Japanische Literatur

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Re: Japanische Literatur

Beitragvon NatiFine » So 13. Jun 2010, 09:40

Hallo apachee,

ich möchte Dich hier, bei uns im Forum, herzlich begrüßen.

Mit japanischer Literatur habe ich mich noch nicht beschäftigt, daher werde ich bei diesem Thema nur mitlesen.

Viele Grüße
NatiFine
Liebe Grüße
Renate

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Re: Japanische Literatur

Beitragvon apachee » So 13. Jun 2010, 11:42

Domo arigato gozaimashita

ja ikkyu war ein anpassungsgestörter freak, ausbrechend aus einer dependenten gesellschaftordnung

noch zu tatami und tee (zen worte im teeraume ist doch noch am start: "Das schöne am Bohner ist, daß er zwingend unter japanisches Urheberrecht fällt ebenso wie die OAG mit ihren "Mitteilungen" -- d.h. Schutzfrist 30 bzw. 38 Jahre ab Erscheinen ..."

lob des schattens und folgend

entwurf einer (traditionellen und untergegangenen, da vorkriegszeitlich kaiserlichen) japanischen ästhetik von ihm http://de.wikipedia.org/wiki/Tanizaki_J ... chir%C5%8D

bis bald


p.s.: der insel-verlag ist ja nun in mein altes finanzamt gezogen, mal kurz vorbei geschaut und nach kamo no chomei gefragt, verlagstechnisch besteht kein interesse an neuerscheinung (trotz zeitgemäßem inhalts). und wenn sowieso rede ich von papier, ggf. leinen- ausgabe, statt digi-reader.

meine neue liebe zu büchern entstand durch sinnewerk e.v. um die ecke, die viele DDR-erscheinungen veräußern, die sich durch aufwendige, liebevolle und systemgemäß in kleinerer auflage produzierten, aber ein genuß zum in-den-händen-halten auszeichnen. siehe auch die ganzen anfang 20.jhdrt ausgaben und heute immer noch auch! inhaltlich gültig und ansprechend, wenn nicht gar wesentlicher teil der problemlösungskompetenzen, die uns spätestens in naher zukunft abverlangt werden. (weniger ist mehr und nachhaltig)

und da ich mittlerweile ein wirkliches problem habe, überhaupt genug ruhe zu finden, um einige seiten konzentriert lesen zu können, schließe ich die internet-und aller-welts-zugang, manchmal gepaart mit macht/schwert, in meine wohnung und werde demnächst nur noch sporadisch durch cafe-gänge zugang in die größte bibliothek der welt finden.
(für den admin, der/die da mal ein paar tage nicht anwesend urlaub macht: vorsicht!!! innerhalb 24 stunden mußt du wissen, was im forum vor sich geht > http://www.foren-und-recht.de/urteile-1.html )

ach von daher könnte man noch zen und die kultur japans erwähnen.
um viele, wie die erde ist weiß... zu verstehen, ist der kulturelle hintergrund zu wissen, sehr hilfreich, und schließlich eh auch teil der globalisierung.
( etwas westlicher gelegen, aber erklärend http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-60135223.html )

apachee

(die soundtracks der won kar wai filme höremd)
it´s not the size of the ship, it´s just the motion of the ocean
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Re: Japanische Literatur

Beitragvon Petra » Mo 14. Jun 2010, 11:44

Hallo apachee,

auch ich möchte Dich herzlich bei uns im Forum willkommen heißen und schließe mich somit Maria und NatiFine an.

Mit japanischer Literatur möchte ich mich länger schon näher befassen, da ich noch nicht viel aus diesem Land gelesen habe. Danke für Deine Tipps hier in diesem Thread, die ihn auf jeden Fall bereichern!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Japanische Literatur

Beitragvon JMaria » Mi 16. Mär 2011, 10:54

Hallo zusammen,

Haruki Murakami hat sich auf Facebook gemeldet und kurz mitgeteilt, dass er okay sei und er zur Zeit des Bebens sich nicht im Land aufhielt.

Der Kölner Stadtanzeiger erinnert an Haruki Murakamis Buch "Nach dem Beben" das der Schriftsteller nach dem Beben von Kobe 1995 geschrieben hat. Das Buch erschien 2003 gegliedert in sechs Erzählungen.

