Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Mi 4. Mär 2015, 15:41

Liebe Bonny,

"Ein ganzes halbes Jahr" habe ich auch gelesen und es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn mich die Geschichte stark an "Ziemlich beste Freunde" erinnert hat.

Allerdings muss ich sagen, dass ich bevor ich "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen habe zuerst "Eine handvoll Worte" gelesen habe. Und das fand ich noch besser. Es kann allerdings daran gelegen haben, dass ich es zuerst gelesen habe und die Thematik eine völlig andere ist.

"Weit weg und ganz nah", habe ich theoretisch noch im Regal stehen. Praktisch ist es seit Monaten unterwegs, da es sich immer mal jemand anderes bei mir ausgeliehen hat. Ich selbst habe es noch nicht gelesen.

Die beiden neuen (Ein Bild von Dir und die Tage in Paris), alten Bücher (sind beide vorher erschienen) habe ich noch nicht gekauft.
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Barbara
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Mi 4. Mär 2015, 18:23

Hallo Barbara,

danke für deine Einschätzungen. Ich habe von Jojo Moyes nur "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen. Mir hat es auch ganz gut gefallen, aber ich teile deine Einschätzung, auch mich hat es sehr an eine Mischung aus "Ziemlich beste Freunde" und dem Film "Entscheidung aus Liebe" erinnert.

Mich würde interessieren, wie du "Ein ganzes halbes Jahr" im Vergleich zu den beiden Büchern siehst, die du gerade gelesen hast bzw. noch liest ("Wenn ich bleibe" und "Nur diese eine Nacht"), weil Amazon bei diesen beiden Büchern darauf hinweist, dass sie einem gefallen könnten, wenn man "Ein ganzes halbes Jahr" mochte. Deshalb interessiert mich dein Vergleich hierzu. Du musst ja nicht so viel über die Bücher schreiben, nur, ob sie dir besser oder weniger gefallen als das von Jojo Moyes :).
Liebe Grüße,
Sabine

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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Do 5. Mär 2015, 07:36

Liebe Bonny,

ach so, ich hatte zuerst den Zusammenhang nicht gesehen, sorry.

"Wenn ich bleibe" fand ich toll, da ich die Art der Darstellung aus der Sicht der im Koma liegenden Mia gut fand. Sie selbst erzählt ihre eigene Geschichte und beschreibt die aktuelle Lage und was um sie herum passiert. Gleichzeitig erzählt sie auch immer passen zur aktuellen Situation, wie alles zusammenhängt. Nur das Ende kam recht abrupt und mir ein wenig zu klischeehaft daher. Ich muss allerdings dazusagen, dass ich, was das Ende von Büchern angeht, oft sehr spreziell bin, weil meine Fantasie mit mir durchgehen kann und ich dann mehr daraus gemacht hätte, als der Autor.

Aber ich denke, dass Dir das Buch auch gefallen könnte, wobei ich beim Lesen nicht einmal an "Ein ganzes halbes Jahr" erinnert wurde und auch nicht darauf gekommen wäre, es in eine Empfehlungsverbindung zu bringen.

Das zweite Buch habe ich erst angefangen und kann noch nicht wirklich viel dazu sagen. Ich stehe noch ganz zu Beginn der Geschichte und konnte die letzten Tage leider aus zeitlichen gründen nicht wirklich weiterlesen. Aber sobald ich weiter bin und einen Eindruck habe, werde ich ihn hier posten.
Ich hoffe, dass meine Ausführungen für Dich nun aussagekräftiger waren.
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Bonny » Do 5. Mär 2015, 13:41

Vielen lieben Dank, Barbara. Mal sehen, interessieren würden die Bücher mich schon... ich nehme sie mal auf meinen Wunschzettel ;).
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon steffi » Do 5. Mär 2015, 15:36

Der Berg von Dan Simmons habe ich beendet. Einfach nur spannend und ein herrliches Lesevergnügen.

