Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Fr 9. Feb 2018, 13:31

Sonja hat geschrieben:
Petra hat geschrieben:Ich saß übrigens heute beim Arzt im Wartezimmer, und las dort über meine Handy-App etwas weiter im Zauberberg. Lustig: Hans Castorp und Joachim saßen dort auch gerade im Wartezimmer, weil eine Röntgenaufnahme gemacht werden soll. Ich fühlte mich ihnen sehr verbunden. :kichern:


Ich kann es mir bildlich vorstellen :nicken_freudig: , sowohl Deine Verbundenheit mit den Beiden, durch die so bildhafte Beschreibung Thomas Manns, als auch, das es sicher wieder eine vortreffliche Szene mit Hans Castorp und Joachim war :kichern: . Ich freue mich aufs weiterlesen :freudig_die_faeuste_schwing:


Du liegst richtig, es war natürlich wieder eine vortreffliche Szene mit Hans Castorp und Joachim! Was für ein Vergnügen! :breit_grins: Und so schön, dass du es jetzt mit mir teilst. Auf viele solch schöner Szenen kannst du dich noch freuen. Du hast recht, der Zauberberg verzaubert wirklich. :schwaermt: Und so schön, dass du sie jetzt auch in der (wirklich so schönen) gebundenen Ausgabe genießen kannst. Aber ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass du der Handlung ebenfalls häufig via ebook folgen wirst. Ich wechsle auch ganz gern im Moment wieder auf die App. Einfach weil man keine Lesezeiten damit so schön nutzen kann. Und stimmt, es ist textfreundlicher per ebook.

Deine Leseeindrücke zu "In welcher Sprache träume ich?" habe ich ebenfalls genossen. Dass du es abermals lesen möchtest, in seiner ursprünglich verfassten Sprache, zeigt deutlich, wie tief dich ihr Leben berührt und beeindruckt.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Sonja » Fr 9. Feb 2018, 14:00

Petra hat geschrieben:Du liegst richtig, es war natürlich wieder eine vortreffliche Szene mit Hans Castorp und Joachim! Was für ein Vergnügen! :breit_grins:

Und so schön, dass du es jetzt mit mir teilst. Auf viele solch schöner Szenen kannst du dich noch freuen. Du hast recht, der Zauberberg verzaubert wirklich. :schwaermt: Und so schön, dass du sie jetzt auch in der (wirklich so schönen) gebundenen Ausgabe genießen kannst. Aber ich kann das sehr gut nachvollziehen, dass du der Handlung ebenfalls häufig via ebook folgen wirst. Ich wechsle auch ganz gern im Moment wieder auf die App. Einfach weil man keine Lesezeiten damit so schön nutzen kann. Und stimmt, es ist textfreundlicher per ebook.


Ja, die Beiden sind so köstlich - ein wahres Vergnügen! Anfangs dachte ich, dass dieses Buch in Bahn und Zug zu lesen, ihm nicht gerecht wird. Aber jedes Mal, wenn ich es las, war ich in der Geschichte drin, las auch Stellen doppelt, aber deshalb, weil ich mir so gut gefielen. In der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig hatten sie leider nur die Taschenbuchausgabe, in der ich das Schriftbild aber ganz furchtbar fand, weil so eng gedruckt.

Petra hat geschrieben:Deine Leseeindrücke zu "In welcher Sprache träume ich?" habe ich ebenfalls genossen. Dass du es abermals lesen möchtest, in seiner ursprünglich verfassten Sprache, zeigt deutlich, wie tief dich ihr Leben berührt und beeindruckt.


Ja, zum einen ist sie es als Person, die Orte in ihrem Leben (mittlerweile lebt sie übrigens seit über 30 Jahren in London) und aber auch, das Emigrieren und was es mit einem macht - was natürlich auch jeder Mensch anders empfindet. Zum anderen möchte ich es aber auch in Englisch lesen, da mir ihr Stil in "ihrer" Sprache gefällt und ich auch hoffe, damit weiter die Sprache zu lernen. Ebenfalls reizt es mich bald schon My face for the world to see von Alfred Hayes zu lesen. Jenes Buch, dass ihre Tür zu der Sprache war, weil es die Leichtigkeit des Englischen zeigt, also das, was auch mich an dieser Sprache fasziniert. Diese Leichtigkeit scheint auch What language do I dream in? zu haben. My face for the world to see spricht mich aber auch als Buch an sich an. Und es ist doch immer schön, wenn man in einem Buch ein Anderes entdeckt.
Liebe Grüße, Sonja

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Fr 9. Feb 2018, 15:57

@ Sonja: das ist ja fein, dass es dich auch auf den Zauberberg verschlagen hat ! Es ist immerhin eines meiner Lieblingsbücher und wenn das Fieber hier weiter so umgreift ... Wer weiß, dann muss ich es auch mal wieder lesen. :breit_grins:

