Taberna libraria - Die magische Schriftrolle von Dana S. Eliot wird garantiert ein Urlaubsspaß
Moin miteinander,
Derzeit lese ich Schattenlicht von Martin Bühler.
Martin Bühler fand auf dem Dachboden ein Manuskript seines Vaters. Drei Bücher sind daraus geworden. Ich lese die Gesamtausgabe. Es handelt sich hierbei um einen biografischen Roman. Er entführt uns in die 1920er Jahre und reicht bis in die Nachkriegszeit.
Das Cover und der Titel passen wunderbar zusammen. Hier habe ich das Gefühl, dass sich der Autor wirklich damit auseinander gesetzt hat.
Bisher weiß ich nur, dass es sich um ein biografisches Werk handelt. Bei den Biografien, die ich bisher gelesen habe, war auf dem Cover immer die Hauptperson abgebildet, was irgendwie auch logisch ist.
Derjenige, um den es in dieser Biografie geht, hat kein leichtes Leben gehabt, stand sozusagen meist auf der Schattenseite. Andererseits verspricht das Cover aber auch einen Hoffnungsschimmer.
Nun bin ich gespannt, ob die Geschichte das wiedergibt, was ich aus Cover und Titel für mich rausgelesen habe.
Ein sehr schöner Einstieg ins Buch, indem erst mal berichtet wird, wo wir uns befinden. So ein bisschen Mundart hat schon seinen Reiz, weiß man doch so, wie die Menschen in dieser Region gesprochen haben. Wenn es nicht zu viel ist, finde ich das ganz in Ordnung.
Bisher kommt mir das Familienleben sehr unterkühlt vor. Klar besteht dort das Leben nur aus Arbeit. Aber kann man wirklich permanent auf Lachen und Herzlichkeit verzichten? War es so, dass man den Kindern keine Liebe entgegenbrachte?
Mariebäs ist für mich bisher die sympathischste Figur in dieser Familie. Schade, dass sie schon tot ist. Gerade sie, die sich geweigert hat, sich in das System einzugliedern. Die verzichtet auf eine Ehe ohne Liebe.
Damals war es so, dass die Kinder ordentlich mittun mussten. Aber sie scheinen sich auch ihre Freiräume erkämpft zu haben. Auch wenn es hinterher Strafe gab.
Matthias Vater war zwar im Haushalt und in der Landwirtschaft nicht so bewandert, aber politisch interessiert war er. Und er wusste schon sehr früh, dass mit Hitler nichts Gutes auf sie zukam.
Jetzt habe ich auch gelesen, dass es in der Familie nicht nur Arbeit gab. Nein, es wurden auch Gesellschaftsspiele gespielt.
Mir wird gerade Matthias Mutter immer unsympathischer. Nachdem er monatelang nach dem Brand beim Vetter ausgeholfen hat, sich drangsaliert lassen hat, ist ihr einziger Kommentar. "Der Mateis ist jetzt ein braver Bua gworda."