Dann habe ich ein ganz anderes Buch begonnen: Sie dreht sich um von Angelika Overath. Die Autorin schreibt über die Bewältigung einer Lebenskrise mit Hilfe von Kunst. Die Protagonistin reist in verschiedene Städte und während des Betrachtens von Bildern, in denen Frauen mit Rückenansicht abgebildet sind, fangen diese an zu ihr zu sprechen. Sie erzählen von der Entstehung des Bildes, aber auch von ihrem eigenen Leben. Eigentlich aber ist es für mich ein Buch über die verschiedenen Bilder, die im Roman vorkommen. Diese sind in einer starken und wunderbar poetischen Sprache beschrieben, die zeigt, dass auch Sprache Kunst sein kann.

Die Konstruktion mit der Geschichte drumherum und der Krise der Protagonistin hätte es für mich nicht gebraucht, denn Kunst erzählt eben jedem etwas anderes. Mich hat das Buch angeregt, mir mal wieder was von Kunst erzählen zu lassen.
Gruss von Steffi

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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Petra » Fr 6. Mär 2015, 17:15

Hallo zusammen,

in “Die Geschichte der Liebe“ von Nicole Krauss“ bin ich ganz versunken. Ein wundervolles Buch, voller berührender Menschen (Figuren mag ich beinahe nicht sagen, so nah kommen sie mir), voller berührender Gesten und Szenen.

Die Geschichte der Liebe ist ein Roman, den Leo Gursky einst im polnischen Slonim geschrieben hat, und der verloren gegangen ist, als er aus Polen fliehen musste. Seine große Liebe Alma ist vor ihm geflohen, ihr war das Buch gewidmet. Von Leo handelt das Buch, von seiner Liebe, aber auch von seinem Sohn, den er mit Alma zusammen hat, und dem er nie Vater sein durfte. Weil Alma in Amerika einen anderen Mann geheiratet hat, im Glauben Leo sei tot. Leo nimmt aus der Ferne am Leben seines Sohnes teil. Leo gibt dem Roman die Hauptstimme. Aber auch ein Mädchen namens Alma, das nach einer Figur aus dem Buch benannt ist, das Leo geschrieben hat, gibt dem Roman ihre Stimme. Und dazwischen viele andere Menschen, deren Leben in irgendeiner Weise mit dem Buch verbunden sind.

Es gibt so unzählige Stellen in Nicole Krauss‘ Roman, von denen ich ergriffen bin. Von der Zärtlichkeit, die sie ihren Figuren entgegen bringt, und von den Schicksalen der Figuren, die sie mir näher und näher ans Herz wachsen lassen. Am tragischsten ist Leos Geschichte, deren Verlauf eine so böse Wendung nimmt, als die deutschen Panzer in Slonim einrollen, und damit den vorgezeichneten Lebensweg Leos grundlegend verändern, und ihm seine Liebe auf immer entreißen. Und von diesem anderen Leben, das er statt seines eigentlichen führt, bin ich zutiefst ergriffen.

Sehr gefallen hat mir auch eine Stelle im Buch, in der davon die Rede ist, wie die Menschen miteinander kommuniziert haben, bevor sie die Wörter erfanden. Nicole Krauss lässt hier Antonio Alberto de Biedma einfließen, der Fossilien mit 79 Gesten entdeckt hat, mit denen sich die Menschen verständigten. Nicole Krauss geht noch weiter, er soll kurz vor dem Sterben von Visionen heimgesucht worden sein, in denen ihm die Bedeutung der einzelnen versteinerten Gesten offenbart wurden. Sie hat mich damit so neugierig gemacht, dass ich im Internet nach Alberto Antonio de Biedma recherchierte, und überrascht feststellte, dass es ihn und die 79 fossilen Gesten tatsächlich gab. Da ich danach gesucht habe, kann es mich ja nicht gänzlich überrascht haben. Dennoch war ich freudig erstaunt über die Entdeckung, denn diese Passage war so mystisch in den Roman eingebunden, dass es auch vorstellbar gewesen wäre, dass sie vollständig frei erfunden war. Ich liebe es, wenn ein Autor mich so zu interessieren vermag, dass ich mehr in Erfahrung bringen möchte. Auch literarisch hat sie einige Spuren gelegt, die man versucht ist nachzuvollziehen. Hierzu hat die FAZ eine schöne Passage in einem Arikel (ganzer Artikel HIER) geschrieben:

Wer will, kann unter diesen schriftbesessenen Versehrten die Spuren von Bruno Schulz, Jorge Luis Borges, Isaak Babel oder Isaac Bashevis Singer ausmachen oder sich über den ein oder anderen Schlenker in die Gegenwartsliteratur amüsieren. Doch diese Referenzen sind lediglich Spielmaterial, augenzwinkernde Verneigungen dieser auch literaturwissenschaftlich glänzend bewanderten Autorin.


