Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon Petra » So 15. Sep 2024, 19:51

Hallo Maria,

ja, wir tun alle, was getan werden muss. Und dann irgendwann sind wir nicht mehr da. Dann tun andere, was getan werden muss. Seltsam, wenn man näher drüber nachdenkt.
Da ich unfassbarer Weise dieses Wochenende mal morgens Zeit zum Lesen gefunden habe, habe ich das Buch heute Morgen beendet.

Du hast auch kürzlich Erzählungen gelesen. Muss ich mir mal näher anschauen, die Erzählungen von Daniela Krien. Scheinen ebenfalls lesenswert, wenn sie dich auch nach dem Lesen nicht losgelassen haben.

Ich habe gelesen, dass du kürzlich „Kenia Valley“ gelesen hast. Bei mir ist das schon lange her, aber ich erinnere mich noch, dass es mich in einigen Dingen an die Bücher von Nicholas Drayson erinnert hat. Besonders gefreut hatte ich mich damals, dass Theo dem Muthaiga Club einen Besuch abstattet, der ja auch in „Kleine Tierkunde Ostafrikas“ ein Handlungsort ist. :breit_grins:

Maria, das ist ja toll, dass du jetzt „Das achte Leben“ liest. Steffi hatte mich auch sehr neugierig darauf gemacht, als sie es vor einiger Zeit las. Ich wünsche dir viel Freude mit diesem umfangreichen Buch. Schön, dass Nino Haratischwili so toll erzählen kann. Da werden die Seiten hoffentlich dahin fliegen.

Ich stimme dir zu, dass Anne Glenconner in diesem hohen Alter begonnen hat Krimis zu schreiben, finde ich auch sehr beachtlich! Und das Setting auf Mustique ist wirklich toll. :sonnenstuhl:2:
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Di 17. Sep 2024, 10:28

Ich habe gelesen, dass du kürzlich „Kenia Valley“ gelesen hast. Bei mir ist das schon lange her, aber ich erinnere mich noch, dass es mich in einigen Dingen an die Bücher von Nicholas Drayson erinnert hat. Besonders gefreut hatte ich mich damals, dass Theo dem Muthaiga Club einen Besuch abstattet, der ja auch in „Kleine Tierkunde Ostafrikas“ ein Handlungsort ist. :breit_grins:


Oja, Petra, ich habe auch an diese Bücher gedacht. War schön diese Parallele zu ziehen :herz_blink:
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Di 17. Sep 2024, 12:45

Ah, JMaria, du liest Das achte Leben ! Ich fand es wunderbar und eigentlich gung das Lesen auch ganz schnell :breit_grins:

Ich lese den neuen Tana French Feuerjagd. Wieder ist Cal die Hauptperson, ein amerikanischer Polizist im Ruhestand, der sich in einem irischen Dörfchen niedergelassen hat. Schön, da weiterzulesen, wo der letzte Band aufgehört hat. Ich mag, dass alles ganz unaufgeregt und langsam geht, selbst der Mord passiert dann erst nach der Hälfte des Buches.

Parallel lese ich Wir sagen uns Dunkles von Helmut Böttiger über die Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Diesmal von JMaria verführt :breit_grins: sehr interessant geschrieben!
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon JMaria » Di 17. Sep 2024, 14:23

steffi hat geschrieben:Ah, JMaria, du liest Das achte Leben ! Ich fand es wunderbar und eigentlich gung das Lesen auch ganz schnell :breit_grins:

Ich lese den neuen Tana French Feuerjagd. Wieder ist Cal die Hauptperson, ein amerikanischer Polizist im Ruhestand, der sich in einem irischen Dörfchen niedergelassen hat. Schön, da weiterzulesen, wo der letzte Band aufgehört hat. Ich mag, dass alles ganz unaufgeregt und langsam geht, selbst der Mord passiert dann erst nach der Hälfte des Buches.

Parallel lese ich Wir sagen uns Dunkles von Helmut Böttiger über die Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Diesmal von JMaria verführt :breit_grins: sehr interessant geschrieben!



Wir sagen uns Dunkles
:breit_grins: Immer gerne bereit zum verführen. Böttiger schreibt spannend. Ich war mehr gefesselt von dem Drama der beiden Akteure als ich erwartet habe.

