SONNTAG,
19.Januar:
Komödie (USA 1957) mit Danny Kaye nach der
Erzählung 'The Romance of Henry Menafee' von Paul Gallico
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Inhalt:
Der
Geschichtslehrer Anton Larabee unterrichtet an der Schule seines Vaters
Mathew und ist seit fünf Jahren mit seiner Jugendfreundin Letitia
Fairchild verlobt. Letitia besteht darauf, dass ihr Verlobter vor der
Heirat zum Nachfolger seines Vaters als Schuldirektor ernannt wird. Doch
der strenge Professoren-Vater knüpft an die Ernennung die Bedingung, dass
Anton in seine Fußstapfen tritt und endlich einen anspruchsvollen
wissenschaftlichen Aufsatz publiziert. Der Hobbyarchäologe Anton zieht
darauf los, um eine antike Statuette auszugraben, deren Existenz von der
Fachwelt bezweifelt wird. Als ausgerechnet an seinem Ausgrabungsort ein
Zirkus campiert, schließt Anton rasch Freundschaft mit den Trapezkünstlern
und entdeckt auf unfreiwillige Weise sein Talent als Clown. Dabei verliebt
er sich in die Artistin Selena, die Tochter des Zirkusdirektors Antonio
Gallini. Als der Direktor den Clown mit seiner Tochter in einer
verfänglichen Situation überrascht, bleibt ihm nach altem Brauch keine
andere Wahl als die beiden zu verheiraten. Anton gesteht, dass er schon
verlobt ist und wird in Schimpf und Schande davongejagt. Als er nach Hause
zurückkehrt, läuten bereits die Hochzeitsglocken. Letitia ist es gelungen,
den strengen Vater davon zu überzeugen, dass sein Sohn auch ohne eine
wissenschaftliche Publikation heiraten darf. In der Nacht vor seiner
Trauung erhält Anton Besuch von Selena. Sie hat die Statuette gefunden,
nach der er erfolglos gesucht hat ... |
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Literaturmagazin;
Moderation Lutz Görner
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Inhalt:
Die erste gesprochene Literaturgeschichte der Lyrik im
Fernsehen;
Folge 67:
Jakob
von Hoddis |
Drama (sw/USA
1945) mit Orson Wells und Claudette Colbert nach einem Roman von
Gwen Bristow
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Inhalt:
Elizabeth
MacDonald erfährt vor der Geburt ihres Sohnes John, dass ihr Mann John im
Krieg gefallen sei und heiratet schließlich ihren Chef Larry Hamilton. 20
Jahre später taucht John inkognito als Wiener Chemiker Erich Kessler in
Hamiltons Firma auf. Das familiäre Wiedersehen wird zu einer tragischen
Reise in die Vergangenheit.
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Literaturtalk;
Der
streitbare Kritiker Marcel Reich-Ranicki, sanft und versöhnlich
Historiendrama (BRD/IT/SPA 1960) nach dem Roman 'Fabiola'
von Kardinal Wiseman
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Inhalt:
Zur Zeit des
Kaisers Maximianus erreichen die Christenverfolgungen im antiken Rom noch
einmal einen grausamen Höhepunkt. Dennoch bekennen sich neben vielen
Sklaven auch hohe römische Offiziere und Frauen aus vornehmen Familien zu
dem neuen Glauben. Nach dem Tod ihres Vaters findet auch die stolze
Patriziertochter Claudia unter dramatischen Umständen zum Christentum und
ist bereit, an der Seite ihres Geliebten in der Arena den Märtyrertod zu
sterben. |
Literaturmagazin
Kinderfilm (BRD 1980) mit Gustl Bayrhammer nach den Erzählungen
von Ellis Kaut
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Inhalt:
Eines
Tages entdeckt Schreinermeister Eder, dass es in seiner Werkstatt spukt.
Irgendwer bringt immer alles durcheinander. Und wer? "Pumuckl", der kleine
Kobold, den außer Meister Eder keiner sehen kann. Immer neue Streiche
fallen dem Pumuckl ein. Er ist so was wie ein immer lustiges, unartiges
Kind, nur hat er einen Vorteil: Wenn er wieder irgendeinen Schabernack
ausgeheckt hat, verschwindet er einfach - unsichtbar. Meister Eder und
sein Pumuckl sind bald unzertrennliche Freunde... |
Drama
(USA 1981) mit Katherine Hepburn und Henry Fonda nach einem
Bühnenstück von Ernest Thompson
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Inhalt:
Wie seit vielen
Jahren verbringt das alte Ehepaar Thayer den Sommer in seinem Ferienhaus
am See. Vielleicht ist es der letzte gemeinsame Sommer; dem emeritierten
Professor Norman Thayer macht das Herz mitunter schon sehr zu schaffen,
und er überspielt das Schwinden seiner Kräfte mit knurriger Ironie. Als
seine Tochter Chelsea zu seinem 80. Geburtstag mit einem Freund und dessen
Sohn zu Besuch kommt, bricht ihr alter Konflikt mit dem Vater wieder auf. |
Komödie (sw/USA
1961) mit James Cagney und Horst Buchholz nach der Komödie 'Egy
Ketto Harom' von Ferenc Molnar.
