Hillerman, Tony: Der Wind des Bösen

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Hillerman, Tony: Der Wind des Bösen

Beitragvon steffi » Mo 23. Feb 2009, 13:58

Hillerman, Tony: Der Wind des Bösen

Kategorie: Lesung
Genre: Ethno-Krimi
SprecherInnen: Karlheinz Tafel
Medium: 5 CDs
Laufzeit: ca. 385 Minuten
Verlag: Delta Music
Preis: 9,95 €
ISBN: 9783865386762
Bewertung: ***
(* schlecht / ** ganz gut / *** gut / **** spitze)

Inhalt:

Im Hopireservat wird die Leiche eines Mannes gefunden. Die Haut an Händen und Füßen ist abgezogen. Eine Windmühle, in deren Nähe ein heiliger Schrein liegt, wird sabotiert. Jim Chee, Navajopolizist, in dessen Zuständigkeit diese Fälle liegen, überwacht die Windmühle, als ein Flugzeug in der Nähe in einem trockenen Flussbett abstürzt. Als Chee zur Absturzstelle kommt, findet er eine Leiche. Da das Flugzeug vermeintlich Drogen geladen hatte, kümmert sich die Drogenpolizei höchstselbst um den Fall. Doch hat der verschwundene Schmuckdieb John Musket ebenfalls etwas mit diesen Dingen zu tun ?


Meinung:
Jim Chee ist ein Polizist, den man einfach gern haben muss. Sympathisch und voller Elan, dabei unermüdlich und kreativ stürzt er sich in seine Ermittlungen und schreckt auch vor ungewöhnlichen Methoden nicht zurück. Man begleitet ihn gerne bei der Spurensuche in der heißen Wüste oder in ein Hopidorf, das eigentlich aufgrund eines Rituals abgesperrt ist.

Neben der Krimihandlung gibt es auch genügend Gelegenheit die Kultur der Indianer kennenzulernen und dabei auch die deutlichen Unterschiede zwischen Hopi und Navajo. Das alles prallt auf die moderne Gesellschaft der Weißen und wird von Tony Hillerman oft mit einem Augenzwinkern dargestellt. Gerade die Informationen über die Lebens- und Denkweise der Indianer geben dem Krimi das besondere Flair. Dem Autor gelingt es ohne weiteres, interessante Details zu vermitteln, ohne seine liebevoll gestalteten Personen und die unterschiedlichen Handlungsstränge aus dem Auge zu verlieren.

Karlheinz Tafel spricht angenehm und versucht sich nicht an einer großen Unterscheidung der Charaktere. Das kommt der eher gemächlichen Erzählweise der Geschichte nahe, ohne langweilig oder langatmig zu wirken.


Alle, die nicht ausschließlich actionreiche, blutige Thriller mögen, sondern neben der Spannung noch jede Menge Atmosphäre, gelungene Charaktere und mehr als den Hauch des Indianerlandes spüren wollen, werden dieses Hörbuch lieben.

(Steffi im Februar 2009)
Gruss von Steffi

:lesen:
Vladimir Nabokov: Briefe an Véra

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steffi
 
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