Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » So 8. Mär 2015, 20:06

Hallo Ihr Lieben,

Nur diese eine Nacht habe ich schon bis auf 50 Seiten beendet und werde es sicherlich gleich zuende lesen.
Es steht dem ersten Buch in nichts nach und ist, genau wie Wenn ich bleibe sehr intensiv von den beschriebenen Gefühlen. Man kann beide Bücher wunderbar hintereinander weglesen, ohne dass der Lesesog durchbrochen wird. Die Geschichte wirkt nach wie vor so als sei sie von Anfang an zusammen geschrieben worden und nur künstlich durch die beiden Buchformate getrennt worden. Im 2. Teil lösen sich Fragen und man erhält Antworten auf die Fragen, die man sich als Leser gegen Ende eventuell, also ich tat es, gestellt hat.

@Bonny: Mir gefallen beide Bücher sehr gut. Ich bin jetzt nur sehr gespannt wie die Geschichte zwischen Adam und Mia enden wird. Ich kann Dir beide Bücher daher guten Gewissens zum Lesen empfehlen.
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Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Mo 9. Mär 2015, 11:27

Vielen Dank für deine Einschätzung, Barbara.
Ich werde die zwei Bücher mal auf meinen Wunschzettel nehmen :).
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mo 9. Mär 2015, 19:44

Sehr gerne, liebe Bonny.
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Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Di 10. Mär 2015, 15:19

Hallo Ihr Lieben,

heute habe ich mich nach Abschluss von "Nur diese eine Nacht" dazu entschlossen Unter Null zu lesen.
Den Film habe ich vor Jahren gesehen und bis heute nicht vergessen, sodass ich mir Anfang des Jahres das Buch gekauft habe.
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Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Di 10. Mär 2015, 17:07

Hallo zusammen,

oh ja, Barbara, „Die Geschichte der Liebe“ von Nicole Krauss ist eine Perle! Zwar vielleicht nicht eine, die auch nach Jahren noch an mir zehrt (wie die, die ich in unvergessliche Perlen aufgelistet habe), aber es wird vermutlich ein Topp des Jahres. Ich versinke – kaum das Buch zur Hand genommen – in der Geschichte. Fühle mich so wohl bei dem alten Mann, Leo Gursky, den die wichtigen Dinge aus seinem Leben auch in seinen alten Tage nicht loslassen: Seine Liebe zu Alma, sein Sohn – dem er nie ein Vater sein durfte, seinem Buch, das er verloren glaubt, die Erlebnisse in Slonim… so langsam breitet sich vor mir sein ganzes Leben aus. Und mir schmerzt die Brust, wenn ich sehe, welchen vorgezeichneten Weg Leos Leben hätte gehen sollen, wäre der Krieg nicht dazwischen gekommen. So bleibt der Weg ungegangen. Auch bei dem jungen Mädchen, das nach Leos Romanfigur benannt worden ist, fühle ich mich so wohl. Auch in ihre Sorgen und Nöte kann ich mich so gut einfühlen. Und nun begibt sie sich langsam daran, nach dem Autor zu suchen, nach dessen Hauptfigur sie benannt wurde.

Und wer weiß, vielleicht entwickelt sich das Buch ja noch von der Perle zur unvergesslichen Perle. Das zeigt sich ja immer erst nach ein paar Jahren. Die Figuren haben auf jeden Fall das Zeug dazu, unvergesslich zu bleiben!

Und ein paar Tage habe ich abends noch an Tante Dimity zu lesen. Auch so ein Wohlfühlbuch, ich freue mich schon auf weitere Bände der Serie, und freue mich, dass ich nach so vielen Jahren endlich danach gegriffen habe. Wie ergeht es Euch anderen, die Ihr auch gerade etwas von Tante Dimity lest?

@Barbara: Ich bin gespannt auf Deine Eindrücke zu dem Buch „Unter Null“, liebe Barbara. Bestimmt ein eindrückliches Buch!

@Didonia: Ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken vielleicht noch in diesem Jahr „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz zu lesen. Wenn es soweit ist, würde ich Laut geben. Vielleicht ergibt sich ja eine Leserunde. Ich bin ja eine Langsam-Leserin. Wenn Dich das nicht stört, würde ich mich über eine Leserunde freuen. Ich glaube auch, dass es einem nach Austausch verlangt, bei diesem Buch!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mi 11. Mär 2015, 08:03

Guten Morgen,

@ Petra: Unter Null ist in zweierlei oder sogar dreierlei Hinsicht eindrucksvoll. Da hast Du vollkommen Recht.

Zum einen, wenn man bedenkt das Ellis das Buch als Abschlussarbeit eines Kurses zum Kreativen Schreiben verfasst hat. Auch wenn amerikanische "Creative Writing" Kurse, denke ich, nicht mit denen unserer Volkshochschulen verglichen werden können, liest es sich dennoch ein wenig so: an vielen Stellen sehr technisch und sprachlich und grammatikalisch nicht immer sehr anspruchsvoll.

Zum anderen war Ellis erst 20 Jahre, als er das Buch schrieb und wir wissen, es folgten noch weitere; unter anderem "American Psycho".

Das Buch wurde auf Drängen seines Lehrers veröffentlich und zu einem Kultbuch im Amerika der 80er.

