnah zur Veröffentlichung des Originals 1937 erschienen) gekürzt oder ganz weggelassen worden sind (ist mir zwar nicht groß aufgefallen, als ich den Roman las - bei gut 1000 Seiten waren wohl keine allzu langen Passagen betroffen). Denn diese Aussparungen können, besonders unter Berücksichtigungen der damaligen Zeit, immerhin auch durch zeitgenössische Umstände und Weltbilder der 1930er in Deutschland begründet gewesen sein.

Ich wünsche mir beim Thema "Übersetzungen im Bereich Fiktion" einfach genau dieselben Leitsätze wie bei der Arbeit an Fach- und Sachliteratur oder historischen Dokumenten. Kein seriöser Übersetzer, der sein Handwerk beherrscht, würde schließlich die Rede eines Politikers aus den 1930er Jahren in dieser Art und Weise "modernisieren", selbst wenn dem heutigen Leser oder Hörer die sich darin widerspiegelnden Werte und Weltbilder genauso wenig oder noch weniger begreiflich wären.

Vom Winde verweht - ein weiteres Opfer der inzwischen zur Doktrin erhobenen "politischen Korrektheit", die, in dieser Maßlosigkeit angewendet, einfach nur eine völlige Verfälschung der gegenwärtigen Wirklichkeit und irgendwann die Verfälschung der Geschichte ist.

Gruß,
Trixie
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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon Petra » Mo 6. Jan 2020, 20:07

Grundsätzlich freue ich mich über Neuübersetzungen. Allerdings nur wenn sie Sinn machen. Es hat mal ein Übersetzer (ich weiß nicht mehr wer es war) in Denis Schecks interessantem Podcast unüberhörbar etwas zu Neuübersetzungen gesagt, was ich sehr einleuchtend fand. Wird ein Buch Jahrzehnte nach Erscheinen des Originals übersetzt, so mischt sich zum Sprachgebrauch des Originals auch die Sprachfärbung der Zeit in der es übersetzt wurde. Hier ist es sinnvoll in Abständen immer mal wieder neu zu übersetzen. Was vermeintlich alt klingt, ist oftmals ein Gemisch aus dem Sprachgebrauch des Orginals und der damaligen Übersetzung. Das verfälscht den Ton.

Hingegen hier bei der alten Übersetzung des Romans "Vom Wind(e) verweht" gab es ja eine zeitnahe Übersetzung, da er - wenn ich richtig informiert bin - 1937 (Original 1936) übersetzt wurde. Diese zu ersetzen empfinde ich nicht als unbedingt nötig. Aber wenn dadurch die Aufmerksamkeit neu auf das Buch gelenkt werden kann, habe ich auch nichts dagegen. Störend wird es für mich allerdings an genau dem Punkt, den du ansprichst, Trixie: die Überführung rassistischer Passagen in den Sprachgebrauch der heutigen Zeit - das verfälscht! Insbesondere in einem Roman in dem Rassismus durchaus eine große Rolle spielt. Das finde ich auch überhaupt nicht gut. Ich bin ganz deiner Meinung!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon Petra » Mo 13. Jan 2020, 20:46

Noch immer bedauere ich, wie an die Neuübersetzung von "Vom Wind(e) verweht" herangegangen wurde. Zu dem schon diskutierten Punkt gefallen mir auch die im FAZ-Artikel zitierten Beispiele nicht, an denen veranschaulicht wird, wie der Roman in eine modernere Sprache gebracht wurde. So schade, ich hätte die Gelegenheit gern genutzt um den Roman endlich mal zu lesen. Aber ich habe für mich kürzlich trotzdem einen Weg gefunden, den Roman endlich mal kennenzulernen. Ich habe entdeckt, dass am 21.02.2020 eine ungekürzte Lesung der alten Übersetzung erscheint. Der Vollständigkeithalber wollte ich das hier auch erwähnen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon steffi » Di 14. Jan 2020, 13:40

Trixie, ich kann dir nur zustimmen, eine Neuübersetzung und Transformation der Sprache und damit auch des Inhalts in die heutige Zeit macht überhaupt keinen Sinn, im Gegenteil wird die Sicht auf das Buch verfälscht. Das muss nicht sein.
Gruss von Steffi

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Re: Neuerscheinungen 2020

Beitragvon Shaftoe » Mi 15. Jan 2020, 15:17

Zeit wirds:

24. April

James Ellroy - Jener Sturm: Roman (Das zweite L.A.-Quartett, Band 2) - 910 Seiten

zur Einstimmung könnt ich glatt eine Wiederholungstat einplanen, evtl ist Die Schwarze Dahlie dran

Grüße
Wo ist Chuck Norris wenn man ihn wirklich braucht ?"
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