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Inhalt:
C. R.
MacNamara träumt davon, Europa-Direktor für Coca Cola zu werden. Um seine
Fähigkeiten zu beweisen, will er den Absatzmarkt seiner Firma von Berlin
aus über den Eisernen Vorhang hinaus weit nach Osten ausdehnen,
strategisch beraten von Herrn Schlemmer, der seinen devoten Gehorsam
offensichtlich aus vergangenen Zeiten hinübergerettet hat. Um sich bei
Konzern-Chef Hazeltine zusätzlich beliebt zu machen, nimmt MacNamara
dessen verwöhnte Tochter Scarlett während einer Europareise bei sich auf.
Sie schafft es, allnächtlich durch das noch offene Brandenburger Tor in
den Ost-Sektor durchzubrennen, wo sie sich in den überzeugten
Jungkommunisten Otto Ludwig Piffl verliebt hat. Als MacNamara davon
erfährt, ist es schon zu spät, die beiden haben geheiratet und wollen sich
nach Moskau absetzen. Um das zu verhindern, müssen MacNamara und seine
Leute sich mächtig abstrampeln. Man schafft Piffl in den Westen, aber
damit ist es keineswegs getan. Scarletts Vater kündigt seinen Besuch in
Berlin an, und es bleiben nur 24 Stunden Zeit, um Piffl ideologisch
umzufunktionieren und dem kapitalistischen Konzernherrn einen akzeptablen
Schwiegersohn zu präsentieren. |
Heimatfilm (BRD 1956) mit Heidi Brühl und Angelika Meissner nach
einer Romanidee von Ursula Bruns
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Inhalt:
Zwei Jahre
sind vergangen. Oma Jantzen hat den Immenhof nicht halten können. Alle
Versuche, Geld aufzutreiben, um das Gestüt als Ponyhof rentabel zu machen,
sind gescheitert. Der Immenhof soll versteigert werden. Oma Jantzen und
ihre Enkelinnen Dick und Dalli haben im Haus Herrn von Roths Aufnahme
gefunden. Angela, die Frau von Roths und Enkelin von Oma Jantzen, ist
wenige Monate nach der Heirat gestorben. Neffe Ethelbert ist es, der
überraschenderweise die verzweifelte Situation rettet. Er bittet seinen
reichen Onkel Pankraz, Geld zu investieren. Dies bringt nicht nur Oma
Jantzen und den Mädels vom Immenhof ihr geliebtes Gestüt zurück, sondern
auch Herrn von Roth das Glück wieder. Er verliebt sich in Margot, des
Onkels hübsche Tochter. |
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Zirkusdrama (Ö 1958) nach dem Roman
'Männer
müssen so sein'
von Heinrich Seiler
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Inhalt:
Varieté-Promoter
Carl de Vries stellt ein neues Programm zusammen. Eine der
Hauptattraktionen soll eine von dem tollkühnen jungen Dompteur Ruda
betreute Tigergruppe sein. Der aber hat nicht nur Raubkatzen, sondern vor
allem die Zähmung schöner Mädchen im Sinn. Auch die hübsche
Balletttänzerin Beatrix, die von einer großen Artistenkarriere träumt,
fällt seinem Charme zum Opfer. Doch Ruda hat die Rechnung ohne die Liebe
gemacht. Denn als die beiden sich wenig später im Programm des
zirkusbesessenen Varieté-Promoters Carl de Vries wieder treffen, merkt er,
wie viel ihm das Mädchen bedeutet. Doch auch der berühmte Kunstschütze
Cameron hat sein gefährliches Auge auf sie geworfen. |
Jugendfilm in zwei Teilen (BRD 1982) mit Anja Schüte nach
dem gleichnamigen Roman von Emmy von Rhoden
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Inhalt:
Ende des 19.Jhr.: Die 16 jährige
Ilse Macket tollt am liebsten mit den Tieren durch Feld und Wald des
väterlichen Gutshofes. Schularbeiten, gehorchen und gutes Benehmen sind
ihr egal. Auch auf ihre Stiefmutter ist sie nicht gut zu sprechen. So