Aber trotz aller äußeren Besonderheiten, ist die Thematik natürlich das Eindrucksvollste. Im eigentlich sehr prüden Amerika zu lesen, wie die Jugend lebt, war für die Amerikaner bestimmt ein "Schock" und für die Jugend gewiss in irgendeiner Art befreiend. Bekam ihre Problematik durch das Buch gewissermaßen ein Gesicht.
Die Ziellosigkeit und emotionale Perspektivenlosigkeit der Kinder, die mit goldenen Löffeln im Mund geboren werden, ist schon traurig zuweilen dekadent und erschreckend zu lesen. Ich denke nicht nur sehr wohlhabende Kinder konnten sich wiederfinden sondern auch viele andere weniger gut betuchte Jugendliche.
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Do 12. Mär 2015, 15:38

Alles, was ist von James Salter habe ich beendet und mir liegt das Buch und der Stil des Autors sehr. Er lässt mir den nötigen Abstand zum Geschehen und zu dem Protagonisten und gibt Raum um das Ungesagte zu füllen, insgesamt wirkt das Buch sehr maskulin.

Nun habe ich mit Stoner von John Williams begonnen. Es beginnt sehr leise und behutsam, der Protagonist wirkt schwerfällig, aber nicht einfältig.
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Fr 13. Mär 2015, 17:09

Hallo zusammen,

ich sehe schon wehmütig dem Moment entgegen, wo ich mich von Leo Gursky und Alma und den anderen Figuren in “Die Geschichte der Liebe“ verabschieden muss. Sie werden mir in Erinnerung bleiben. So einzigartige Gedankengänge und Gefühle haben sie mit mir geteilt!

Aber noch ist es nicht so weit. Im Gegenteil. Voller Spannung verfolge ich, wie sich so langsam die einzelnen Fäden zusammenfügen.

Ein tolles Buch!

@Maria: Schöne Stunden mit Stoner wünsche ich Dir! :-)

@Barbara: Sehr schön, was Du über „Unter Null“ schreibst! Und dass neben den äußeren Besonderheiten die Thematik so eindrucksvoll umgesetzt ist. Du hast das toll beschrieben.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Mo 16. Mär 2015, 15:09

Moin miteinander,

Im Sommer des vergangenen Jahres habe ich mit Larissa und Arthur ihr erstes Abenteuer erlebt:

Arthur und die Vergessenen Bücher

Dabei verschlug es uns "über Amsterdam bis nach Bologna - immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der Vergessenen Bücher".

Diesmal bekommen es Larissa und Arthur mit dem Botschafter der Schatten zu tun. Er stellt Larissa vor die Wahl: Entweder bringt sie ihm "Das Buch der Wege" oder sie sieht ihre Eltern, von denen sie denkt, dass sie schon lange tot sind, nicht wieder. Der Brief beweist leider nicht, dass ihre Eltern wirklich noch am Leben sind.
Aber das ist Larissa so ziemlich egal. Arthur, der im ersten Teil festgestellt hat, dass er ein Bewahrer der Vergessenen Bücher ist, muss sich mit ihr auf den Weg machen. Und der führt sie erst einmal nach Andalusien.
Dort begegnen sie den unterschiedlichsten Menschen. Menschen, die sofort als Feind zu erkennen sind, andere, bei denen es nicht gleich klar ist, ob sie Freund oder Feind sind.
Arthur zweifelt oft an seiner Fähigkeit als Bewahrer. Er ist sich sicher, dass seine Erfolge eher eine Kette von Zufällen und weniger das Ergebnis eines geplanten Vorgehens ist.

"Aber genau das ist es, was einen Bewahrer auszeichnet", sagte der Bücherwurm. "Wenn es eindfeutige Spuren zu den Vergessenen Büchern geben würde, dann könnte doch jeder sie finden. Zufälle hingegen sind etwas völlig anderes, vor allem dann, wenn sie nacheinander auftreten. Das würde der cleverste Sucher nicht schaffen."

Ob Larissa und Arthur "Das Buch der Wege" finden? Oder leben Larissas Eltern tatsächlich noch? Das lest selbst.
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

Markus Gasser
von meinem Lieblingsliteratur-Podcast "Literatur ist alles"
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Di 17. Mär 2015, 13:23

Ich habe Das verleugnete Leben.Die Biografie de Heimito von Doderer von Wolfgang Fleischer beendet. Ich muss sagen, ich hätte mir mehr versprochen - es gibt für mich zu wenig Bezüge zu den Werken und mitunter ist es nur eine Aufzählung, was Doderer wann gemacht hat. Trotzdem bekommt man einen kleinen Einblick in den schwierigen Charakter Doderers.

Ebenfalls beendet habe ich von Louise Erdrich: Spuren. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchen die Nachkommen eines Indianerstammes in North Dakota, das Leben in einer von Weissen beherrschten Welt in den Griff zu bekommen und sich selbst dabei treu zu bleiben. Erzählt wird das aus der Ich-Perspektive zweier Indianer. Dabei entwickelt Erdrich aber mitunter groteske Szenen, die sich aus dem alten Aberglauben ergeben und es überwiegt das Gefühl, dass sich das Gute im Menschen und in der indianischen Kultur nicht durchsetzen kann. Mir hat die konsequente Ich-Perspektive nicht so gefallen, denn zwar gibt das einen authentischen Eindruck aber wenig Reflexion, wie das z.B. Joseph Boyden macht.
Gruss von Steffi

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