Ich hatte ein nettes Leseerlebnis mit zwei Krimis, die ich zwischendurch las.
Früher haben mir die Nationalparks-Krimis von Nevada Barr sehr gut gefallen (hab sie nicht der Reihenfolge gelesen, das war schon wegen der Übersetzungspolitik der Verlage nicht möglich).
Mir fehlten jedoch noch Band 1 und 2 der Serie, die schon seit langem nicht im Handel erhältlich sind. Ich konnte sie gebraucht ergattern und habe mir die Serie nochmals vorgenommen, auch um zu sehen, ob sie mir immer noch gefällt. Die Serienfigur, eine Parkrangerin namens Anna Pigeon, eine Frau mit Ecken und Kanten und einen Packen Vergangenheit auf den Schultern, die auch erst bewältigt werden muß.
Ich las nun also Band 1 und 2 Die Spur der Katze // Einer zuviel an Bord und ich fühlte mich beim Lesen in die "Vergangenheit" der 90er Jahre versetzt.
Beispiel
als Service für die Touristen gibt es eine öffentliche Telefonzelle und man mußte sich anstellen um zu telefonieren (Band 2 am Superior Lake, Michigan).
oder Anna Pigeon ist im Geländewagen unterwegs im Guadalupe Mountains National Park, Texas und wirft ihre Lieblingskassette in den Kassettenrekorder.
Ich fühlte mich beim lesen total entschleunigt. Das war irgendwie ein schönes Lesegefühl. Seltsam wenn man schon von Nostalgie spricht, wenn man von den 90er Jahre liest/spricht, zumindest in manchen Dingen.
Mein Mann ist übrigens immer noch ein Fan von Kassetten und Kassettenrekorder, obwohl wir sie auch im Auto nicht mehr im Einsatz haben.
Wer sich für die Krimiserie interessiert, hier gibt es ein paar Infos:
http://www.krimi-couch.de/krimis/nevada-barr.html


