von Petra » Sa 4. Aug 2018, 10:18
Hallo zusammen,
schön, dass ihr auch so viele tolle Bücher erwischt habt. Mir geht es auch so. Manuela, „Drachenläufer“ ist gleich mal wieder weiter auf meinem SUB nach oben gerutscht. Und „Zähne zeigen“ von Zadie Smith möchte ich nun noch dringender haben. Steffi hat mich schon so neugierig gemacht, und du verstärkst das nun, Maria. Steffi, dass du wieder eine schöne Zeit mit "Kluftinger" hattest, ist auch schön. Da der Witz sich etwas abgenutzt hat, vielleicht ganz schön, dass man mehr über Klufti in diesem Band erfährt.
Ich habe “Zärtlich ist die Nacht“ beendet. Mein zweiter Roman von F. Scott Fitzgerald, und wieder ein Genuss. An „Der große Gatsby“ reicht er nicht ganz heran, hat aber seine ganz eigenen Vorzüge. Wie autobiografisch er ist, ahnt man beim Lesen bereits, das Nachwort von Heinrich Detering gibt genaueren Aufschluss darüber. Über das Nachwort habe ich mich gefreut, ebenso darüber, dass der Diogenes Verlag erstmalig in der Übersetzung von Renate Orth-Guttmann der Erstfassung folgt. Auch auf die beiden Fassungen klärt Heinrich Detering auf. Wie schade, dass Fitzgerald sich vom Wunsch des Erfolges (und des gemocht Werdens – wie passend, da genau dies ja ein Grundbedürfnis seiner Hauptfigur ist) verleiten ließ, und seinen Roman so verändert und gefällig gemacht hat. Und wie erfreulich, dass der Diogenes Verlag die Erstfassung herausgegeben hat! Die doppelbödige Psychologie in dem Roman hat mir imponiert. Man erfasst sie vollends erst recht spät. Ich freue mich nun auf die BBC-Miniserie, die möchte ich in den kommenden Tagen anschauen.
Vor einigen Tagen habe ich dann “Gegen die Welt“ begonnen. 2011 erschien dieser 900 Seiten starke Roman von Jan Brandt, und hat es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft. Ich besitze die gebundene Ausgabe, da ich das Buch gleich nach Erscheinen kaufte (und bei so dicken Büchern auch gerne die gebundene Ausgabe lese), und freue mich gerade sehr an der Umschlaggestaltung. Der Roman spielt in den 80er Jahren, und ist voll von Erinnerungen an die eigene Jugendzeit (in meinem Fall ebenfalls in den 80er Jahren). Schlagworte dazu sind auf den Umschlag gedruckt: Lavalampen, Antiautoritäre Erziehung, Riskant!, Kirschlikör, Schrankwand…. Der Roman erzählt jedoch mehr, und löst nicht nur Erinnerungen aus (das aber auch, pausenlos! Genau so war es.), sondern erzählt auch von der Enge eines Dorfes, gegen das der Protagonist (Daniel Kuper, pubertierender Sohn eines Drogisten) kämpft. Das Dorf ist fiktiv, liegt in Ostfriesland. Doch es könnte überall in Deutschland gewesen sein. Denn so war es in den 80ern in der BRD! Erstaunlich, wie der Autor das Zeitgefühl einzufangen versteht, aber auch die Entwicklung Jugendlicher in der Zeit (Daniel und seine Freunde). Toll gemacht! Ich habe mich bestens eingelesen, und habe das erste Viertel mit großem Genuss gelesen, und freue mich auf die weitere Zeit. Jahreszeitlich passt es schön, denn die Zeitsprünge liegen – wenn auch ein paar Jahre auseinander – bisher immer im Sommer (immer ein extrem heißer Sommer, so wie unser dieses Jahr). Ich erinnere mich, dass Steffi den Roman bereits las, und begeistert war. Wenn es so bleibt, schließe ich mich der Begeisterung an!
Mein ebook habe ich ebenfalls inzwischen ausgelesen. “Je tiefer man gräbt“ von Mary Ann Fox ist ein schöner gemütlicher Krimi, ich hatte eine schöne Lesezeit damit. Band 2. erscheint im Januar 2019, ich habe es mir notiert. Ein neues ebook ist noch nicht gefunden. Mal sehen für was ich mich entscheide. Ich werde berichten.