Tana French Feuerjagd.
Toll. Du liest bereits den neuen Krimi von ihr. Ich mag ein langsames aufbauen einer Geschichte auch sehr gern.
Schöne Grüße, Maria
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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Di 17. Sep 2024, 19:14

Steffi, "Feuerjagd" war seit längerem mal wieder ein Krimi von Tana French, der mich richtig gelockt hat. Dann las ich allerdings, dass es einen Vorgängerband gibt. Das hat mich jetzt erst mal wieder davon abgebracht, "Feuerjagd" zu lesen. Aber vielleicht wird es dann demnächst mal "Der Sucher". Er scheint dir gefallen zu haben? Und der Folgeband nun auch. Das motiviert mich, beide doch demnächst vielleicht zu lesen.

Schön, dass du so guten Krimi-Stoff hast. Ich finde die kommende Jahreszeit eignet sich immer so schön dazu. Berichte gerne weiter.

Ich habe bei meinen Behandlungen in "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguß nach vorne". Im Tonfall erinnert mich Saša Stanišić darin sehr an Wolf Haas in seinen Brenner-Krimis, die ich ja sehr gerne lese. Drei Geschichten habe ich gelesen. Schöne Gedanken stecken darin. Die Figuren in den Erzählungen hadern damit, wie sie ihr Leben führen. Wäre ein anderes Leben möglich? Und wenn ja, was hält einen ab? Und wer trifft die Entscheidung für einen, welches Leben man führt. Oft gar nicht man selbst, wie die Geschichte von Dilek zeigt. Umso imponierender, wenn wie plötzlich doch über ihr Leben selbst entscheidet.

Ob ich alle hintereinander weg lese, weiß ich noch nicht. Sie eignen sich aber auch zum immer mal wieder eine lesen, wenn gerade Zeit ist. Somit für mich gerade sehr willkommen. :nicken_freudig:
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Fr 20. Sep 2024, 15:14

@Petra: ja, es macht Sinn, zuerst mit dem Sucher anzufangen, denn dann bekommt man die Charakterentwicklung besser mit. Ich finde ja, bei Tana French kann man nichts falsch machen, ich mag ihre langsame und psychologische Art. Und auch wenn bei Feuerjagd der Mörder schon zu erahnen ist, geht es ja mehr um die Personen und das ganze Drumrum.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon Petra » So 22. Sep 2024, 16:55

Nachdem mir "Unser Buch der seltsamen Dinge" in meiner schönen Ortsbuchhandlung aufgefallen war, und ich es gekauft habe, habe ich es nun auch gleich begonnen zu lesen. Scheint für mich gerade genau richtig zu sein. :freudig_die_faeuste_schwing:

In der Coming of Age-Geschichte geht es um die heranwachsende Miv. Es ist das Jahr 1979, und Miv lebt mit ihrem Vater und ihrer Mutter in Yorkshire. Seit einiger Zeit lebt auch ihre gestrenge Tante Jean bei ihnen. Genau genommen, seit es Mivs Mutter gesundheitlich nicht mehr gut geht. Mivs größte Freude ist es, wenn sie mit Sharon zusammen sein kann. Sharon ist ihre beste Freundin, und die beiden unzertrennlich. Mivs Vater zieht in Erwägung mit der Familie von Yorkshire wegzuziehen. Umso mehr, seit der Yorkshire Ripper umgeht, und junge Frauen tötet. Miv will mit allen Mitteln verhindern, dass das geschieht, denn es würde heißen, dass sie von Sharon getrennt wäre. So fragt sich Miv, was wäre, wenn sie den Yorkshire Ripper finden würden. Die beiden Freundinnen beginnen Ermittlungen, indem sie die Menschen in ihrer Umgebung beobachten, und seltsame Dinge notieren.