@Alle: Mit Freude verfolge ich Eure Leseberichte. Besonders freut mich, dass „Der Berg“ von Dan Simmons bis zum Schluss so spannend und lesenswert war, Steffi. Meine Neugierde ist geweckt! :-)
Liebe Grüße,
Petra


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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Sa 7. Mär 2015, 15:24

Liebe Petra,

da scheinst Du ebenfalls einer dieser Bücher - Perlen erwischt zu haben, von denen Shaftoe in seinem Thread berichtete.
Toll, das freut mich , zumal Du letztens erst ein Buch schweren Herzens abbrechen musstest. Somit wurdest Du mehr als entschädigt.

Es hört sich aber auch wirklich nach einem sehr intensiven Lesen an.

Ich wünsche Dir noch ganz viel Freude und unvergessliche Leseinhalte.
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Barbara » Sa 7. Mär 2015, 15:29

Liebe Bonny,

so nun habe ich mal eine ganze Weile lesen können und mir gefällt auch das zweite Buch sehr gut. Die ersten knapp 100 Seiten habe ich und die Geschichte fügt sich nahtlos an den ersten Teil an.
Nahtlos sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Vor allem sprachlich! Das ist mir immer sehr wichtig, dass aufeinanderfolgende Bücher so wirken, als seien sie aus einem Guss.

Im Grunde hätte das erste Buch nur um diese neuen Seiten erweitert werden müssen. Es war nicht zwingend notwendig , daraus zwei Bücher zu machen.
Aber ich schätze die Autorin hatte zunächst vielleicht gar nicht vor, einen zweiten Band folgen zu lassen. Umso besser dass sie es doch getan hat.

Ich werde jetzt noch ein wenig nach New York gehen und sehen, was passiert.
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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » Sa 7. Mär 2015, 23:32

Zwischenzeitlich habe ich Das Löwenmädchen von Erik Fosnes Hansen ausgelesen. Von der Thematik her ganz interessant, aber irgendwie hat es der Autor nicht geschafft, mich zu begeistern.
"Eine Versuchung wird man nur los, indem man ihr nachgibt."

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Re: Leseerlebnisse 2015... Ich lese gerade...

Beitragvon Didonia » So 8. Mär 2015, 00:18

Ich habe Nackt unter Wölfen auch zu Ende gelesen. Nein, den Film habe ich so wirklich nicht in Erinnerung.
Und es tut mir in der Seele weh, was man in der DDR mit den Kommunisten getan hat. Schlimm auch der Umgang mit Bruno Apitz, der ja kein Schriftsteller an sich war.

Ich würde mir wünschen, dieses Buch noch einmal in einer größeren Runde lesen zu können, um mich beim Lesen austauschen zu können. Denn ich denke, mit einerseits den großen Pausen, die ich gemacht habe und andererseits das schnelle Lesen bin ich dem Buch irgendwie nicht gerecht geworden.


Nun etwas ganz anderes: Aus meiner kleinen Leseplanung habe ich mir jetzt Herzweh von Carole Glickfeld ausgesucht.
Beworben von der "Elle" und Susanne Fröhlich, gehe ich fast davon aus, dass es leichtere Kost ist, die ich momentan irgendwie gebrauchen kann.

Chenia Arnow ist eine einfache Frau, sehr abergläubisch und ein bisschen melancholisch; vor allem aber hat sie Witz, Verstand und Courage. Das ist keine schlechte Mischung, um mit dem fertig zu werden, was ihr das Leben im New York der fünfziger Jahre bietet: eigenwillige Kinder, eine ungewollte Schwangerschaft, einen temperamentvollen, treulosen Ehemann und den reizenden Harry.


Mit amerikanischen Romanen hatte ich es ja noch nicht so und auch die Autorin ist mir unbekannt. Ich bin also gespannt.
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