steffi hat geschrieben:Super ! Ich hoffe mein Buch kommt rechtzeitig, ich hab es mir zuschicken lassen. Und gerne benutzen wir diesen thread weiter ! Ich freue mich !
Wir haben ja kein Stress. Gib Bescheid wenn die Lieferung sich verzögert.
steffi hat geschrieben:Super ! Ich hoffe mein Buch kommt rechtzeitig, ich hab es mir zuschicken lassen. Und gerne benutzen wir diesen thread weiter ! Ich freue mich !
Nathanael kann nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Das passt auch zu den Leitmotiven der Romantik, wo ja den Gefühlen viel Raum gegeben wird und der Gegensatz zur Naturwissenschaft und Aufklärung steht. Kunst und Literatur sollen zweckfrei sein, der Phantasie entspringen und nicht an Konventionen gebunden sein. Man sieht das an der interessanten Konstruktion, zuerst die Briefe, also ohne Erzähler. Dann tritt plötzlich der Erzähler auf und wendet sich an den Leser. Später rückt er dann doch wieder ein wenig in den Hintergrund.
Auch modern war die Wirkung des Automaten auf die Gesellschaft, da hat Hoffmann noch eine kleine Kritik eingebaut, was mich schmunzeln ließ. Passt aber natürlich zum äußeren Schein des Automaten.
Schmunzeln musste ich über die Reaktionen, als Herauskam, dass Olimpia ein Automat ist. Die Frauen mussten taktlos singen oder beim Vorlesen sticken oder gähnen, um zu beweisen, dass sie echt sind. Interessant, dass es Spalanzani wirklich gab. Er war ja glücklicherweise schon tot, so dass er seine Darstellung nicht mehr mitbekam. Eigentlich ziemlich respektlos von Hoffmannm den echten Namen zu verwenden.
Ich glaube, die Romantik war eher die Weiterentwicklung bzw. Gegenentwicklung, indem man sich von den klassischen Idealen mehr der Natur und dem Inneren des Menschen zuwandte. Vielleicht, um die Napoleonkriege zu kompensieren, aber sicher auch um etwas der aufkommenden Industrialisierung entgegenzuhalten. Über die Märchen richtete sich der Blick auch auf das Unterbewusstsein. Ich würde eher sagen, dass die Romantik die Probleme der Aufklärung aufzeigt. Denn neben rationalem und logischem Denken bestehen wir auch aus Gefühlen, aus Kreativität, aus Fantasie. Und diese Werte versuchte die Romantik aufzuzeigen oder Aufmerksamkeit darauf zu erzeugen. Spannend finde ich die Wirkung der Romantik. Z.B. dass die Romantik das Unbewusste sozusagen entdeckt hat und Freud dies dann wissenschaftlich erforscht hat.
Die Besinnung zum Volkstümlichen hin trug sicher zu einem nationalen Bewussten bei, was im Sinne der späteren Revolution gut war.
steffi hat geschrieben:Ignaz Denner
Ich bin mittendrin und habe fast atemlos gelesen. Eine wunderbare Räubergeschichte bislang, schön im Wald, ein etwas naiver, passiver Jäger und dem Denner ist ja nicht zu trauen. Ich frage mich, ob sich ein gutes Herz und Aufrichtigkeit durchsetzten werden. Gleichzeitig ist Andres auch obrigkeitshörig und leichtgläubig. Spannend !
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