Ich habe Underground Railroad von Colson Whitehead beendet. Zu Recht hat der Roman so die Preise eingeheimst, finde ich. Es kann nicht genug Bücher gegen Rassismus geben und durch die Phantasie der Untergrundbahn kommt auch ein wichtiger Aspekt des Buches heraus. Denn ohne Phantasie, ohne Träumen hätten die Sklaven damals nicht überlebt und würde sich unsere Welt auch nicht ändern. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, noch mehr Fakten über die unterschiedliche Gesetzgebung der einzelnen Staaten hätte ich mir gewünscht. Ausserdem fand ich am Ende auf der Valentine-Farm hätte er noch mehr Philosophie oder Gesellschaftskritik einfliessen lassen können. Trotzdem sehr empfehlenswert.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Kessy » Fr 9. Feb 2018, 17:39

steffi hat geschrieben:Ich habe Underground Railroad von Colson Whitehead beendet. Zu Recht hat der Roman so die Preise eingeheimst, finde ich. Es kann nicht genug Bücher gegen Rassismus geben und durch die Phantasie der Untergrundbahn kommt auch ein wichtiger Aspekt des Buches heraus. Denn ohne Phantasie, ohne Träumen hätten die Sklaven damals nicht überlebt und würde sich unsere Welt auch nicht ändern. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, noch mehr Fakten über die unterschiedliche Gesetzgebung der einzelnen Staaten hätte ich mir gewünscht. Ausserdem fand ich am Ende auf der Valentine-Farm hätte er noch mehr Philosophie oder Gesellschaftskritik einfliessen lassen können. Trotzdem sehr empfehlenswert.


Das hört sich sehr interessant an. Habe es mir auch schon auf mein Tablet zum lesen geladen.
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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Sonja » Sa 10. Feb 2018, 18:25

@ Steffi: Gefährlicher Berg... Wollte doch nur mal kurz reinlesen, zack, eingefangen :lesen_bei_kerzenschein: Wäre doch schön, wenn wir einen dabei hätten, der ihn nicht zum ersten Mal liest.

Was Du zu Unterground Railroad schreibst klingt sehr interessant. Das Buch läuft mir immer wieder mal über den Weg. Werde es mir nun doch mal näher ansehen.
Liebe Grüße, Sonja

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Sa 10. Feb 2018, 19:17

Sonja hat geschrieben:Ja, die Beiden sind so köstlich - ein wahres Vergnügen! Anfangs dachte ich, dass dieses Buch in Bahn und Zug zu lesen, ihm nicht gerecht wird. Aber jedes Mal, wenn ich es las, war ich in der Geschichte drin, las auch Stellen doppelt, aber deshalb, weil ich mir so gut gefielen. In der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig hatten sie leider nur die Taschenbuchausgabe, in der ich das Schriftbild aber ganz furchtbar fand, weil so eng gedruckt.


Ich kann das gut verstehen, auch ich versinke immer gleich beim Lesen direkt hinein. Ein Buch, in dem ich alles um mich herum vergessen kann. Bemerkenswert, wie Thomas Mann das schafft!

Und auch ich lese einige Stellen mehrmals. Einfach weil ich manche Szene so genieße, dass ich sie noch mal in all ihrer Pracht vor meinem inneren Auge entfaltet sehen möchte. Herrlich! Und mich freut so zu lesen, dass es dir genauso ergeht!

Sonja hat geschrieben:Ja, zum einen ist sie es als Person, die Orte in ihrem Leben (mittlerweile lebt sie übrigens seit über 30 Jahren in London) und aber auch, das Emigrieren und was es mit einem macht - was natürlich auch jeder Mensch anders empfindet. Zum anderen möchte ich es aber auch in Englisch lesen, da mir ihr Stil in "ihrer" Sprache gefällt und ich auch hoffe, damit weiter die Sprache zu lernen. Ebenfalls reizt es mich bald schon My face for the world to see von Alfred Hayes zu lesen. Jenes Buch, dass ihre Tür zu der Sprache war, weil es die Leichtigkeit des Englischen zeigt, also das, was auch mich an dieser Sprache fasziniert. Diese Leichtigkeit scheint auch What language do I dream in? zu haben. My face for the world to see spricht mich aber auch als Buch an sich an. Und es ist doch immer schön, wenn man in einem Buch ein Anderes entdeckt.


Ich glaube es ist ein sehr passendes Buch, es noch mal in Englisch zu lesen. Denn letztlich geht es ja auch um Sprache(n), und somit allein deshalb schon so passend.