wissen die Eltern schließlich keinen anderen Ausweg, als Ilse in ein
Pensionat zu geben. Trotzig widersetzt sich Ilse den Pflichten eines
geregelten Internatslebens. Doch schon bald gewinnt sie in Nellie eine
gute Freundin und in der Erzieherin eine strenge, aber gerechte
Ersatzmutter. |
Krimi (BRD
1968) mit Horst Tappert, Iris Berben und Fritz Wepper nach einem Roman von Edgar Wallace
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Inhalt:
Das Londoner
Varieté "Odeon" wird von einer spektakulären Mordserie an mehreren
Tanzgirls erschüttert. Dabei findet man bei einer der Leichen ein Glasauge
in der Tasche. Bei ihren Recherchen stoßen Scotland Yard-Inspektor Perkins
und Sergeant Pepper auf den Billard-Club "Das Glasauge", dessen Mitglieder
ebenfalls alle ein Glasauge in der Tasche tragen. Doch hinter dem Club
verbirgt sich ein gut gehender Drogen- und Mädchenhandel, und eines der
Opfer will nun Rache! |
Politthriller (USA 1974) mit Robert Redford und Faye Dunaway nach
einem Roman von James Grady
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Inhalt:
Joe Turner wertet bei der "Amerikanischen Gesellschaft für
Literaturgeschichte", einer getarnten CIA-Außenstelle, Thriller- und
Geheimdienstliteratur aus, um den Geheimdienst mit den neuesten Tricks zu
versorgen. Doch eines Tages findet er all seine Kollegen ermordet auf.
Kurz darauf kann er selbst nur knapp einem Attentat entgehen. Turner
taucht schließlich bei der hübschen Kathy unter und kommt einer
mörderischen Geheimorganisation innerhalb des CIA auf die Spur. |
Dreiteiliger
Krimi (SCHW/BRD 2001) nach dem gleichnamigen Roman von Henning Mankell
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Inhalt:
Von
Sorge getrieben, dass der Serientäter erneut zuschlagen wird, laufen die
Ermittlungen auf Hochtouren. Bei den Untersuchungen im Hause des dritten
Opfers Liljegren finden sich Spuren, die ins Prostituiertenmilieu führen.
Wallander befragt die stadtbekannte Prostituierte Elisabet Carlén, die
mehr zu wissen scheint, als sie zugibt. Auch Wallanders erneuter Vorstoß
bei Familie Fredman, mehr über deren Tochter Louise zu erfahren, scheitert
am massiven Widerstand von Stefan. Was hat die Mauer des Schweigens zu
bedeuten und welche Fährte ist die richtige? Wallander konfrontiert
Elisabet Carlén mit den Fotografien, die das minderjährige Brandopfer
Dolores zeigen, woraufhin sie den Namen des Mädchenhändlers Logard
preisgibt. Im Haus von Logard erwartet Wallander und Forsfält ein Bild des
Schreckens. |
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Satire (sw/DDR 1951) nach dem gleichnamigen
Roman von Heinrich Mann
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Inhalt:
Diederich Heßling, Sohn eines autoritären Fabrikanten im wilhelminischen
Deutschland, lernt von früh auf, sich der Macht zu beugen und Schwächere
zu unterdrücken. Nach seiner Zeit als Korpsstudent übernimmt er die Firma
des Vaters und wird zum Herold der Reaktion in seiner Heimatstadt. Eine
flammend patriotische Rede in einem Prozess wegen Majestätsbeleidigung
gegen einen liberalen Geschäftskonkurrenten macht seinen Aufstieg
scheinbar unaufhaltsam. |
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Fantasyhorror (KAN
1997) basierend auf einem Roman von Bram Stoker
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Inhalt:
Der
abtrünnige Priester Jacob Vassey beschwört mit einer Gruppe von
Satanisten den Shadowbuilder heraus, eine Kreatur der Finsternis.