:arrow: Nach Kobe, vor Sendai
:arrow: Nach dem Beben

Schrecklich und unfassbar was in Japan passiert.

Grüße von
Maria
Schöne Grüße
Maria

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Re: Japanische Literatur

Beitragvon Petra » Mi 16. Mär 2011, 15:25

Hallo Maria,

ein Thema, das uns dieser Tage alle sehr beschäftigt. Wie schön, dass Du hier von der Nachricht von Haruki Murakami berichtest. Und über seine Erzählungen über das Beben von Kobe. Danke für den Hinweis hier - schön zu wissen, dass es von solch einem Schriftsteller eine passende Lektüre gibt, zu der man greifen kann.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Japanische Literatur

Beitragvon steffi » Mi 16. Mär 2011, 16:42

Hallo Maria,

ja, das ist schön, dass es ein positives Lebenszeichen gibt ! Und dass Murakami Erzählungen über das Erdbeben in Kobe geschrieben hat, wusste ich auch noch nicht.

Und ja, unfassbar und schockierend !!
Gruss von Steffi

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Re: Japanische Literatur

Beitragvon JMaria » Do 17. Mär 2011, 11:37

Hallo,

ein offener Brief der Schriftstellerin Akira Kuroda in der FAZ zu lesen:

Ich habe keine Angst mehr

Sie appelliert an ihre Landsleute offen über die Ängste zu sprechen, jedoch nicht von ihr beherrschen zu lassen.

Kurz-Vita:
Akira Kuroda, geboren 1977, gehört zu den bekanntesten Autorinnen ihrer Generation. Ihr Debütroman „Made in Japan“ über eine Gruppe im Ausland lebender japanischer Jugendlicher, die in ihr Heimatland zurückkehren (auf Deutsch beim Maas Verlag erschienen), machte aufgrund seiner drastischen Darstellung von Lebensangst und Ennui Furore. Für den viel diskutierten Bestseller erhielt die Schriftstellerin im Jahr 2000 den renommierten Bungei-Preis.


Gruß,
Maria
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Re: Japanische Literatur

Beitragvon Petra » Do 17. Mär 2011, 12:36

Hallo Maria,

vielen Dank für den Hinweis und Link. Ein Aufruf, der sicher den Menschen Kraft gibt. So gut es Worte halt können!

Die Gedanken gehen doch sehr oft dieser Tage nach Japan. Das ist eine gute Erfahrung. Dass einen Nachrichten und Schicksale doch noch sehr nahe gehen.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Japanische Literatur

Beitragvon Trixie » Do 17. Mär 2011, 14:33

Hallo alle,

ein guter, kraftgebender und mutmachender Artikel von Akira Kuroda. Und in seiner Essenz so vielsagend über die japanische Mentalität, die ich umso mehr bewundern muß, weil mich gleichzeitig die Bilder aus den Erdbeben- und Tsunamigebieten erschüttern und ich mit den vielen betroffenen Menschen fühle. Aber zugleich ist es eine Hoffnung und der feste Glaube, daß eben diese Mentalität, die für uns Europäer in vielen Belangen einfach nicht nachvollziehbar ist -dieses Zurückstellen der Belange des Individuums für das Wohl des Kollektivs, diese oft so fatalistische Ergebenheit und die Fähigkeit, bei allem Schrecken immer noch eine unglaubliche Beherrschtheit und Disziplin von sich zu fordern, um einfach zu tun, was getan werden muß- hier nun ein unermesslich wertvolles Gut ist, das ihnen helfen wird, diese Katastrophe zu überstehen. Ich wünsche es den Japanern aus ganzem Herzen.

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Re: Japanische Literatur

Beitragvon Petra » Di 22. Mär 2011, 09:40

Hallo Trixie,

das hast Du sehr schön in Worte gefasst. Und mir geht es genauso. Die Japaner sind anders als wir Europäer. Der Punkt mit der Zurückhaltung finde ich sehr interessant. Und in vielen Lebenssituationen vergleicht man das eigene Verhalten mit dem der Japaner, wo immer man darauf stößt. Und kommt nicht umhin sie dafür zu bewundern. Diese Eigenschaft ist sicher nicht immer nur gut. Aber in dieser Zeit wird sie ihnen sicher helfen. Schön, dass Du das hier in Worte gefasst hast!
Liebe Grüße,
Petra


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