Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Mi 10. Jan 2018, 13:29

Hallo ihr Lieben,

Josie, gerne berichte ich weiter von „Die Schlange von Essex“. Dass du drum herum schleichst, kann ich gut verstehen! Nicht nur der Inhalt und das Lob über das Buch locken sehr, sondern auch das Cover, nicht wahr? Es gefällt mir gut. Die Figuren sind eigen, so was liegt mir. Auf die Liebesgeschichte bin ich gespannt, ich habe jetzt etwas über 100 Seiten gelesen, und so auf den kommenden Seiten lernen sich Cora und der Pfarrer kennen. Ich freu mich drauf! Auch Coras Sohn gefällt mir sehr! Merkwürdiges Bürschchen. Doch so langsam wird klar, er ist Autist. Doch das kannte man zu seiner Zeit noch nicht, und so wird das Verhältnis Coras zu ihrem Sohn als schwierig beschrieben, und der Leser kommt selbst allmählich darauf, was mit dem Sohn eigentlich los ist. Schön erzählt, das gilt auch ganz generell für das Buch. Ich lese es sehr gerne.

Parallel habe ich nun auch mein erstes ebook für dieses Jahr begonnen. “Inspektor Jury spielt Domino“ von Martha Grimes. Es ist schon einige Jahre her, seit ich den 1. Band las. Doch diese Serie wollte ich gerne weiterverfolgen, daran erinnerte ich mich jetzt. Passend, die Handlung spielt im Januar, ich liebe es ja meinen Lesestoff an die Jahreszeiten anzupassen. Schön, wenn es gelingt! Mit den Figuren bin ich gleich wieder vertraut, obwohl es so lange Jahre her ist. Das freut mich, denn da hatte ich so meine Zweifel.

@Josie: Was für ein interessanter Jahres-Auftakt! Und du machst mich enorm neugierig auf „Das Ministerium des äußersten Glücks“, und auch auf die Autorin. Ich bin noch unschlüssig, ob ich zunächst „Der Gott der kleinen Dinge“ lesen möchte. Damals hatte ich den Roman versäumt zu lesen. Oder aber direkt mit „Das Ministerium des äußersten Glücks“ zu beginnen. Du machst mich darauf wirklich sehr neugierig! Danke für deinen schönen Bericht. Ich werde weiter interessiert mitverfolgen, welche Eindrücke du zu dem Buch gewinnst.

@Didonia: Die Klassiker-Challange finde ich eine tolle Sache, und freut mich auch zu hören, dass du da mit Freude dabei bist. Ich bin gespannt, welche Klassiker du dadurch in diesem Jahr noch alle lesen wirst. „Mansfield Park“ habe ich vor zwei oder drei Jahren gelesen. Fanny ist eine mal etwas andere Austen-Figur.

Und schön, dass du bei Agatha Raisin am Ball bleibst. Schöne Krimis!

@Bonny: Historische Romane sind zwar nicht mein bevorzugtes Genre, aber klingt interessant, was du über „Der Hexenschöffe“ schreibst. Besonders, dass es sich um eine wahre Geschichte und historisch belegte Figuren handelt, spricht mich an. Ich werde deinen Bericht interessiert weiterverfolgen.

@Barbara: Der Alltag hat dich wieder, wie schade, denn er hindert einen oft am Lesen. Und du bist gerade so schön drin, im „Zauberberg“. Ich habe mit Interesse deine Zeilen dazu gelesen, und du machst mir auch ein wenig Lust darauf.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Mi 10. Jan 2018, 14:17

Ich hatte "Mansfield Park" ja auch schon mal hier gelesen. 2010 oder 2011 war das.

Aber da ich mir ja jetzt die schöne Büchergilde-Ausgabe besorgt habe, muss Fanny noch mal dran glauben.

Ich zeige euch auch mal noch meine Klassiker-Sammlung - die hatte mir mein Mann vor Jahren schon mal zu Weihnachten geschenkt.

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Lesende Grüße, Anne

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mi 10. Jan 2018, 14:32

Liebe Didonia,

eine sehr schöne Sammlung. Welch eine Freude solch eine Sammlung machen kann, kenne ich von meiner Manesse - Sammlung. Jedes Mal, wenn man daran vorbeigeht, erfreut man sich erneut, sie zu haben.

Genieße sie und genieße nun viel in der nächsten Zeit davon zu lesen.
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
B.H.

