Ja, ich hab tatsächlich einen Lauf mit Adler-Olsen

. Ich hatte ja anfangs ein bisschen die Befürchtung, dass mir der vierte Band
Verachtung zu reißerisch sein könnte, aber das ist bislang nicht der Fall.
Carl übernimmt einen neuen Fall, mit dem Rose ihn „infiziert“ hat.
Die Prostituierte Rita Nielsen wird seit 1987 vermisst. Die Polizei ging damals von Selbstmord aus und hat den Fall zu den Akten gelegt, doch Rose stößt auf einige Unstimmigkeiten und kommt zu dem Schluss, dass eigentlich nichts darauf hindeutet, dass die Frau sich das Leben nehmen wollte.
Ebenfalls 1987 wird Nete Rosen, Ehefrau eines sehr einflussreichen Dänen, auf einer Gala von dem Gynäkologen Curt Wad als eine der Frauen erkannt, die früher auf der Insel Sprogø gelebt haben, in einem Heim für vermeintlich unmoralische Mädchen und Frauen, die dort unter anderem zwangssterilisiert wurden. Nete, die sich ein neues Leben aufgebaut hatte, wollte an diese schreckliche Zeit niemals wieder erinnert werden… Eine Kette tragischer Ereignisse nimmt ihren Lauf und Nete fasst einen folgenschweren Entschluss...
Carl muss sich nebenbei noch mit einer Menge anderer Probleme rumschlagen, zum Teil privater Natur.
Auf seinem Schreibtisch landet eine weitere alte Akte, in die er persönlich involviert ist, da es um den Tod seines Onkels geht. Sein Cousin Ronny erzählt plötzlich nach Jahren herum, dass es sich damals nicht um einen Unfall gehandelt habe und dass er und Carl involviert waren…
Zudem kommt auch wieder Fahrt in den alten Fall, bei dem Carl und seine beiden Kollegen Anker und Hardy in eine Schießerei gerieten, denn beim Abriss des Hauses, in dem die Schießerei stattfand wird eine Kiste mit Leichenteilen gefunden…
Bisher gefällt mir das Buch sehr gut. Besonders interessant und auch erschreckend finde ich die Tatsache, dass die Geschichte um das Heim der unmoralischen Frauen und was mit ihnen dort geschah wohl auf Tatsachen basiert und ein dunkles Kapitel der dänischen Geschichte ist.