Die Idee finde ich an sich schon toll. Mein Interesse wurde jedoch noch dadurch verstärkt, weil der Yorkshire Ripper tatsächlich während ihrer eigenen Kindheit sein Unwesen trieb, und sich später herausstellte, dass ihr Vater den Yorkshire Ripper kannte. Die Tatsache, dass ihre Familie dem Serienmörder so nahe war, hat sie nie losgelassen, und war schließlich Grund, warum sie ihren Beruf als Personalleiterin in einem großen DAX-Unternehmen an den Nagel gehangen hat, um zu schreiben. Das sie ganz bei der Sache war, merkt man dem Buch an. Sie schreibt wirklich wunderbar. Ich bin gleich mitten drin in den ausklingenden 70ern in Yorkshire, und kann mich wunderbar in Miv hineinversetzen. Toll und mitreißend erzählt. Ich bin sehr gerne an Mivs Seite. Und ich werde mich hüten, im Internet über den wahren Yorkshire Ripper zu googlen, bevor ich das Buch beendet habe. Denn ich möchte mir nichts von der Spannung nehmen. :kann_nicht_abwarten: Ich werde weiter berichten.

steffi hat geschrieben:@Petra: ja, es macht Sinn, zuerst mit dem Sucher anzufangen, denn dann bekommt man die Charakterentwicklung besser mit. Ich finde ja, bei Tana French kann man nichts falsch machen, ich mag ihre langsame und psychologische Art. Und auch wenn bei Feuerjagd der Mörder schon zu erahnen ist, geht es ja mehr um die Personen und das ganze Drumrum.


Gut zu wissen, dann werde ich auf jeden Fall mit dem "Sucher" beginnen, wenn ich die beiden Bücher lese. Ich danke dir, Steffi.

Tana French mochte ich auch so ausgesprochen gerne! Allerdings hatten mir die ersten drei Krimis am besten gefallen. Danach konnten mich die nächsten nicht mehr so interessieren und packen. Ich habe dann irgendwann aufgehört sie zu lesen oder zu hören. Aber "Sucher" und "Feuerjagd" klingen für mich wieder ansprechend. Und schreiben kann sie ja wirklich sehr, sehr gut, und Atmosphäre erzeugen. Ich hätte mal wieder Lust drauf!
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon Sonja » So 29. Sep 2024, 22:40

Liebe Petra,

ich bin sehr gespannt, was Du über das "Unser Buch der seltsamen Dinge" berichtest, denn ich gehöre auch zu den Angefixten. Schon die Szene gleich am Anfang, wo Miv in der Küche Erbsen puhlt und natürlich auch mal naschen muss. Wie gut ich mich daran noch gut erinnern kann. Ich wünsche Dir weiterhin viel Lesespaß mit dem Buch! :nicken_freudig: So schön, von Deiner zurückgekommenen Lesefreude zu lesen :umarmung:
Liebe Grüße, Sonja

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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Fr 4. Okt 2024, 16:24

Liebe Sonja,

wie schön, dass du auch zu den Angefixten gehörst! :breit_grins:

Und mich freut, dass dir diese Szene mit Miv in der Küche, als sie Erbsen puhlt, so positiv aufgefallen ist. In dem Buch stecken manche liebe Erinnerungen an die eigene Kindheit, wenn man zu dieser Zeit aufgewachsen ist. Miv und ihre beste Freundin gehen oft in einen kleinen Gemischtwarenladen, in dem sich der Geruch von Tabak mit dem von Süßigkeiten vermischt. Den Geruch kenne ich auch noch. Und auch die Glasdosen (oder Glasschubladen), in denen verschiedene Süßigkeiten aufbewahrt wurden, und so man sich dann eine Tüte zusammenstellen lassen konnte. Herrliche Erinnerungen werden da in mir heraufbeschworen. :schwaermt:

Aber auch eine sehr schöne Perspektive bietet das Buch. Dadurch, dass Miv und Sharon ihre Umgebung beobachten, da sie dem Yorkshire RIpper auf die Spur kommen wollen, betrachten sie ihre Mitmenschen sehr intensiv, und geben dem Leser somit Einblicke in deren Leben. Das ist sehr schön gemacht.
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2024...ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Do 10. Okt 2024, 20:14

Ich habe Gesang der Fledermäuse von Olga Tokarczuk gelesen. Mir gefiel die unaufdringliche Mischung aus Realismus und phantastischen Elementen, zugleich auch Kritik an Religion und Staat. Die Einsamkeit, die Kälte - sowohl auf dem polnischen Hochplateau als auch in der Gesellschaft wurde spürbar !
Gruss von Steffi

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