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Mi 10. Jan 2018, 14:55

Eine tolle Sammlung, liebe Didonia. Ich finde, die Einbände sind so fein stimmig für Klassiker. Umso schöner, wenn man dann auch noch in einer Challenge dazu angespornt wird, sie zu lesen und sich vielleicht, wie bei "Jane Eyre", die ein oder andere Leserunde mit Gleichgesinnten dazu findet. Ich bin gespannt, was du dieses Jahr über deine gelesenen Klassiker berichten wirst.

Die Büchergilde-Ausgabe ist wundervoll. Auch die anderen Ausgaben, die die Gilde von Jane Austen anbietet, sind optisch ein Hingucker.

@ Petra: Was du von "Die Schlange von Essex" berichtest, klingt mehr als verlockend. Und ja, alleine der Einband ruft geradezu nach einem Kauf. Wenn der Inhalt noch passt. Ich werde deinen abschließenden Bericht mal abwarten und sofern das Buch hält, was es bislang verspricht, werde ich wohl nicht widerstehen können.

"Das Ministerium des äußersten Glücks" betreffend, rudere ich inzwischen ein Stück zurück mit der Begeisterung und verstehe inzwischen auch die Kritiken, die es an dem Buch gibt. Ziemlich genau 200 Seiten vor Ende war ich mehr als geneigt, es abzubrechen. Ich mag ja, wenn ein Autor von der eigentlichen Geschichte abschweift und hier und da eine zusätzliche Handlung oder Geschichte einbaut. Aber Arundhati Roy treibt es sowohl von der Menge an zusätzlichen Erzählungen als auch inhaltlich über immer wieder geschilderte Greuel und der damit verbundenen Propaganda der Armee, der Regierung und der Aufständischen zu sehr auf die Spitze. Auch werden die Gedankengänge einer der Protagonistinnen, die ausführlichst über den größten Teil des Buches behandelt werden, immer wirrer und unverständlicher. Der Leser kann nur ahnen, warum dies so ist. Vielleicht erschließt sich der Sinn des Ganzen noch.

Ich habe mich jetzt aber, weil die ersten 2/3 des Buches mir gut gefallen haben, weiter mühsam und genervt durchgebissen und jetzt scheint es zumindest wieder in erträgliches Fahrwasser zu kommen und die Geschichte an sich scheint nun endlich weiterzugehen.
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Do 11. Jan 2018, 12:28

Hallo Josie,

schade, dass sich bei "Das Ministerium des äußersten Glücks" nun doch nicht deine Begeisterung gehalten hat. Ich hatte nach deinem ersten Bericht nämlich schon überlegt, es auf meine Merkliste zu nehmen.
Danke für deine Einschätzung !
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Do 11. Jan 2018, 12:41

@Petra, gerade habe ich im Thread von 2017 nochmal ein bisschen gestöbert und bin auf dein erstes Buch (und Highlight!) 2017 aufmerksam geworden, Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod gestoßen, das mich gerade seeeehr anspricht... mal schauen, ob es mein erster Kauf 2018 wird, ich hätte gerade richtig Lust darauf, wo wir hier schon live keinen gescheiten Winter haben. :nicken_freudig:

Hattest du eigentlich inzwischen mal etwas von Camilla Läckberg oder noch etwas von Tess Gerritsen gelesen? Es würde mich auf jeden Fall sehr interessieren, wie du die Bücher findest, wenn du mal damit beginnen oder weiterlesen solltest. :nicken_freudig:
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Do 11. Jan 2018, 13:19

Hallo Steffi,

ich werde nochmals heute oder morgen abschließend berichten, wenn ich komplett durch bin. Im Moment bin ich noch hin- und hergerissen und warte mal den Schluss ab.

@ Bonny: So, wie es sich anhört, hast du direkt jetzt Lust, das Buch zu lesen. Falls sich doch was anderes dazwischenmogelt und sofern du nicht zwingend das Hardcover haben möchtest (ich mag wegen des Gewichts nämlich lieber Taschenbücher): Laut "meiner" Buchhandlung sei es im Laufe des Jahres als Taschenbuch angekündigt.
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Do 11. Jan 2018, 15:11

Hallo Josie, du hast mal wieder Recht :zwinker:
Ich habe zwar aktuell Lust auf das Buch, aber ich werde es mir dennoch nicht als Hardcover holen, lese auch lieber Taschenbücher. Außerdem muss ich ja auch erstmal die Hexenprozesse hinter mich bringen. Okay, dann wird's vielleicht im nächsten Winter was. Auf jeden Fall kommt es auf meine Merkliste.
VielenDank für deinen Hinweis.
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Josie » Fr 12. Jan 2018, 00:03

Ich habe „Das Ministerium des äußersten Glücks“ nun beendet. Endlich…

Das Buch lässt mich wankelmütig zurück. Man muss tatsächlich zwischen dem Anfang des Buches und ab dem Mittelteil des Buches unterscheiden. Grundsätzlich bleibe ich bei dem, was ich zuletzt geschrieben habe. 200 Seiten vor Buchende hätte ich am liebsten abgebrochen und das Gefühl hielt bis zum Schluss an. Respekt für den Mut von Arundhati Roy, dieses Buch zu schreiben, sich seit vielen Jahren politisch und gesellschaftskritisch zu äußern und dafür bedroht zu werden. Aber bei dem Buch schießt sie, vielleicht auch für unser westlich geprägtes Verständnis, übers Ziel hinaus.

