Guten Morgen zusammen,
mir war nach was frühlingshaft leichtem zumute. Und ich glaube ich habe mit dem Cozy
„Agatha Raisin und der tote Richter“ von M.C. Beaton genau das richtige gegriffen. Zum Inhalt:
Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds - davon hat Agatha Raisin schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit die Ex-PR-Beraterin aus London allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn: Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben! Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen.Heute morgen, als ich mit dem Krimi begann, hätte ich ewig weiterlesen möchten, so schön führte mich die Autorin in Agathas Raisins erste Schritte in ihr neues Leben ein. Raus aus dem Arbeitsalltag in London, rein in die ländliche Ruhe. So sehr sich Agatha auf den Ruhestand gefreut hat, so ungewohnt ist die Ruhe und Abgeschiedenheit. Eine Mischung aus Genuss und Einsamkeit überkommt sie. Das empfinde ich als sehr glaubhaft. Denn es ist doch nicht so einfach, aus einem turbulenten Leben ins große Nichts überzugehen. Dieses Nichts will nun erst mal gefüllt werden. Agatha will kochen lernen (bisher gab es nur Junk-Food in ihrem Berufsalltag) und greift auch mal zu Büchern, die der reinen Unterhaltung dienen, und nicht dazu, die Leute zu beeindrucken. So kauft sie sich „Vom Winde verweht“ und staunt über dessen Lesbarkeit und vertreibt sich die langen Abendstunden mit den Krimis von Agatha Christie. Gerade unternimmt sie einen Ausflug nach London, um sich selbst davon zu überzeugen, dass sie in den Cotswolds ja nicht aus der Welt ist.
Leider musste ich dann das Buch zuklappen, da ich im Büro angekommen war. Ich hätte mich gern noch endlos von der Stimmung treiben lassen, und mich überkam eine Sehnsucht nach Urlaub und Ruhe.
Ich freue mich aufs weiterlesen, und werde berichten, wie es mir gefällt. Auf die Krimihandlung freue ich mich schon, denn ich finde die Idee so reizend!

Maria, Du triffst es mit Deiner Vermutung zu
“Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood genau richtig. Ein Buch, das im Nachhinein wirkt. Bis zu letzt hat es mir ausgezeichnet gefallen (sprachlich und inhaltlich), aber der leise Nachhall, der einen bekriecht und bleibt, macht es so besonders. Du kannst Dich auf schöne Lesestunden mit dem Roman freuen!
