Hallo zusammen,
da ich ja ebook meist lieber nur abends lese, habe ich mir am Wochenende auch wieder neuen Lesestoff für die Fahrten zu und von der Arbeit herausgesucht.
Meine Wahl ist auf
“Jenseits von Afrika“ von Tania Blixen gefallen. Ich besitze eine wunderschöne Ausgabe (hier der Link zur Ausgabe bei
Amazon), aus dem Manesse Verlag. Aber nicht die übliche kleinformatige, sondern eine großformatige, die 2010 herausgegeben wurde, in der Übersetzung von Gisela Perlet, die erstmalig der dänischen Ausgabe folgt. Es gab eine vorherige Übersetzung von Rudolf von Scholz (ebenfalls bei Manesse erschienen), die der englischen Übersetzung folgte, und dem dänischen Original gegenüber stellenweise verfremdet sein soll. Auch fehlten in der früheren Ausgabe laut eigener Aussage des Manesse Verlags einige Kapitel, die die Neuausgabe (Neuübersetzung) nun enthält.
Meine Ausgabe war kurz nachdem ich sie gekauft hatte, vergriffen, und wurde ersetzt durch eine weitere kleinformatige Ausgabe des Manesse Verlags (hier auch der Titel „Jenseits von Afrika), die 2012 herausgegeben wurde, ebenfalls in der mir vorliegenden Übersetzung von Gisela Perlet. Ich bin froh, noch ein Exemplar ergattert zu haben, denn ich finde den Einband außergewöhnlich schön! Ich habe ihn fotografiert (Foto siehe unten), damit Ihr ihn Euch anschauen könnt. Der Einband fühlt sich weich an, und hat eine wunderbare Textur, die auf mich sehr afrikanisch wirkt. Ein toller Rahmen für ein hoffentlich tolles Lesevergnügen. Auch die Covergestaltung (Foto siehe ebenfalls unten) gefällt mir sehr, denn das Ngong-Gebirge, die Bäume, die Wolken, genau das beschreibt Tania Blixen direkt als erstes. Auf das Nachwort von Ulrike Draesner freue ich mich auch. Und über die Tatsache, dass es einen Anhang gibt, der zu manch einer Begrifflichkeit oder einem Bezug den Tania Blixen nimmt, Auskunft gibt.
Zum Buch: Ein wenig gescheut habe ich mich länger vor dem Buch, da es, anders als der so bekannte Film, nicht die Liebesgeschichte zwischen Tania Blixen und Denys Finch Hatton zum Mittelpunkt hat, sondern eher dokumentarisch angelegt ist. Tania Blixen erinnert sich in dem Buch an ihre Zeit als Farmerin in Kenia. An ihre Plantages, den Kaffeeanbau, die Landschaft, die Menschen. Das ist es, was hier im Mittelpunkt steht. Der Film basiert wie ich gelesen habe weniger auf dem Buch, sondern auf Briefen von Tania Blixen. Warum die Scheu? Ich bin mir nicht sicher, ob mir das dokumentarische, die vielen Landschaftsbeschreibungen nicht zu viel werden, da ich die letzten Monate wieder so schön die Leselust zurück gewonnen habe, und mir nicht verleiden möchte durch zu viel Überwindung. Als Sicherheit habe ich aber das Hörbuch (ungekürzte Lesung) im Kopf, dem ebenfalls die Übersetzung von Gisela Perlet zugrunde liegt. Sollte es mir zu viel werden, steige ich um.
Mein erster Eindruck: Ich kann noch nicht viel sagen, da ich heute morgen erst damit begonnen habe, und erst wenige Seiten gelesen habe. Aber die haben mir so außerordentlich gut gefallen, dass ich meine Befürchtungen erst mal zur Seite schieben kann. Es wird einige Zeit brauchen, bis das Buch beende. Ich bin ja eh schon eine ausgesprochene Lese-Schnecke. Aber die Beschreibungen der Landschaft bauen Bilder auf, und die möchte ich in Ruhe in meinem Kopf entstehen lassen. Denn Tania Blixen vermag auf poetische Weise Bilder zu erzeugen. Dass das Buch seinen besonderen Reiz daraus bezieht, kann ich mir inzwischen sehr gut vorstellen. Auch beeindruckt mich der erste Blick, den sie mir auf ihre Kaffeeplantage gewährt. Wie unglaublich groß!
Ich freue mich augenblicklich sehr aufs weiterlesen!
