Kristín Steinsdóttir: Hoffnungsland

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Kristín Steinsdóttir: Hoffnungsland

Beitragvon Didonia » Mo 24. Apr 2017, 10:59

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Zwei junge Mädchen vom Lande, Guðfinna und Stefanía, gehen nach Reykjavik, um dort ihr Glück zu machen - eine Anstellung in einem feinen Haus. Doch erstmal sind sie Tagelöhnerinnen, Kohleträgerinnen und Waschfrauen oder arbeiten im Fisch.
Es ist Ende des 19. Jahrhunderts, die beiden lernen andere Frauen kennen, denen es genauso geht wie ihnen. Sie meistern ein schweres Leben, haben gegen gesellschaftliche und patriarchale Machtstrukturen zu kämpfen.
Und doch, sie träumen und lachen - und sterben, da kein Geld für einen Arzt da ist. Guðfinna vermisst Stefanía und gibt sich selbst die Schuld an deren Tod.

Kristín Steinsdóttir führt uns dieses schwere Leben der Frauen vor Augen. Es ist fast deprimierend, mit anzusehen, dass keine es schafft, aus ihrem Korsett auszubrechen.
Bei der Arbeit können die Frauen unsanft miteinander umgehen. Aber wenn eine wirkich Hilfe braucht, halten sie auch zusammen, wie an einem Tag im letzten Sommer, als eine der Waschfrauen direkt bei der Arbeit ihr Baby zur Welt brachte.

Manchmal blitzt ein Aufbegehren auf - als die Waschfrauen an den Quellen von einem Unwetter überrascht werden und am nächsten Tag ein vermisstes Mädchen erfroren finden. Das hätte nicht passieren können, hätten die Frauen eine Schutzhütte, in der sie unterschlüpfen könnten.

Guðfinna glaubt nicht mehr an den Traum von der Anstellung in einem feinen Haus, den sie mit Stefanía geträumt hat. Sie ist nur noch bei den heißen Quellen, Wäsche waschen. Dort, wo es nicht nur für die Frauen gefährlich werden kann. Die Mütter müssen ihre Kinder mitbringen. Guðfinna wird von einer schreienden Menge aus ihren Gedanken gerissen. Ein Junge ist ins Wasser gefallen. Sie konnten ihn zwar rausholen, aber der Fünfjährige hat es nicht überlebt.

Wird ihr Leben so weitergehen? Ohne irgendwelche Höhepunkte? Ohne ein wenig Glück? - Lies selbst.
Lesende Grüße, Anne

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