Haruki Murakami

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Re: Haruki Murakami

Beitragvon Petra » Sa 5. Aug 2017, 16:28

Hallo zusammen,

der Thread macht ungemein Lust mal wieder etwas von Murakami zu lesen oder alternativ zu hören!

Sonja, dass ich Dich auf „Gefährliche Geliebte“ neugierig gemacht habe, freut mich; und Du machst mich auf „Naokos Lächeln“ neugierig! Hab Dank fürs raussuchen Deiner Eindrücke von damals. Das macht Lust darauf! Diese leise Art, in der er erzählt, mag ich sehr. Kennst hier eigentlich jemand schon die Verfilmung? Wenn ja, lohnt sie? Ich habe sie zu Hause, schaue aber auf jeden Fall erst nach dem Buch.

Und nun bin ich gespannt welche Eindrücke Du zu „Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah“ gewinnst, Sonja. Darauf hat Maria mich auch echt neugierig gemacht!

Und noch mal steckst Du mich an, Maria. Mit Deinen Gedanken zu „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“. Ein interessantes Thema. Selbst- und Fremdwahrnehmung. Das Buch rückt dadurch in mein Interessenfeld. Ina, das stimmt, Murakami hat eine sehr ruhige Art zu erzählen. Vielleicht liegt er Dir somit tatsächlich generell nicht, aber dass Du es noch mal mit einem anderen Buch versuchen willst, finde ich gut.

Sonja, was Du über „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ sagst, gefällt mir sehr! Dass Haruki Murakami darin von seiner eigenen Welt erzählt, und wie sehr er seine Weise zu leben genießt, könnte für mich sehr interessant sein. Denn ich befasse mich derzeit auch sehr damit, wie ich leben möchte. Und setze da auch seit längerem ganz viel um. Auslöser war meine Krankheit. Das hat mich zu einer intensiven Innenschau veranlasst, und ich habe viel über mich gelernt, und darüber was mir wichtig ist, und wofür ich meine Energie (die weniger ist als vorher) einsetzen möchte. Ich glaube, ich schaue mich hier mal nach dem Hörbuch um. Gefällt mir, wenn jemand genau so lebt, wie er das möchte.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Haruki Murakami

Beitragvon JMaria » Mi 9. Aug 2017, 11:04

steffi hat geschrieben:Die "Pilgerjahre" stehen auch schon auf meiner Liste, ich finde die Idee ganz spannend.

Im Moment höre ich Naokos Lächeln, ich hatte schon mal damit angefangen, konnte mich aber nicht wirklich konzentrieren. Es gefällt mir sehr gut, auch hier wieder beobachtet Murakami genau und obwohl alles aus der Sicht von Watanabe erzählt wird, meint man, Naoko und Midori gut zu kennen. Wie ich Murakami bisher kennengelernt habe, könnte ich mir vorstellen, dass das am Ende anders aussieht :zwinker:



Petra hat geschrieben:Anmerken möchte ich, dass ich auch "Mister Aufziehvogel" kenne. Das habe ich allerdings als Hörbuch (ungekürzt) gehört. Dieser Roman lag mir nicht so wie "Gefährliche Geliebte". Die surrealen Elemente nahmen mir darin zu sehr Überhand, und ich konnte irgendwann nicht mehr nachvollziehen, was der Autor mir damit wohl sagen möchte. Das fiel mir in "Gefährliche Geliebte" leichter. Da gab es auch viele Deutungsmöglichkeiten, aber sie verloren sich nicht in einer zu großen Verwirrung.



Ich habe ebenfalls einige Stories als Hörbuch gehört und muss zugeben, dass ich lesend ihm besser folgen kann als hörend. Somit möchte ich mir "Naokos Lächeln" irgendwann auch noch lesend vornehmen.

"Mister Aufziehvogel" stell ich mir sehr schwierig vor zu hören und konzentriert zu bleiben!

An "After Dark" habe ich kaum noch Erinnerung an das Hörbuch.

Besser erging es mir mit dem Erzählband "Von Männern, die keine Frauen haben" , sehr schön kommt hier das Spiel mit der Einsamkeit zu tage in sieben Erzählungen.

Somit komme ich hörend besser klar mit seinen kurzen Geschichten, bei den Romanen greife ich lieber zum Buch.



https://www.amazon.de/Von-Maennern-kein ... 144&sr=1-2
Schöne Grüße
Maria

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Re: Haruki Murakami

Beitragvon Petra » Fr 11. Aug 2017, 08:25

Hallo Maria,
und natürlich alle anderen Murakami-Interessierte,

ich weiß was Du meinst. Manchen Autoren kann ich auch hörend schwerer folgen als lesend. Bei Haruki Murakami ging es bei mir mit "Mister Aufziehvogel" aber sehr gut mit dem Hören. Das ist auch viel dem Sprecher zuzuschreiben. Ulrich Matthes hat ja eine sehr ruhige und charismatische Stimme. Da lasse ich mich richtig hineinziehen. Ich glaube lesend hätte ich abgebrochen. Nicht weil das Buch schlecht wäre. Mir war darin die Symbolik zu dominierend. Damit tue ich mich generell schwer. In "Gefährliche Geliebte" waren die Proportionen zwischen realer Geschichte und surrealen Elementen für mich ausgewogener.

Nichts desto trotz fasziniert mich Murakami genau wegen seiner surrealen Elemente. Einen tollen Artikel in der Welt habe ich entdeckt. Clemens J. Setz ist ein großer Verehrer der Literatur von Haruki Murakami.

Du erinnerst mich an "After Dark", Maria. Das habe ich auch noch als Hörbuch. Muss ich mal raussuchen.

Und wieder machst Du neugierig! :du_du_du: Und zwar auf "Von Männern, die keine Frauen haben". Das Thema finde ich interessant. Ist vermerkt!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Haruki Murakami

Beitragvon JMaria » Do 1. Mär 2018, 18:58

Hallo zusammen,

sein neues Buch „Die Ermordung des Commendatore 1 - Eine Idee erscheint beginnt verheißungsvoll, richtig süffig, würde ich das mal bezeichnen.

Der 1. Satz im Prolog...

Als ich heute nach einem kurzen Mittagsschlaf erwachte, sah ich den „ Mann ohne Gesicht“ vor mir. ...


Dieses Traumgebilde, oder Geist, möchte, dass der Maler ihn porträtiert. Er hat ein Pfand dabei, das ihm der Maler, zugleich der Erzähler, vor geraumer Zeit hinterlassen hat. Dies Versprechen will der Geist nun einlösen.

Gegen Ende des Prolog heißt es.... . ... Ich komme wieder... bis dahin behalte ich das Pinguin- Amulett. ... Und weg war er. Jäh, als hätte ein plötzlicher Windstoß ihn fortgerissen...


Dieser Prolog hat mich an die Armosphäre in den Geschichten von „Tausend und eine Nacht“ erinnert. Der Erzähler hat mich gleich am Wickel :freudig_die_faeuste_schwing:

Mag jemand mitlesen?
Schöne Grüße
Maria

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Re: Haruki Murakami

Beitragvon steffi » Mo 5. Mär 2018, 15:04

Klingt gut, JMaria ! Leider bin ich grade nicht in Murakami-Stimmung, ich verfolge aber gespannt deine weiteren Eindrücke !
Gruss von Steffi

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