Hallo Laura,
auch von mir noch ein herzlichen Willkommen hier bei uns im Forum.
@all
Nach dem Reinfall mit Donna Tartts „Distelfink“ habe ich mir erst einmal ein paar Tage Lesepause verordnet, um das Buch gedanklich abzuhaken. Am Wochenende habe ich dann mit
„Konzert ohne Dichter“ von Klaus Modick begonnen und es gestern Abend beendet. Von diesem Autor habe ich bisher schon drei Romane gelesen, wobei
„Sunset“ zu meinen Lese-Highlights gehört.
Meine Erwartungen an das neue Buch des Autors waren groß, konnten aber nicht hundertprozentig erfüllt werden. Sprachlich war es definitiv wieder ein Lesegenuss und auch dramaturgisch war es interessant, den Modick verbindet die menschlichen Verwicklungen in der Künstlerkolonie Worbswede mit einem bekannten Jugendstil-Gemälde Heinrich Vogelers, der zugleich auch der Erzähler ist. Was mich letztendlich gestört hat, war die distanzierte Nüchternheit dieses Romans, seine Farblosigkeit und fehlende Empathie bei den Figuren.
Eine weitere Rolle, warum ich mit diesem Buch nicht so richtig warm werden konnte, spielte sicher auch meine Aversion gegen Rilke, der hier ja eine nicht unwesentliche Rolle spielt und dabei übrigens auch nicht besonders gut wegkommt.
Zu Ende gelesen habe ich das Buch dann hauptsächlich wegen seiner sprachlichen Stärken, denn in der Beziehung hat mich der Autor wieder überzeugt.
Begonnen habe ich heute morgen mit
"Altes Land" von Dörte Hansen, eine Empfehlung meiner Buchhändlerin.