Oh ja, ich liebe es auch, wenn ein Buch einen auf weitere Bücher bringt. Toll, dass Elena Lappin dir noch weiteren Lesestoff mitgegeben hat! :daumen_hoch:

steffi hat geschrieben:@ Sonja: das ist ja fein, dass es dich auch auf den Zauberberg verschlagen hat ! Es ist immerhin eines meiner Lieblingsbücher und wenn das Fieber hier weiter so umgreift ... Wer weiß, dann muss ich es auch mal wieder lesen. :breit_grins:

Ich habe Underground Railroad von Colson Whitehead beendet. Zu Recht hat der Roman so die Preise eingeheimst, finde ich. Es kann nicht genug Bücher gegen Rassismus geben und durch die Phantasie der Untergrundbahn kommt auch ein wichtiger Aspekt des Buches heraus. Denn ohne Phantasie, ohne Träumen hätten die Sklaven damals nicht überlebt und würde sich unsere Welt auch nicht ändern. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, noch mehr Fakten über die unterschiedliche Gesetzgebung der einzelnen Staaten hätte ich mir gewünscht. Ausserdem fand ich am Ende auf der Valentine-Farm hätte er noch mehr Philosophie oder Gesellschaftskritik einfliessen lassen können. Trotzdem sehr empfehlenswert.


Da schließe ich mich Sonja an: Wäre allzu schön, dich auch noch dort anzutreffen! Im Zauberberg finden ja auch immer wieder Patienten vom Tal zurück, weil sie noch nicht ganz kuriert sind. Vielleicht geht es dir ja auch so, Steffi. :kichern:

Mit "Underground Railroad" hast du auch einen interessanten Lesestoff gehabt. Interessant finde ich auch, von was du dir mehr gewünscht hättest, dass du dich für die unterschiedliche Gesetzgebung in den unterschiedlichen Staaten interessierst, zeigt, dass das Thema dich in der Tiefe beschäftigt. Da konnte Colson Whitehead offenbar viel bewirken, wenn es ihm gelingt, dass man mehr wissen möchte. Ich habe den Roman noch vor mir, als Hörbuch. Ich freu mich drauf, es scheint ein gutes Buch zum dem Thema zu sein.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » So 11. Feb 2018, 11:58

Hallo Ihr beiden,

ich kann Eure Gedanken und Gefühle dazu sehr gut nachempfinden. Mir ging es ähnlich, jedoch trenne ich in diesem Buch zunehmend die beschreibenden und dialogischen Szenen von denen, in denen Settembrini mit Naphta diskutiert.

Nach wie vor empfand ich sie als sicherlich gewinnbringend für jeden Leser im allgemeinen, aber auch als sehr anstrengend für mich im besonderen. Dazu hatte ich ja im Thomas Mann Thread bereits etwas geschrieben.


@Sonja: Wie schön, dass Du jetzt ebenfalls so begeistert bist.
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
B.H.

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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Kessy » So 11. Feb 2018, 14:13

Ich brauche jetzt mal eine kleine Auszeit von den Thrillern und mache weiter mit Weibernest von Hera Lind.

Mooresschwärze von Catherine Shepherd war ein spannender Thriller mit Hauptaugenmerk wirklich fast nur (das Familienleben der Pathologin wurde kurz eingebelendet) auf den Fall. Hat Spass gemacht ihn zu lesen. War mir ja erst nicht so sicher, da ich bei bei dem Puzzelmörder von Zons einen Reinfall erlebt hatte von der Autorin.
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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Manuela » Mi 14. Feb 2018, 11:24

Ich habe noch ca 50 Seiten in dem Buch "Die Vergessenen" von Ellen Sandberg vor mir.
Was tun die Personen in einem Buch, wenn es gerade niemand liest?
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Re: Leseerlebnisse 2018.... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mi 14. Feb 2018, 12:41

Ihr Lieben,

gestern berichtete ich ja bereits von meinem ersten Buchkauf dieses Jahr: Die Verlobte des Briefträgers.

Ich konnte wirklich nicht warten. Ich habe gestern bereits zu lesen begonnen.
Ich hoffte, dass das Buch nahtlos an das das andere Siebzehn Silben Ewigkeit anschließen würde und wurde nicht enttäuscht. Es liest sich, als hätte ich nur eine Seite umgeblättert.
Kaum zu glauben, dass zwischen den beiden Büchern 8 Jahre liegen. Ersteres erschien 2009 und letzteres 2017.

Vom ersten Moment des Lesen erfasste mich die gleiche Begeisterung wie damals. Aus jeder Zeile strömt Liebenswürdigkeit, Herzenswärme und Ästhetik im Umgang mit den Protagonisten, aber vor allem im Umgang mit der Sprache, in diesem Falle besonders mit der Poesie.

Wie schön, dass mir der Zufall dieses Buch gestern in die Hände trieb.

@Maria: Dir müsste das Buch ebenfalls zusagen, alleine der Haikus, Tankas und Renkus wegen.
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
B.H.

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