Ihr Ziel: die Zerstörung der Schöpfung und die Heraufbeschwörung
des Chaos. Doch um seine Aufgabe zu erfüllen, muss sich der
Shadowbuilder zunächst die Lebensenergie von sechs Menschen holen,
um dann eine reine Seele zu opfern und so sein Ziel der Zerstörung
zu erreichen. Diese reine Seele gehört jedoch dem zwölfjährigen
Chris Hatcher ... |
Literaturtalk mit
Jochen Hieber;
Gäste: Monika Maron, Roger
Willemsen, Konrad Adam
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Inhalt:
"Die
deutsche Bildungsmisere": Mit seinem Buch hat der ehemalige
FAZ-Bildungsredakteur Konrad Adam widersprüchliche Kritiken auf sich
gezogen von "nicht relevant" über "monoton zu lesende Philippika" bis "von
wirklicher bildungspolitischer Erfahrung geprägt". Adam will eine
Rückbesinnung auf humanistische Traditionen und das Studium alter
Sprachen. Ursache fast allen Übels sind für ihn "die 68er". Doch was ist
mit dem Osten, wo "die 68er" doch gar nicht wirkten, wo es vor der Wende
bereits einen Kindergarten mit Bildungsauftrag gab? Im "Weimarer Salon"
diskutiert Adam mit Monika Maron und Roger Willemsen über deren Bücher
"Endmoränen" und "Deutschland: eine Bestandsaufnahme". Monika Maron
schreibt über die alternde Hauptfigur Johanna mit ihren Zweifeln an einer
Perspektive nach der Wende. Willemsens Buch ist die Dokumentation einer
Entdeckungsfahrt: Im Sommer 2001 und Frühjahr 2002 fuhr er mit dem Zug
kreuz und quer durch Deutschland, sucht die Momentaufnahme der Normalität
in Land. |
Actiondrama
(sw/USA 1959) mit Jack Palance nach einem Roman von L.P. Bachmann
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Inhalt:
Erik
Körtner kehrt mit Karl Wirtz und vier weiteren Kameraden nach der
deutschen Kapitulation in das zerstörte Berlin zurück. Sie sind als
Soldaten einer Strafkompanie der Wehrmacht im Entschärfen von Blindgängern
erfahren und melden sich freiwillig für ein Bombenräumkommando der
Alliierten, obwohl sie wissen, was sie damit riskieren. Doppelte Rationen
und eine Menge Geld, das mit dem gefährlichen Job zu verdienen ist,
scheinen ihnen das Risiko wert zu sein. Gleich zu Anfang der Arbeit
schließen die Kameraden einen makabren Vertrag: Die Hälfte des verdienten
Geldes kommt in einen Topf und soll nach drei Monaten unter denen
aufgeteilt werden, die das Himmelfahrtskommando überlebt haben. |
Krimi-Melodram
(F 1998) nach einem Roman von George Simenon
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Inhalt:
Ein
angesehener Rechtsanwalt aus der Pariser Oberschicht übernimmt die
Strafverteidigung einer aufgeweckten jungen Frau, die in einen
Raubüberfall verwickelt ist. Als er sich Hals über Kopf in die attraktive
Verführerin verliebt, gehen nicht nur Ehe und Beruf den Bach hinunter. Der
gesetzte Jurist muss sich auch noch gegen einen rabiaten jugendlichen
Nebenbuhler behaupten. |
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Tragikomödie (F 1978) mit Catherine Deneuve nach einem Roman von Nancy
Markham
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Inhalt:
Bankmanager wollen einen
Finanzskandal vertuschen und schieben ihn einem unschuldigen Prokuristen
in die Schuhe. Doch dieser hält nicht still, sondern setzt sich gegen die
Obrigkeit zur Wehr. |
Literaturtalk mit
Volker Panzer;
Gäste:
Klaus
Wagenbach (Verleger), Sigrid Löffler (Literaturkritikerin), Reiner
Stach (Kafka-Biograf)
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Inhalt:
Franz Kafka (1883 bis 1924) ist und bleibt
aktuell, das Interesse an dem Prager Schriftsteller ist ungebrochen, seine
Werke wie "Die Verwandlung", "Das Urteil", "In der Strafkolonie" oder "Der
Prozeß" sind feste Bestandteile der Weltliteratur.
Dabei gelangten seine Texte erst langsam nach dem 2. Weltkrieg zu
Weltruhm, und Näheres über seine Biographie wurde erst spät bekannt. Erst
jetzt legt der Autor Reiner Stach eine erste umfassende Kafka-Biografie
auf Deutsch vor. Worin liegt die besondere
Faszination von Kafkas Texten? Was erhebt diesen Autor über so viele
anderen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts? Wie stellt sich heute das
Verhältnis von Leben und Werk des Prager Dichters dar? Und was genau
meinen wir, wenn wir von "kafkaesk" reden?
Über die Bedeutung Franz Kafkas, die neuen Forschungen zu seinem Leben und
die ungebrochene Resonanz auf sein Werk diskutiert Volker Panzer mit dem
Verleger und Kafka-Experten Klaus Wagenbach, der Literaturkritikerin
Sigrid Löffler und dem Kafka-Biografen Reiner Stach.
Eine Sendung in Zusammenarbeit mit der Kulturzeitschrift "Literaturen",
die ihre Januar-Ausgabe dem Prager Schriftsteller widmet. |
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