Gut 300 Seiten waren geprägt von einer schier überwältigenden Aneinanderreihung von Beschreibungen über jedwede Greueltaten, Folter (- methoden), Gewaltszenen, Tod, Morde, Blut, Blut im Schnee, nochmals Blut im Schnee. Alles, was sich Regierungen, Armeen, Polizei, Aufständische, Kasten, Religionen, Interessengruppen, politische Anhänger unterschiedlicher Coleur bereits seit Jahrhunderten bis in die Gegenwart gegenseitig antun. Diese Schilderungen hätten, punktuell eingesetzt, mich mehr berührt (so, wie mein Eindruck zu Anfang des Buches war), als in dieser nicht enden wollenden Aufzählung. Arundhati Roy erzählt meines Erachtens mit einem Zorn und einer Besessenheit, die mich irgendwann nur noch genervt hat. Vielleicht hat sie zu lange an dem Buch geschrieben und es nahezu perfekt ausfeilen wollen, um alles zu berichten, was ihr als Aktivistin wichtig ist. Den Eindruck hat man fast.

Zeitweise sind, wie ich schon geschrieben habe, die immer wieder seitenlangen Gedankengänge einer Protagonistin verwirrend. Vielleicht verstehe ich nur den Sinn dieses wirren „Geschwafeles“ nicht, aber es hatte null Mehrwert für den Inhalt des Buches.

Die letzten 50 Seiten führt Roy alle Fäden im Schnellverfahren zusammen und bringt diese in größten Teilen hoffnungslose Geschichte zu einem schließlich hoffnungsgeschwängerten Ende. Ein Ende, was mich, im Verhältnis zur restlichen Geschichte, nun auch nicht gerade befriedigt hat.

Hätte sie den Stil von Beginn des Buches beibehalten und sich nicht in den endlosen Greueltaten verloren, wäre es ein faszinierendes, trauriges, aber doch auch hoffnungsvolles Panorama über Indien, seine wechselvolle Geschichte, Gegenwart (und Zukunft) und die dort lebenden vielfältigen Menschen geworden, die bei allem Kummer und allen Sorgen ihr kleines oder äußerstes Glück in diesem von Gewalt und Traurigkeit geprägten System suchen und finden können.

Da ich jetzt als Kontrast was leicht verdauliches, fröhliches und was zum Wohlfühlen brauche, werde ich zu Tante Dimitiy greifen: Tante Dimity und der Kreis des Teufels. Das brauche ich jetzt zum Durchatmen und Entspannen.
Liebe Grüße
Claudia


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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Fr 12. Jan 2018, 07:22

Liebe Josie,

danke für Deine tolle und ausführliche Rezension. Deine Gedanken kann ich gut nachempfinden, auch wenn ich das Buch nicht kenne, so weiß ich genau, was Du meinst. Es ist immer schade, wenn ein Buch, welches man anfänglich so hoffnungsvoll beginnt, sich dann so entwickelt.

Mir geht es gerade ähnlich mit dem Zauberberg, auf den ich mich so richtig gefreut habe und nun auch leider festestellen muss, wie sehr mir manchmal Manns Geschreibe auf die Nerven geht, weil ich auch finde, dass er da übertreibt und zu sehr ALLE seine Gedanken zu einem Thema unterzubringen scheint.
Da es hier jedoch nicht um Greueltaten geht, kann ich es lesen. Manchmal ertappe ich mich dabei, es doch als Stilmittel zu sehen, dass die Langeweile und Redseligekeit in diesem Sanatorium ausdrücken soll, da die Menschen dort nichts anderes haben, als ihre Gedanken und Worte.

Es liegt sicherlich daran, dass man sich scheut, einen Thomas Mann zu kritisieren. Aber, ich denke auch das muss möglich sein.

Mit Tante Dimity hast Du eine schöne gegensätzlich Lektüre vor Dir. Viel Spaß damit.
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B.H.

Liebe Grüße
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