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Perry, Anne: Monk08 Stilles Echo
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Autor:  Binchen [ Mo 28. Apr 2008, 12:42 ]
Betreff des Beitrags:  Perry, Anne: Monk08 Stilles Echo

Stilles Echo
Inhalt

Vater und Sohn Duff werden im Stadtteil St. Giles übel zugerichtet. Der Vater, Anwalt Leighton Duff wird dabei ermordet, der Sohn Rhys überlebt schwer verletzt und kann aufgrund des Schocks nicht mehr sprechen.

Hester wird als Privatpflegerin von Rhys engagiert. Sie kümmert sich um ihn und bringt ihn mit einer jungen Frau aus einem alten Fall zusammen, die ebenfalls nur unter Schmerzen leben kann. Die beiden finden jedoch viele Gesprächsthemen, die sie verbinden.

Monk wird von einer Fabrikantenfrau engagiert, die Vergewaltigungen an Frauen zu klären, die für den Familienunterhalt nebenher anschaffen gehen. Da die Frauen dermaßen misshandelt werden, fallen sie natürlich für die Fabrikarbeit aus, und so ist es in ihrem Interesse, dass die Vergewaltigungen aufhören.

Monk ist in St. Giles bekannt. Ein Stück seiner Vergangenheit holt ihn wieder ein, aber er erwirbt sich neuen Respekt in der Gegend. Langsam kristallisiert sich heraus, dass Hesters und sein Fall zusammengehören.

Wie sehr, stellt sich dann vor Gericht heraus.

Meine Meinung:

Arm und Reich in London, Prostitution, Elendsviertel, Ausbeutung durch Arbeitgeber auf der einen und reiche Schnösel, die sich die Zeit vertreiben und über Zeit und Geld im Überfluss verfügen auf der anderen Seite. Wenn beide Seiten aufeinander stoßen sind immer die Unterschichtler schuldig. Die Menschen der feinen Gesellschaft sind nur die Opfer? Natürlich mitnichten, aber Anne Perry schafft es immer glaubwürdig deren arrogante Haltung klar zu machen.

Dazu ein Monk, der erkennt, dass er Mitleid mit den armen Leuten hat, die ihn an seine Vergangenheit erinnern und der durch seine Erziehung und Ausbildung gelernt hat, dass er gerne zu den besseren Leuten gehören würde.

Zusammen gibt das einen weiteren spannenden Krimi aus der Monk-Reihe. Aber auch am Beispiel von Hester und ihrer Arbeit zeigt Anne Perry wieder einmal was von Frauen der Zeit erwartet wurde und wie schwer und wie verlogen es zugehen kann, wenn die Frauen endlich erkennen dass sie sich ein eigenes anderes selbstbestimmteres Leben wünschen. Wenn sie dann noch dafür eintreten und darüber auch noch reden wollen, wird es unangenehm für alle, die nur danach gehen, was MAN für gut und angemessen hält.

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