Shaffer, Mary Ann: Deine Juliet

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Shaffer, Mary Ann: Deine Juliet

Beitragvon Binchen » Fr 26. Dez 2008, 22:30

Inhalt
London/Guernsey 1946

Juliet ist Autorin, sie hat während des Krieges witzige Kolumnen geschrieben, aber derzeit hat sie eher eine Schreibblockade. Da erreicht sie ein Brief von Guernsey, ein Mann hat ein Buch mit ihrer ehemaligen Adresse gekauft, er ist interessiert an Charles Lamb - und seinem Leben. Seine Ansichten faszinieren Juliet, so dass sie ihm antwortet. Langsam erfährt Juliet Geschichten aus Guernesey aus der Zeit des Krieges. Ein reger Briefwechsel zwischen den Menschen der Inseln und ihr entwickelt sich und Juliet merkt, dass sie unbedingt dorthin fahren muss, um die Menschen kennen zu lernen.

Meine Meinung:

Briefwechsel, witzig, sich aufregen können über Autoren und Ausgaben - das klingt nach Helene Hanff und ihren Kolumnen. Anfangs ist das auch so, doch der Roman entwickelt sich nach und nach in eine andere Richtung. Wir lernen Juliet, ihre Freundin Sophie und deren Bruder den Verleger kennen, aber vor allem die Inselbewohner.

Verschiedenste Facetten aus dem Leben der Besatzungszeit erzählen von den Menschen, die den Krieg dort überlebten und wie es ihnen gelang - Skurril, menschlich, voller Wärme und Menschlichkeit (die schließt auch Neid und Verrat ein) - Eine Geschichte, die mir ein Stück weiter gezeigt hat, wie Menschen in Extremsituationen zusammenhalten können.

Dabei ist Juliets eigene Lebenseinstellung humorvoll voller Freude und Ironie bestimmend für die Leichtigkeit der Geschichte. Das schließt auch ihre Suche nach dem Mann für's Leben ein. Ob sie IHN am Ende der Geschichte findet - oder doch ein Stück mehr?

Ich verrate es nicht - das findet man amüsant und trotzdem teilweise tiefgründig am besten durch selbstlesen heraus.
Binchen, Weihnachten 2008

Bewertung **** von ****
Winke Binchen
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Kein Lesen ist der Mühe wert, wenn es nicht unterhält.” William Somerset Maugham (1874-1965)
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