von Petra » Mi 20. Mai 2015, 10:55
Hallo zusammen,
ich habe endlich Urlaub! Und nachdem noch einige Unternehmungen anstanden, habe ich nun auch endlich ein paar Tage wo ich die Ruhe genießen kann! Das habe ich auch gleich mit einer tollen Literaturverfilmung genutzt, die ich mir auf Leinwand angeschaut habe, ein tolles Erlebnis!
Denn es ist ein rauschendes Fest, das da gefeiert wird. Anfangs empfand ich es als zu rauschend, zu bunt, zu schnell für den Roman “Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald. Doch ab dem Moment, wo Gatsby (der Filmtitel lautet nur auf „Gatsby“) die Leinwand betritt (grandios von Leonardo DiCaprio verkörpert), hat mich der Film in seinen Bann gezogen, und erst wieder frei gegeben, nachdem längst der Abspann vorbei war.
Sehr dicht an der Vorlage, was mir ausgesprochen gut gefallen hat! Und die Dramaturgie des Romans ist optimal eingefangen. Die dekadente Gesellschaft rast auf die Katastrophe zu, die einzig Gatsby (The Great Gatsby, wie sein Nachbar zum Schluss so passend ergänzt, und an ihn zurückdenkt, als den einzigen, der wirklich ein wertvoller Mensch war, unter all den oberflächlichen Reichen) zu tragen hat! Das ging mir abermals unter die Haut! Im Buch schon, aber hier noch mal aufs Neue. Wunderbar eingefangen, auch die Kritik an der Oberflächlichkeit der Upper Class, die nicht nur auf die 20er Jahre in New York zutrifft, sondern auch heute in der High Society zu beobachten ist. Somit ein zeitgemäßer Film! Und die Verbindung zum Hier und Jetzt ist musikalisch geknüpft. Die rauschenden Feste auf Gatsbys imposanten Anwesen werden im Charleston-Style gefeiert, aber die Songs sind welche aus unserer Zeit, auf die 20er Jahre abgestimmt. Erst fand ich das befremdlich, später sah ich darin Genialität!
Ihr seht, ich bin absolut begeistert! Und das hätte ich am Anfang selbst nicht gedacht. Der Film hat gemischte Kritiken hervorgerufen. Ich zähle mich zu denen, die den Film wärmstens empfehlen möchten!
Und abermals hat mir Leonardo DiCaprio gezeigt, was ich lange schon weiß: Man hat ihn bodenlos unterschätzt, als man ihn auf seine Jünglings-Rollen reduzieren wollte. Einer der besten Schauspieler für mich!